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Wölbattendorf

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Vorlage:Infobox Ortsgliederung

Das Foto zeigt von links nach rechts: Alte Helmbrechtser Straße, Löschwasserentnahmestelle (vorne), Feuerwehr Wölbattendorf (hinten)
Blick auf den Wölbattendorfer Ortskern

Wölbattendorf ist ein Gemeindeteil der kreisfreien Stadt Hof in Oberfranken.<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Wölbattendorf hat eine Fläche von 14,474 km². Im alten Ortskern gibt es zwei Gasthäuser. Einige Anwesen und Gehöfte sind mit Schiefer bedeckt. Die Linie 12 fährt von Wölbattendorf über das Stadtzentrum zum Schlossweg.

Geografie

Der ursprüngliche Siedlungskern des Dorfes liegt westlich des Mohlabachs, östlich liegt eine jüngere Wohnsiedlung. Im Süden wird der Ort von der Bundesstraße 15 tangiert, die zur Anschlussstelle 34 der Bundesautobahn 9 (3,5 km südwestlich) bzw. nach Hof verläuft (4 km östlich). Gemeindeverbindungsstraße gelangt man 0,5 km südlich bzw. 2 km südöstlich zu Anschlussstellen der B 15. Eine weitere Gemeindeverbindungsstraße führt nach Köditz (2,7 km nördlich).<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Die Gemarkung Wölbattendorf ist in 1991 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 7269,80 m² haben.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gattendorfer Gemeindeteile Epplas, Epplasmühle, Geigen, Haag, Hohensaas, Osseck, Quetschen und Rosenbühl.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Geschichte

Wölbattendorf wurde wahrscheinlich schon im 12. Jahrhundert an der Altstraße KonradsreuthTöpen als ein Burgut mit Wall und Graben angelegt. Dem Ortsnamen entsprechend waren die Gründer des Ortes die Walpoten.<ref>O. Knopf: Thüringer Schiefergebirge, Frankenwald, Obermainisches Bruchschollenland, Sp. 788.</ref> Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Wölbattendorf aus 28 Anwesen. Die Hochgerichtsbarkeit sowie die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das bayreuthische Stadtvogteiamt Hof. Grundherren waren das Hospitalamt Hof (5 Anwesen), das Kastenamt Hof (4 Anwesen), das Klosteramt Hof (5 Anwesen), das Gotteshaus Hof (1 Anwesen), den Herren von Reitzenstein (3 Anwesen) und die Herren von Plotho (10 Anwesen).<ref name="B277">J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 6, Sp. 277.</ref>

Von 1797 bis 1810 unterstand Wölbattendorf dem Justiz- und Kammeramt Hof. Nachdem im Jahr 1810 das Königreich Bayern das Fürstentum Bayreuth käuflich erworben hatte, wurde der Ort bayerisch. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Wölbattendorf dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Köditz zugewiesen.<ref name="OV 1820"/> Zugleich entstand die Ruralgemeinde Wölbattendorf mit den Orten Epplas, Epplasmühle, Geigen, Haag, Osseck, Quetschen und Rosenbühl. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Hof zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Hof (1919 in Finanzamt Hof umbenannt). Ab 1862 gehörte Wölbattendorf zum Bezirksamt Hof (1939 in Landkreis Hof umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Hof (1879 in Amtsgericht Hof umgewandelt). 1870 wurde der Gemeindename in die heutige Form geändert.<ref>Vorlage:Historisches Gemeindeverzeichnis 1991</ref> 1964 hatte die Gemeinde eine Gebietsfläche von 14,485 km².<ref name="OV 1961"/> Am 1. Juli 1972 wurde im Zuge der Gebietsreform in Bayern von der Gemeinde Wölbattendorf die Orte Geigen, Haag, Hohensaas, Osseck, Quetschen und Rosenbühl nach Hof eingemeindet.<ref>Vorlage:Historisches Gemeindeverzeichnis 1991</ref><ref>Vorlage:BibISBN</ref> Am 1. Mai 1978 wurde Wölbattendorf mit den verbliebenen Gemeindeteilen ebenfalls nach Hof eingemeindet.<ref>Vorlage:Historisches Gemeindeverzeichnis 1991</ref><ref>Vorlage:BibISBN </ref><ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Seit dem Herbst 2016 hat Wölbattendorf durch Hilmar Bogler einen Ortssprecher, der den Stadtteil im Stadtrat vertritt.<ref>Vorlage:Literatur</ref>

2020 wurde der Gemeindeteil mehrmals von Schlammfluten überflutet.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Seit 2020 verfügt Wölbattendorf über einen Solarpark auf einer Fläche von 13 Hektar.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Baudenkmäler

Vorlage:Siehe auch

Einwohnerentwicklung

Gemeinde Wölbattendorf

Jahr 1819 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970
Einwohner 385 497 549 527 536 563 553 553 624 583 634 594 632 667 654 680 656 662 669 779 784 766 652 586
Häuser<ref name="Häuser">Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1799 werden diese als Häuser bezeichnet, von 1871 bis 1987 als Wohngebäude.</ref> 78 81 80 81 86 107 111
Quelle <ref name="OV 1820">Vorlage:Ober-Mainkreis 1820 Für die Gemeinde Wölbattendorf zuzüglich Epplas (S. 24) und Geigen (S. 33), Osseck an der Stadt (S. 90) und Rosenbühl (S. 102).</ref> <ref name="HGV">Vorlage:Historisches Gemeindeverzeichnis 1953</ref> <ref name="HGV" /> <ref name="HGV" /> <ref name="OV 1861">Vorlage:Topographisches Verzeichnis Bayern 1867</ref> <ref>Vorlage:Ortsverzeichnis Bayern 1867</ref> <ref name="OV 1875">Vorlage:Ortsverzeichnis Bayern 1875</ref> <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1879</ref> <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1882</ref> <ref name="OV 1885">Vorlage:Ortsverzeichnis Bayern 1885</ref> <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1892</ref> <ref name="HGV" /> <ref name="OV 1900">Vorlage:Ortsverzeichnis Bayern 1900</ref> <ref name="HGV" /> <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1911</ref> <ref name="HGV" /> <ref name="OV 1925">Vorlage:Ortsverzeichnis Bayern 1925</ref> <ref name="HGV"/> <ref name="HGV" /> <ref name="HGV" /> <ref name="OV 1950">Vorlage:Ortsverzeichnis Bayern 1950</ref> <ref name="HGV" /> <ref name="OV 1961">Vorlage:Ortsverzeichnis Bayern 1961</ref> <ref name="OV 1970">Vorlage:Ortsverzeichnis Bayern 1970 Zuzüglich S. 145.</ref>

Ort Wölbattendorf

Jahr 1799 1819 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2007
Einwohner 180 206 313 308 324 369 346 424 331 263 359 776
Häuser<ref name="Häuser" /> 28 45 46 47 57 56 90
Quelle <ref name="B277"/> <ref name="OV 1820"/> <ref name="OV 1861" /> <ref name="OV 1875" /> <ref name="OV 1885" /> <ref name="OV 1900" /> <ref name="OV 1925" /> <ref name="OV 1950" /> <ref name="OV 1961" /> <ref name="OV 1970" /> <ref>Vorlage:Ortsverzeichnis Bayern 1987</ref>

Religion

Wölbattendorf ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Michaelis (Hof) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>

Öffentliche Einrichtungen

In Wölbattendorf sind mehrere Vereine ansässig, wie der Obst- und Gartenbauverein,<ref>Vorlage:Literatur</ref> der Fußballverein VfB Wölbattendorf,<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> sowie die Feuerwehr der Stadt Hof (Wache 9) Freiwillige Feuerwehr Wölbattendorf.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Literatur

Weblinks

Vorlage:Commonscat

Fußnoten

<references responsive />

Vorlage:Navigationsleiste Stadtteile von Hof Vorlage:Navigationsleiste Gemeindeteile der kreisfreien Stadt Hof (Saale)