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Vogeljagd

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Die Vogeljagd bezeichnet sowohl die Jagd auf Vögel als auch die Jagd mit Vögeln. Es ist somit zwischen der Beizjagd,<ref>beizen. In: Alfred Götze: Frühneuhochdeutsches Glossar. 7. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin 1967, S. 25 (books.google.de).</ref> bei der neben Federwild auch Haarwild gejagt wird, und dem Vogelfang zu unterschieden. Da Jagdvögel vor der Abrichtung ebenfalls gefangen werden mussten, waren früher alle Greifvögel Wildfänge.<ref>Bruno Staib: Linguistica Romanica et Indiana: Festschrift für Wolf Dietrich.Gunter Narr, Tübingen 2000, ISBN 3-8233-5855-3, S. 163 (books.google.de).</ref> Die Vogeljagd war auch eine beliebte Freizeitbeschäftigung.<ref>Agrippa von Nettesheim: Kapitel LXXVII: De venatica et aucupio oder Vom Jagen und Vogelstellen. In: Ungewißheit und Eitelkeit aller Künste und Wissenschaften. S. 198–201 (Originalausgabe Antwerpen 1530, hier nach der Übersetzung Die Eitelkeit und Unsicherheit der Wissenschaften und die Verteidigungsschrift. München 1913, Band 2, S. 15–21, zeno.org).</ref><ref>Karl Otto Sauerbeck: ‚Herr Heinrich saß am Vogelherd‘. Beobachtungen zur mittelalterlichen Vogeljagd und deren Symbolik. In: Fachprosaforschung – Grenzüberschreitungen. Band 10, 2014, S. 57–79.</ref> Sie wurde zu verschiedenen Zwecken ausgeübt, der Legende nach auch von König Heinrich dem Vogeler (* 876; † 2. Juli 936).

Beizjagd

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Bei der Beizjagd wird mit abgerichteten Greifvögeln Federwild und kleines Haarwild (vor allem Kaninchen und Hasen) gejagt. Zum Aufstöbern von Federwild bei der Beizjagd dienen Jagdhunde.

Vogelfang

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Beim Vogelfang ist zwischen der Jagd auf Geflügel und der Jagd auf Kleinvögel zu unterscheiden. Kleinvögel werden auf Fangplätzen mit Ködern oder Lockvögeln angelockt oder mit Schreckmitteln in aufgespannte Netze getrieben. Im Innenraum sind oft weitere spezielle Vogelfallen aufgestellt. Es werden auch kurzfristige Vogelsperren aufgebaut oder nachts Netze über ruhende Vögel ausgelegt. Je nach Saison und Vogelart kommen unterschiedliche Fangeinrichtungen<ref>Vogelfang. In: Johann Georg Krünitz: Oeconomische Encyclopädie. Band 227: Vogel–Völkerrecht. 1855, S. 81–92 (kruenitz1.uni-trier.de).</ref> zum Einsatz. Der Vogelfang fand auch an sogenannten Vogelherden<ref>Vogelherd. In: Johann Georg Krünitz: Oeconomische Encyclopädie. Band 227: Vogel–Völkerrecht. 1855, S. 104–110 (kruenitz1.uni-trier.de).</ref> statt.

Tirassieren

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Beim Tirassieren zeigten sogenannte Hühnerhunde<ref>Vogeljagd. In: Johann Georg Krünitz: Oeconomische Encyclopädie. Band 227: Vogel–Völkerrecht. 1855, S. 111–139 (kruenitz1.uni-trier.de).</ref> das erstöberte Flugwild an und trieben es auf Kommando vorsichtig vorwärts in das Tiras,<ref>Tiras. In: Johann Georg Krünitz: Oeconomische Encyclopädie. Band 185: Tiegelzusammensetzung–Tonprüfung. 1844, S. 195–196 (kruenitz1.uni-trier.de.</ref> das Zugnetz der Jäger. In England wurde die sportliche Art des Vogeljagens auf Geflügel mit Vorstehhunden,<ref>Vorlage:Deutsches Wörterbuch</ref> den setting dogs, entwickelt. Diese legten sich beim Anzeigen nieder, das Wild mit den Augen bannend, sodass die Jäger die Fangnetze über Hund und Beute werfen konnten. Beim Tyrassieren wurden auch Falken oder Drachen zur Verhinderung des Aufsteigens des Flugwildes eingesetzt.

Einzelnachweise

<references />