Zum Inhalt springen

Villa Camphausen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:2013-08-05 Villa Camphausen, Mainzer Straße 233, Bonn IMG 4967.jpg
Villa Camphausen (2013)
Datei:Villa Camphausen 001.jpg
Luftaufnahme von der Rheinseite aus (2020)
Datei:2021-09-12-bonn-mainzer-strasse-233-villa-camphausen-01.jpg
Park der Villa, im Hintergrund der Drachenfels (2021)

Die Villa Camphausen ist eine Villa in Mehlem, einem Ortsteil des Bonner Stadtbezirks Bad Godesberg, die auf die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts zurückgeht. Sie liegt an der Ostseite der Mainzer Straße (Hausnummer 233) mit einer bis zum Rheinufer reichenden Parkanlage. Die Villa steht gemeinsam mit der Parkanlage und einem preußischen Meilenstein als Baudenkmal unter Denkmalschutz.<ref>Vorlage:Denkmallink Bonn</ref>

Geschichte

Die Villa, deren genaue Baudaten unbekannt sind, geht auf eine in den 1860er-Jahren entstandene Besitzung zurück. In den Bauakten erschien sie erstmals im Dezember 1895 im Zusammenhang mit der Errichtung eines Gartenpavillons im Innern des Parks. Er wurde im Juni 1896 fertiggestellt. Zu diesem Zeitpunkt befand sich die Villa im Besitz von Arthur Camphausen, stellvertretender Vorsitzender der Kölnischen Rückversicherungs-Gesellschaft und Mitglied im Aufsichtsrat des A. Schaaffhausen’schen Bankvereins in Köln. 1900 ließ er eine Vergrößerung der Remise durchführen, noch im gleichen Jahr folgte der Bau einer Reitbahn. 1903 entstand ein Gewächshaus. Der Mitteltrakt der Villa erfuhr 1907/08 mit Erker und Dreiecksgiebel ebenso wie das Gärtnerhaus eine Aufstockung (Entwurf: August Scheidgen). Stilistisch lässt sie sich dem späten picturesquen Klassizismus zurechnen.<ref>Olga Sonntag: Villen am Bonner Rheinufer. 1819–1914, Bouvier Verlag, Bonn 1998, ISBN 3-416-02618-7, Band 1, S. 292.</ref>

1912 umfasste der zur Villa gehörige Park eine Fläche von sieben Hektar. Ein Wechsel der Besitzverhältnisse erfolgte bis 1924, als A. Ringsdorff als Eigentümer erscheint. In diesem Jahr ist eine geringfügige Erweiterung der Villa im Nordwesten nach Plänen des Godesberger Architekten Willy Maß verzeichnet. Seinerzeit diente sie als britisches Internat.<ref name="Wenzel">Michael Wenzel: Kleine Geschichte(n) Bad Godesberger Botschaften, 2. Auflage 2011, S. 70.</ref> Zwischen 1935 und 1938 war die Villa Camphausen ein Quartier des SA-Hilfswerks Nord-West als Nachfolgeorganisation der Österreichischen Legion, die sich aus ins Deutsche Reich geflüchteten österreichischen Nationalsozialisten rekrutierte. Beschäftigt wurden hier mehrere Köche zur Bewirtung der Legions-Angehörigen in Bad Godesberg.<ref>Karl Josef Schwalb: Österreichische Nationalsozialisten im Exil in Bad Godesberg (1934–38). In: Godesberger Heimatblätter: Jahresheft des Vereins für Heimatpflege und Heimatgeschichte Bad Godesberg e.V., {{#invoke:URIutil|{{#ifeq:1|1|linkISSN|targetISSN}}|0436-1024|0}}{{#ifeq:1|0|[!] }}{{#ifeq:0|1

        |{{#switch:00
                  |11= (print/online)
                  |10= (print)
                  |01= (online)
          }}

}}{{#ifeq:0|0

        |{{#ifeq:0|0
              |{{#if:{{#invoke:URIutil|isISSNvalid|1=0436-1024}}
                    |
                    |{{#invoke:TemplUtl|failure|ISSN ungültig}}}}}}

}}, Heft 36 (1998), Verein für Heimatpflege und Heimatgeschichte Bad Godesberg, Bad Godesberg 1999, S. 56/57.</ref> 1942 war das Anwesen der Hitlerjugend zur Verfügung gestellt worden, die dort die (nicht genehmigte) Aufstellung eines Kleinkalibergewehrschießstands plante. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es Eigentum der Familie des Bad Godesberger Filmemachers Hans Fischerkoesen, dem sie ab 1951 als Filmstudio diente.<ref>Horst Heidermann: Godesberger Industriegeschichte III. In: Godesberger Heimatblätter: Jahresheft des Vereins für Heimatpflege und Heimatgeschichte Bad Godesberg e.V., {{#invoke:URIutil|{{#ifeq:1|1|linkISSN|targetISSN}}|0436-1024|0}}{{#ifeq:1|0|[!] }}{{#ifeq:0|1

        |{{#switch:00
                  |11= (print/online)
                  |10= (print)
                  |01= (online)
          }}

}}{{#ifeq:0|0

        |{{#ifeq:0|0
              |{{#if:{{#invoke:URIutil|isISSNvalid|1=0436-1024}}
                    |
                    |{{#invoke:TemplUtl|failure|ISSN ungültig}}}}}}

}}, Heft 50/2012, Verein für Heimatpflege und Heimatgeschichte Bad Godesberg, Bad Godesberg 2013, S. 94–145 (hier: S. 135–139).</ref> Anfang 1985 erwarb die Republik Korea (Südkorea) die Immobilie mit einer Grundstücksfläche von 18.000 m²<ref name="IZ" /> und richtete dort die Residenz ihres Botschafters in der Bundesrepublik Deutschland ein. Zu diesem Zweck wurden im Laufe des Jahres 1985 einige Umbauarbeiten durchgeführt.<ref>Süd-Korea kaufte Residenz, General-Anzeiger, Stadtausgabe Bonn, 19. Februar 1985, S. 4</ref> {{#invoke:Vorlage:Siehe auch|f}}

1999 zog die Hauptstelle der südkoreanischen Botschaft mit der Verlegung des Regierungssitzes nach Berlin um. Anschließend residierte in der Villa zunächst noch der Leiter der in Bonn verbliebenen Außenstelle der Botschaft.<ref name="Wenzel" /> Nach dem 2003<ref name="IZ">Bonn: Senioren statt koreanischer Diplomaten, IZ aktuell, 18. Oktober 2004</ref> erfolgten Verkauf in Privatbesitz wurde in der Villa Camphausen 2004 der Betrieb eines Altenheims aufgenommen.<ref>Kursana Seniorenheim in Bonn</ref> Für diesen Zweck erfuhr sie eine Erweiterung um zwei Gebäudeflügel.<ref name="Wenzel" />

Literatur

  • Olga Sonntag: Villen am Bonner Rheinufer: 1819–1914. Bouvier Verlag, Bonn 1998, ISBN 3-416-02618-7, Band 3, Katalog (2), S. 78–83. (zugleich Dissertation Universität Bonn, 1994)
  • Hilda Ortiz Lunscken (Hrsg.); Hilda Ortiz Lunscken, Ingeborg Fischer-Dieskau (Fotos: Martin Krockauer): Pour Memoire. To Remind. Zur Erinnerung – Botschafterresidenzen am Rhein. Ortiz-Lunscken Publishers, Bonn 1999, ISBN 3-9806801-0-X, S. 138–139.

Weblinks

[{{canonicalurl:Commons:Category:{{#if:|{{{1}}}|Villa Camphausen}}|uselang=de}} Commons: {{#if:|{{{2}}}|{{#if:|{{{1}}}|{{#invoke:WLink|getArticleBase}}}}}}]{{#switch:1

|X|x= |0|-= |S|s= – Sammlung von Bildern |1|= – Sammlung von Bildern{{#if: 00

    | {{#switch: {{#invoke:TemplUtl|faculty|0}}/{{#invoke:TemplUtl|faculty|0}}
        |1/=  und Videos
        |1/1=, Videos und Audiodateien
        |/1=  und Audiodateien}}
    | , Videos und Audiodateien
  }}

|#default= – }}{{#if:

   | {{#ifeq: {{#invoke:Str|left||9}} 
       | category: 
| FEHLER: Ohne Category: angeben!}}}}

Vorlage:Wikidata-Registrierung

Einzelnachweise

<references />

{{Coordinate{{#ifeq:|y|Simple|Complex}}|NS=50.658147|EW=7.194797|type=landmark|region=DE-NW|globe=|dim=|elevation=|pop=|lw=|name={{#invoke:Coordinates/kml|kmlTitle|1=}}|article=|text=|sortkey=|tooltip=|tooltipformat=|map=|mapsize=|maplevel=|maptype=|maplabel=|maplayer=|mapcaption=}}{{#if:|{{#switch:5

|1 = Gradzahl-Fehler: {{#iferror:{{{1}}}
 | NS: {{{1}}}
 |
}} {{#iferror:
 | EW: 
 |
}}{{#switch:0
 |0|6|14= 
}}
|2 = nicht im Bereich von {{{1}}}{{#switch:0
 |0|6|14=
}}
|3  = {{#switch: {{{type}}}
 |country|state|adm1st|adm2nd|city|isle|airport|mountain|waterbody|forest|landmark=
 |example={{#if:
  | 
  | falscher Wert ›example‹ im Artikelnamensraum 
 }}
 |#default= {{#ifeq:{{{type}}}|
  | kein Wert
  | falscher Wert ›{{{type}}}‹
 }} in type-Parameter{{#switch:0
  |0|6|14= 
 }}
}} {{#if: {{{rg}}}
 |
 | region-Parameter fehlt{{#if:
  | 6
  | 
 }}
}} {{#iferror: {{{elevation}}}
 | {{{elevation}}}{{#switch:0
  |0|6|14= 
 }}
 |
}} {{#iferror: {{{pop}}}
 | {{{pop}}}{{#switch:0
  |0|6|14= 
 }}
 |
}}
|5 = unbenannte Parameter 1:{{{1}}}{{#if:|, 2:}}{{#if:|, 3:}}{{#if:|, 4:}} {{#if:|usw.}}{{#switch:0
 |0|6|14= 
}}
|8 = Parameter name fehlt in Fließtextkoordinate{{#switch:0
 |0|6|14= 
}}
|10= überflüssige Parameter
|#default=coordinates error

}}}}