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Wölferbütt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wölferbütt
Stadt Vacha
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Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(374)&title=W%C3%B6lferb%C3%BCtt 50° 46′ N, 10° 3′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(374) 50° 46′ 7″ N, 10° 3′ 15″ O
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Höhe: 400 m ü. NHN
Fläche: 4,6 km²<ref name="Gindex">Gemarkungen, Mariengart und Masbach, Stadt Vacha. In: GEOindex. Abgerufen im November 2025.</ref>
Einwohner: ca. 374 (2011)<ref name="Gindex" />
Bevölkerungsdichte: 81 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 2013
Postleitzahl: 36404
Vorwahl: 036965
Datei:V Wölferbütt.png
Karte
Lage von Wölferbütt in Vacha

Wölferbütt ist ein Ortsteil der Stadt Vacha im südwestlichen Wartburgkreis in Thüringen.

Geografie

Das Ortsgebiet umfasst eine Fläche von 4,60 km². Wölferbütt liegt etwa 400 m hoch am Fuße des Dietrichsberges in der Auersberger Kuppenrhön, etwa 45 Kilometer südwestlich von Eisenach. Zum Ortsteil Wölferbütt gehören noch die Ortschaften Mariengart und Masbach. Am 30. Juni 2009 wohnten 14 Einwohner im Ortsteil Masbach.<ref name="Amtsblatt">Einwohnerzahlen. In: Landratsamt Wartburgkreis (Hrsg.): Amtsblatt des Wartburgkreises vom 10. August 2010. 2010, S. 14 (uni-jena.de [PDF; 5,4 MB]).</ref>

Geschichte

Wölferbütt wurde das erste Mal am 31. August 786 in einer Schenkungsurkunde von Karl dem Großen an das Kloster Hersfeld als Steinfeld urkundlich erwähnt. Diesen Namen behielt das Dorf etwa bis zum Dreißigjährigen Krieg.

Im Jahr 1908 fand ein Bauer in der Wölferbütter Feldflur keltische Schmuckstücke und Werkzeuge, Hinweise auf eine sehr frühe Besiedlung. Am Dietrichsberg finden sich auch noch Wälle aus Basaltsteinen und terrassenförmig angelegte Felder. Diese stammen aber wahrscheinlich nicht aus keltischer Zeit, sondern wurden vermutlich von den hiesigen Bauern im Dreißigjährigen Krieg errichtet.

Mariengart wurde das erste Mal als Schalkeslohe erwähnt. 1339 wurde dort ein Servitenkloster gegründet, das 1368 nach Vacha verlegt wurde. Die Klostergebäude wurden 1525 im Bauernkrieg zerstört.<ref name="WK1971">Waldemar Küther. (unter Mitarbeit von Hans Goller): Vacha und sein Servitenkloster im Mittelalter. In: Mitteldeutsche Forschungen. Band 64. Böhlau-Verlag, Köln; Wien 1971, ISBN 3-412-10571-6, S. 365.</ref>

Heute stehen in Mariengart noch die Ruine einer Grabkapelle von 1676 und Reste einer Scheune des Klosters. Die Kapelle wurde für Kunigunde von Boineburg und Friedrich von Buttlar errichtet. 1704 brannte sie bei Reparaturarbeiten ab.

Masbach war früher ein ritterlicher Hof.

Zum 31. Dezember 2013 wurde der Ort in die Stadt Vacha eingegliedert.

Sage

Laut einer Sage ist der heutige Ortsname auf folgendes Ereignis zurückzuführen:

Am Ende des Dreißigjährigen Krieges war die Not so groß, dass selbst die Wölfe hungerten. Deswegen wagte sich ein Wolf bis in das Dorf hinein, um etwas Fressbares in einem Fass (Bütte) zu finden. Dort fand ihn ein Bauer und erschlug ihn.

Vermutlich geht der Ortsname Wölferbütt auf einen Adeligen „Wolf von Buttlar“ zurück, der im 16. Jahrhundert größere Besitzungen in der Flur des Ortes hatte.

Einwohnerentwicklung

Im Jahr 1955 lebten im Ort Wölferbütt 670 Einwohner.<ref name="Schulungsmaterial">Paul Luther: Materialien für den Heimatkundeunterricht – Kreis Bad Salzungen, Bezirk Suhl. Hrsg.: Rat des Kreises Bad Salzungen, Abt. Volksbildung. Bad Salzungen 1959, Struktur vom Bezirk Suhl (Übersicht der Orte und Einwohnerzahlen der Landkreise), S. 5–11.</ref> Entwicklung der Einwohnerzahl in der ehemaligen Gemeinde Wölferbütt:

  • 1995 – 462
  • 2000 – 462
  • 2005 – 433
  • 2010 – 399
Datenquelle: ab 1994 Thüringer Landesamt für Statistik – Werte vom 31. Dezember<ref>Bevölkerung Gemeinde Wölferbütt. In: statistik.thueringen.de. Thüringer Landesamt für Statistik, abgerufen im November 2025.</ref>

Kultur

In Wölferbütt wird jährlich in der ersten Septemberwoche in einem Festzelt am Dorfplatz Kirmes gefeiert. Es wird mit alten Trachten getanzt und vieles mehr. Von 1974 bis 1989 machten die im Ort stattfindenden Dorffestspiele und das Dorfensemble Wölferbütt das Dorf bekannt. Für die Auftritte im In- und Ausland und einige Fernsehproduktionen bekam das Dorfensemble den Kunstpreis. Im Ort sind einige alte Fachwerkhäuser erhalten.

Vereine

Sportverein SV „Wolf“ Wölferbütt, Landfrauenverein, Freiwillige Feuerwehr, Angelverein, Jagdgenossenschaft Wölferbütt, Schlachtverein, Motorradfreunde Wölferbütt, Imkerverein „Oberes Oechsetal“

Wirtschaft und Infrastruktur

Die Gemeindeverwaltung ist in der alten Schule von 1913, der Kindergarten die „Kleinen Wölfe“ im ehemaligen Konsum untergebracht.

Persönlichkeiten

In Wölferbütt wurde am 1. Dezember 1851 der Heimatdichter August Herbart geboren, nach dem die Dorfstraße benannt ist.

Literatur

  • Olaf Ditzel, Walter Höhn: Vacha und die Nachbargemeinden im Oechsetal. Michael Imhof Verlag, Petersberg/Fulda 2011, ISBN 978-3-86568-121-8, S. 28–30.

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: Wölferbütt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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