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Württembergische C

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Württembergische Gattung C
DR-Baureihe 18.1
PKP-Baureihe Om101
Werbeblatt der Maschinenfabrik Esslingen für die Württembergische C
Werbeblatt der Maschinenfabrik Esslingen für die Württembergische C
Werbeblatt der Maschinenfabrik Esslingen für die Württembergische C
Nummerierung: 2001–2041 / DR 18 101–137
Anzahl: 41
Hersteller: Esslingen
Baujahr(e): 1909–1921
Ausmusterung: 1955
Bauart: 2'C1' h4v
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Länge über Puffer: 21.855 mm
Treibraddurchmesser: 1.800 mm
Laufraddurchmesser vorn: 1.000 mm
Laufraddurchmesser hinten: 1.250 mm
Dienstmasse: 85,2 t
Reibungsmasse: 47,7 t
Radsatzfahrmasse: 15,9 t
Höchstgeschwindigkeit: 115–120 km/h
Indizierte Leistung: 1.353 kW / 1840 PSi
Kesselüberdruck: 15 bar
Rostfläche: 3,96 m²
Verdampfungsheizfläche: 205,14 m²
Überhitzerfläche: 54,43 m²
Zylinderdurchmesser: 420/620 mm
Kolbenhub: 612 mm
Tenderbauart: wü 2'2'T 20, wü 2'2'T 30
Wasservorrat: 20,0/30,0 m³

Die Lokomotiven der Gattung C der Königlich Württembergischen Staats-Eisenbahnen waren Schnellzuglokomotiven mit der Achsfolge 2'C1' (Pacific). Die C war die kleinste 2C1-Länderbahnlok. Sie war eine Konstruktion von Eugen Kittel.

Technik

Datei:Orient-Expreß mit Lok Klasse C.jpg
Eine Württembergische C vor dem Orient-Express vor 1914
Datei:Bw Stuttgart Lok 018 122 Lokführer Beck Heizer - LABW - Staatsarchiv Ludwigsburg PL 734 PA 1466.jpg
18 122 im Bw Stuttgart 1933

Die 41 Fahrzeuge wurden zwischen 1909 und 1921 durch die Maschinenfabrik Esslingen gebaut. Sie wurden von Anfang an für die Topografie Württembergs ausgelegt und hatten deshalb Treibräder mit nur 1.800 mm Durchmesser. Die Lokomotiven waren, obwohl sie zu den kleinsten Maschinen der Bauart 2'C1' zählten, sparsam und zugleich sehr leistungsfähig. Die Maschinen hatten ein Vierzylinder-Verbundtriebwerk. Alle vier Zylinder wirkten auf die zweite, gekröpfte Kuppelachse.

Datei:Stuttgart Bad Cannstatt Lok 18 131 D-Zug preußische Schnellzugwagen württ. Schnellzugwagen - LABW - Staatsarchiv Ludwigsburg PL 734 PA 188.jpg
18 131 bei Bad Cannstatt 1935
Datei:Lokomotive 18 131 vor der ehemaligen Blockstelle Kienbach in km 1+500 - LABW - Staatsarchiv Ludwigsburg )PL 723 DK 69-3).jpg
18 131 an der ehemaligen Blockstelle Kienbach um 1935

Das Aussehen der Lokomotive ist relativ ungewöhnlich. Auffällig sind der außenliegende Hilfsrahmen zur Unterstützung des Blechrahmens mit den dahinterliegenden Radkästen für die Kuppelachsen sowie das strömungsgünstig geformte Führerhaus, das dem der Bayerischen S 2/6 ähnelt. Auch die kegelförmige Rauchkammertür unterstützte den windschnittigen Eindruck. Die Lokomotive wurde auch „Die schöne Württembergerin“ genannt.

Die Fahrzeuge waren mit Schlepptendern Bauart wü 2'2'T 20 und wü 2'2'T 30 ausgestattet.

Deutsche Reichsbahn

Nach dem Ersten Weltkrieg mussten vier Maschinen an Frankreich abgegeben werden. Von dort gelangte ein Exemplar nach Polen und wurde von den PKP als PKP-Baureihe Om101 eingereiht. Die übrigen 37 wurden als Baureihe 18.1 von der Deutschen Reichsbahn übernommen. Dort erhielten sie 1926 die Betriebsnummern 18 101–137.

Bundesbahn

Bei Gründung der Deutschen Bundesbahn 1949 verfügte diese über 23 betriebsfähige Lokomotiven der Baureihe 18.1. In Heilbronn waren 18 101, 102, 117, 118, 120, 126, 128, 131, 132, 133 und 136 beheimatet, in Ulm 18 103, 104, 105, 107, 108, 109, 110, 112, 113, 122 und 123. Von Heilbronn aus wurden ein Schnellzug-Paar zwischen Stuttgart und Würzburg sowie Eil- und Personenzüge zwischen Heilbronn, Mannheim und Stuttgart bespannt. Die Ulmer Loks bespannten neben einem Schnellzug-Paar zwischen Ulm und Friedrichshafen überwiegend Personenzüge zwischen Ulm und Aalen. Ende Mai 1952 wurden die Heilbronner Maschinen nach Ulm umbeheimatet. 1952 wurden zwei, 1953 elf und 1954 acht Lokomotiven der Baureihe 18.1 z-gestellt und anschließend ausgemustert und verschrottet. 1955 waren nur noch 18 136 und 18 133 betriebsfähig. Die letzte Leistung einer C fuhr 18 133 am 13. Februar 1955 mit einem Eilzug von Immendingen nach Ulm. Kein Exemplar der württembergischen C ist erhalten geblieben.

Literatur

Weblinks

Vorlage:Klappleiste/Anfang Deutsche Reichsbahn (1920–1945): Schnellzug-, Personenzug-, Güterzug-, Tender-, Schmalspurlokomotiven

Deutsche Bundesbahn: Schnellzug-, Personenzug-, Güterzug-, Tender-, Schmalspurlokomotiven

Deutsche Reichsbahn (1945–1993): Schnellzug-, Personenzug-, Güterzug-, Tender-, Schmalspurlokomotiven

Länderbahnen: Baden · Bayern · Braunschweig · Mecklenburg · Oldenburg · Pfalz · Preußen · Sachsen · Württemberg · Elsaß-Lothringen Vorlage:Klappleiste/Ende