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Vorlauf (Destillation)

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Als Vorlauf bezeichnet man bei der Destillation von Spirituosen das zu Beginn entstehende Destillat. Es enthält außer Ethanol verschiedene leichtflüchtige Substanzen, darunter einen hohen Anteil Methanol, Acetaldehyd und Ethylacetat, und ist für den menschlichen Genuss nicht geeignet. Es gibt dokumentierte Todesfälle nach dem Konsum von Vorlauf in gepanschten alkoholischen Getränken.

Der Vorlauf hat in der Regel einen unangenehmen, stechend-scharfen, „chemischen“ Geruch und einen stark adstringierenden Geschmack. Auch in Großbrennereien wird der Vorlauf vom Brennmeister nach diesem „Klebstoffgeruch“ abgetrennt. Vorlauf wird traditionell äußerlich zu medizinischen Zwecken, zur Desinfektion und als Reinigungsmittel eingesetzt oder zu Brennspiritus und Agraralkohol weiterverarbeitet.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein..</ref>

Vorlauf ist ein Gemisch verschiedener leichtentzündlicher und giftiger Stoffe und muss beim Inverkehrbringen entsprechend als Gefahrstoff gekennzeichnet werden. Nach dem Vorlauf wird das sogenannte Herzstück (der genussfähige Brand, auch Hauptlauf genannt) gewonnen, dann der Nachlauf.<ref name="Wittenberger">Walter Wittenberger: Chemische Laboratoriumstechnik, Springer-Verlag, Wien, New York, 7. Auflage, 1973, S. 175–176, ISBN 3-211-81116-8. </ref>

Einzelnachweise

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