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Viergewerk

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Datei:Fotothek df tg 0008618 Ständebuch ^ Beruf ^ Handwerk ^ Bäcker.jpg
Die Bäcker ge­hör­ten am häu­fig­sten zu den Vier­ge­wer­ken, Chris­toph Wei­gel: Stän­de­buch, Der Zucker­bäcker, 1698<ref name="SBBB2000_8b">Lieselott Enders, Evamaria Engel, Gerd Heinrich, Winfried Schich (Hrsg.): Städtebuch Brandenburg und Berlin. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2000, ISBN 3-17-015388-9, jeweils Kapitel 8 Die Wirtschaft. 8 b Organisationsformen der Wirtschaft, S. 1–634.</ref>

Viergewerk bezeichnete in Mittelalter und Frühneuzeit jedes der vier Handwerke, die Teile der Ratsherren stellten und so Einfluss auf die städtische Politik erlangten.<ref name="RuM_244–245">Joachim Stephan: Stadt und Bürger. In: Im Dialog mit Raubrittern und Schönen Madonnen. 1. Auflage, Lukas Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-86732-118-1, Patrizier und Handwerker, S. 244–245.</ref><ref>Eckhard Müller-Mertens: Schriften zur Stadtgeschichte (= Eckhard Müller-Mertens: Ausgewählte Schriften in fünf Bänden. Band 3). Leipziger Universitätsverlag, Leipzig 2018, ISBN 978-3-86583-822-3, Bürgerlich-städtische Autonomie in der Feudalgesellschaft. Begriff und geschichtliche Bedeutung, S. 53–78, Einschränkung der städtischen Autonomie während des Absolutismus: S. 68–69.</ref>

Der Artikel konzentriert sich auf die Mark Brandenburg. In benachbarten ReichsterritorienMark Lausitz, Erzstift Magdeburg, Mecklenburg und Herzogtum Pommern – kamen ebenfalls Viergewerke vor.<ref name="SBBB2000_Beeskow8b">Evamaria Engel, Klaus Koldrack: Beeskow. Landkreis Oder-Spree (28 km sw Frankfurt/Oder). In: Städtebuch Brandenburg und Berlin. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2000, ISBN 3-17-015388-9, 8 Die Wirtschaft. 8 b Organisationsformen der Wirtschaft, S. 33.</ref><ref name="SBBB2000_Lübben8b">Tilo Köhn: Golßen. Landkreis Dahme-Spreewald (36 km nw Cottbus; sorb. Lubin). In: Städtebuch Brandenburg und Berlin. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2000, ISBN 3-17-015388-9, 8 Die Wirtschaft. 8 b Organisationsformen der Wirtschaft, S. 315.</ref><ref name="SBBB2000_Jüterbog8b">Rolf Barthel: Jüterbog. Landkreis Teltow-Fläming (62 km ssw Berlin). In: Städtebuch Brandenburg und Berlin. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2000, ISBN 3-17-015388-9, 8 Die Wirtschaft. 8 b Organisationsformen der Wirtschaft, S. 253.</ref><ref>Johann Stephan Pütter: Auserlesene Rechts-Fälle aus allen Theilen der in Teutschland üblichen Rechtsgelehrsamkeit. 2. Band nebst Register über dessen 4 Theile. In: Göttingische Juristen-Fakultät (Hrsg.): Reductionen, rechtlichen Bedenken, Relationen und Urtheilen. Verlag der Witwe Vandenhoeck, Göttingen 1774, {{#if: {{#if: | {{#invoke:TemplUtl|faculty|{{{suffix}}}}} }}

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Geschichte in der Mark Brandenburg

Die Handwerker der Mark Brandenburg des Spätmittelalters produzierten hauptsächlich für den örtlichen Markt. Dies ließ sich beispielsweise aus dem Stadtbuch von Salzwedel vom Anfang des 14. Jahrhunderts herauslesen. Es nannte 30 verschiedene Gewerke. Die unter ihnen, welche die Grundbedürfnisse befriedigten, erhielten in der Regel zuerst das Recht zur Gründung einer Zunft.<ref name="RuM_244–245" /> Hierzulande erschien das Wort erstmals 1344. In jenem Jahr hieß es in Müncheberg: vir werken, guldemeister und gewerken.<ref name="SBBB2000_Müncheberg8b">Evamaria Engel, Katrin Sauerwein: Müncheberg. Landkreis Märkisch-Oderland (50 km ö Berlin). In: Städtebuch Brandenburg und Berlin. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2000, ISBN 3-17-015388-9, 8 Die Wirtschaft. 8 b Organisationsformen der Wirtschaft, S. 202.</ref> 1379 verglich sich Matthias Fiol mit Prenzlau wegen des Zolls. Die Urkunde bezeugten u. a. der alte und neue Stadtrat sowie die Zunftmeister der vier Wercken.<ref name="EndersUcker_138–139">Lieselott Enders: Die Uckermark. 2. Auflage, Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2008, ISBN 978-3-8305-1490-9, 2. Kapitel. Die Krise im Spätmittelalter (Vom Anfang des 14. bis zum Ende des 15. Jahrhunderts). IV. Städtewesen und Bürgertum im Spätmittelalter. Die Viergewerke, S. 138–139.</ref> In den meisten märkischen Städten bildeten sie sich aus Bäckern, Fleischern, Schneidern und Schuhmachern, wobei dies variierte.<ref name="RuM_244–245" />

Der Stadtrat entwickelte sich zum einflussreichsten kommunalen Organ.<ref>Charles Higounet: Die deutsche Ostsiedlung im Mittelalter. Wolf Jobst Siedler Verlag, Berlin 1986, ISBN 3-88680-141-1, 6. Die Stadtbevölkerung. Administrative und gesellschaftliche Strukturen. Der Rat, S. 299–300 (französisch: Les Allemands en Europe centrale et orientale au Moyen âge. Paris 1989, übersetzt von Manfred Vasold).</ref><ref>Winfried Schich: Das mittelalterliche Berlin (1237–1411). In: Geschichte Berlins. 1. Band. 3. Auflage, Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2002, ISBN 3-8305-0166-8, Berlin auf dem Weg zur Autonomie: Die politische und rechtliche Stellung der Stadt im 14. Jahrhundert. Die städtische Verwaltungsorganisation, S. 199–201.</ref> Zu Anfang des 14. Jahrhunderts gelang es den Gewandschneidern zunehmend Nichtangehörige ihrer Gilden aus dem Gremium herauszudrängen.<ref name="RuM_244–245" /> Dabei stellten die Handwerker das Gros der Bürger.<ref>Helmut Assing: Die Landesherrschaft der Askanier, Wittelsbacher und Luxemburger (Mitte des 12. bis Anfang des 15. Jahrhunderts). In: Ingo Materna, Wolfgang Ribbe (Hrsg.): Brandenburgische Geschichte. Akademie Verlag, Berlin 1995, ISBN 3-05-002508-5, Die Entstehung eines brandenburgischen Städtenetzes und städtischer Rechtsnormen. Die Rolle der märkischen Städte in Wirtschaft und Politik im 12./13. Jahrhundert, S. 109–116.</ref> Der Ausschluss von der politischen Macht und weitere Gründe führten in der Mitte des Jahrhunderts in manchen Städten zu Aufruhr. Den Handwerkern missfiel die Vorherrschaft der Gewandschneider. Sie strebten nach Mitsprache in der kommunalen Selbstverwaltung, besonders bei der Besteuerung.<ref name="SBBB2000_XXVII–XXXVI">Gerd Heinrich, Winfried Schich: Land und Städte in Brandenburg und Berlin. In: Städtebuch Brandenburg und Berlin. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2000, ISBN 3-17-015388-9, I. Land und Städte im Mittelalter. 2. Entwicklung des Städtewesens, S. XXVII–XXXVI, hier S. XXXV.</ref>

Unabhängig davon, welche vier Gewerke als die vornehmsten galten, konnten sie durch die vereinte Kraft Ratsherren in die Stadträte entsenden oder erreichten eine Beteiligung an Beratungen und Entscheidungen.<ref name="RuM_244–245" /><ref name="SBBB2000_XXVII–XXXVI" /> Ersteres galt seit 1367 in Strausberg.<ref>Rolf Barthel: Strausberg. Landkreis Märkisch Oderland (33 km onö Berlin). In: Städtebuch Brandenburg und Berlin. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2000, ISBN 3-17-015388-9, 9 Recht, Verwaltung und Verfassung der Stadt. 9 b Politische und Verwaltungsstrukturen, S. 497.</ref> Ab 1382 trafen in Neuruppin die vier entsprechenden Zunftmeister alle Entscheidungen mit, vermutlich mittels einer Erweiterung des Stadtrats.<ref>Rolf Barthel: Neuruppin. Landkreis Ostprignitz-Prignitz (60 km nw Berlin). In: Städtebuch Brandenburg und Berlin. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2000, ISBN 3-17-015388-9, 9 Recht, Verwaltung und Verfassung der Stadt. 9 b Politische und Verwaltungsstrukturen, S. 366–367.</ref> In den beiden Brandenburgs an der Havel zogen die Viergewerke Ende des 14. Jahrhunderts in das oberste Organ ein. Das Gleiche gelang 1396 in Frankfurt an der Oder, wenig später ebenso in Berlin und Prenzlau.<ref name="RuM_244–245" /> Sie formten eine eigene Schicht, die zwischen Gewandschneidern und übrigen Bürgern stand,<ref name="SBBB2000_XXVII–XXXVI" /> etablierten sich als Ansprechpartner der Stadtherren.<ref name="EndersPrignitz_224–228">Lieselott Enders: Die Prignitz. 1. Auflage, Verlag für Berlin-Brandenburg, Potsdam 2000, ISBN 3-935035-00-4, 2. Kapitel. Die Prignitz im Spätmittelalter (Vom Anfang des 14. bis zum Ausgang des 15. Jahrhunderts). C. Die städtische Gesellschaft. 2. Stadt und Bürgertum zwischen Autonomie und Stadtherrschaft. a) Stadtverfassung im Wandel. Gewerke, S. 224–228.</ref> In der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts erreichten die innerstädtischen Konflikte einen weiteren Höhepunkt. Die Kurfürsten von Brandenburg aus dem Haus Hohenzollern nutzten die widerstreitenden Interessen der Bevölkerungsgruppen um die Landesherrschaft wieder auszubauen.<ref name="SBBB2000_XXVII–XXXVI" /> Das Eingreifen stärkte in Frankfurt an der Oder 1420/1423 Viergewerke und gemeine Bürgerschaft,<ref name="SBBB2000_Frankfurt9b">Evamaria Engel, Katrin Sauerwein: Frankfurt (Oder). Kreisfreie Stadt (79 km osö Berlin). In: Städtebuch Brandenburg und Berlin. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2000, ISBN 3-17-015388-9, 9 Recht, Verwaltung und Verfassung der Stadt. 9 b Politische und Verwaltungsstrukturen, S. 173–174.</ref> dergleichen in Prenzlau 1426.<ref name="EndersUcker_138–139" />

Die soziale Stellung zeigte sich auch im religiösen Umfeld, so beim Fronleichnamszug in Altstadt Brandenburg. Die Prozessionsordnung vom Anfang des 15. Jahrhunderts setzte die Gewandschneider an die Spitze, dann folgten die Viergewerke (siehe Viergewerke einzelner Städte), darauf kamen die Schneider, Kürschner und Schuhflicker, zuletzt die Leineweber.<ref name="RuM_244–245" /> Christliche, spätmittelalterliche Stiftungen erfolgten mit Zustimmung der Viergewerke, z. B. in Kyritz.<ref name="EndersPrignitz_224–228" /> Nach Einführung der Reformation flossen die Einkünfte der reformierten städtischen Kirchen, Kapellen und geistlichen Lehen dem Gemeinen Kasten zu. Ihm standen in Strasburg je ein Vertreter des Stadtrats, der Gewerke oder Ackerleute und der Gemeinde vor.<ref>Lieselott Enders: Die Uckermark. 2. Auflage, Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2008, ISBN 978-3-8305-1490-9, 3. Kapitel. Das Jahrhundert des Friedens in der Mark, der Agrarkonjunktur und der sozialen Konflikte in Stadt und Land (Vom Ende des 15. bis zum Beginn des 17. Jahrhunderts). I. Ausbau und Festigung der Landesherrschaft in der Mark. 2. Die Einführung der Reformation, S. 162–164, hier S. 164.</ref> 1558 stellten die Viergewerke in Havelberg zwei der fünf Kirchenvorsteher.<ref>Lieselott Enders: Die Prignitz. 1. Auflage, Verlag für Berlin-Brandenburg, Potsdam 2000, ISBN 3-935035-00-4, 3. Kapitel. Aufbruch und Widerspruch – die frühe Neuzeit (I) (Vom Ende des 15. bis zum Beginn des 17. Jahrhunderts). C. Die städtischen Verhältnisse. III. Verfassung, Recht und Bürgerfreiheit. 1. Die landesherrlichen Städte. c) Die kommunalen Kräfte, Gewerke und Bürgerschaft. Havelberg, S. 534.</ref>

Datei:Rathaus 4.JPG
Die Einbindung der Per­le­ber­ger Fünf­ge­wer­ke stärk­te die Au­to­no­mie der Stadt, Gro­ßer Sit­zungs­saal im Rat­haus Per­le­berg<ref name="EndersPrignitz_224–228" />

Die Entwicklung verlief von Ortschaft zu Ortschaft nicht gleichförmig. Beispielsweise gebrauchte die Altmark den Begriff Viergewerke weniger als die Städte jenseits der Elbe.<ref name="EndersAlt_809–812">Lieselott Enders: Die Altmark. Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2008, ISBN 978-3-8305-1504-3, C. Die städtische Gesellschaft. I. Die Städte an der Wende vom Mittelalter zur Frühneuzeit. 1. Die landesherrlichen Städte. c) Verfassung, Recht und Bürgerfreiheit. Gewerke, S. 809–812, hier S. 812.</ref>

  • In Eberswalde waren die Tuchmacher zugleich Gewandschneider und Teil der Viergewerke. Zusammen mit den anderen Drei bestimmten sie durchgängig die städtische Politik.<ref name="SBBB2000_Eberswalde8b">Rolf Barthel: Eberswalde. Landkreis Barnim (43 km nö Berlin). In: Städtebuch Brandenburg und Berlin. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2000, ISBN 3-17-015388-9, 8 Die Wirtschaft. 8 b Organisationsformen der Wirtschaft, S. 118.</ref><ref>Ilona Rohowski: Landkreis Barnim. Stadt Eberswalde (= Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege im Auftrag Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg [Hrsg.]: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Denkmale in Brandenburg. Band 5.1). 1. Auflage, Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms 1997, ISBN 3-88462-136-X, Einleitung. Die Gründung der Stadt und ihre Entwicklung bis zum Dreißigjährigen Krieg, S. 12–15, hier S. 12.</ref>
  • Zu Fürstenberg an der Havel vertraten die Altermänner der Zünfte und die vier Viertelsmeister die Bürgerschaft.<ref>Harald Engler: Fürstenberg/Havel. Landkreis Oberhavel (36 km nö Neuruppin). In: Städtebuch Brandenburg und Berlin. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2000, ISBN 3-17-015388-9, 9 Recht, Verwaltung und Verfassung der Stadt. 9 a–b Recht, Verwaltung und Verfassung der Stadt–Politische und Verwaltungsstrukturen, S. 196.</ref>
  • In Köpenick benötigten die Viergewerke bis ins 17. Jahrhundert keinen Zusammenschluss.<ref>Harald Engler: Berlin-Köpenick (14 km sö von Alt-Berlin). In: Städtebuch Brandenburg und Berlin. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2000, ISBN 3-17-015388-9, 8 Die Wirtschaft. 8 b Organisationsformen der Wirtschaft, S. 614.</ref>
  • Die Kyritzer acht Hauptgewerke erstritten bereits 1346 eine Mitwirkung bei Schossumlage, Ratswahl und Rechnungslegung.<ref name="SBBB2000_Kyritz9b">Lieselott Enders: Kyritz. Landkreis Ostprignitz-Ruppin (27 km w Neuruppin). In: Städtebuch Brandenburg und Berlin. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2000, ISBN 3-17-015388-9, 9 Recht, Verwaltung und Verfassung der Stadt. 9 b Politische und Verwaltungsstrukturen, S. 270–271.</ref>
  • Lebus besaß lange keine Zünfte. Die Handwerker organisierten sich in denen von Frankfurt an der Oder. Erst Anfang des 18. Jahrhunderts erhielten Böttcher, Hufschmiede, Stellmacher, Tischler und Zimmerer zusammen als Fünfgewerke ein Privileg.<ref>Klaus Vetter: Lebus. Landkreis Märkisch-Oderland (10 km n Frankfurt/Oder). In: Städtebuch Brandenburg und Berlin. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2000, ISBN 3-17-015388-9, 8 Die Wirtschaft. 8 b Organisationsformen der Wirtschaft, S. 265.</ref>
  • Für Meyenburg und Schwedt wurden keine Viergewerke oder ein gesonderter Einfluss der Handwerker überliefert.<ref name="EndersPrignitz_224–228" /><ref>Lieselott Enders: Schwedt/Oder. Landkreis Uckermark (40 km sö Prenzlau). In: Städtebuch Brandenburg und Berlin. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2000, ISBN 3-17-015388-9, 8 Die Wirtschaft. 8 b Organisationsformen der Wirtschaft, S. 468; 9 Recht, Verwaltung und Verfassung der Stadt. 9 b Politische und Verwaltungsstrukturen, S. 468.</ref>
  • Die Perleberger Fünfgewerke errangen 1347 eine Art Stadtstatut, welches diverse Regelungen unter ihrer Mitsprache traf.<ref name="EndersPrignitz_224–228" />

Viergewerke einzelner Städte

Die häufigsten vertretenen Berufe waren Bäcker, Fleischer, Schneider, Schuhmacher und Tuchmacher. Andere Berufe wie Schmiede oder Gewandschneider (Tuchhändler) kamen selten vor.<ref name="RuM_244–245" /><ref name="SBBB2000_8b" />

Viergewerke einzelner Städte
Stadt Landschaft Zusammensetzung Bemerkung Ref.
Osterburg Altmark Viergewerke 1449 erwähnt <ref name="EndersAlt_809–812" />
Alt- und Neustadt Salzwedel Altmark Viergewerke 1428 erwähnt <ref name="EndersAlt_809–812" />
Stendal Altmark Fleischer, Gewandschneider, Krämer Dreigewerke <ref>Lieselott Enders: Die Altmark. Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2008, ISBN 978-3-8305-1504-3, C. Die städtische Gesellschaft. I. Die Städte an der Wende vom Mittelalter zur Frühneuzeit. 1. Die landesherrlichen Städte. c) Verfassung, Recht und Bürgerfreiheit. Gewerke. Fußnote 113, S. 812.</ref>
Berlin Barnim Bäcker, Fleischer, Schuhmacher, Tuchmacher <ref>Winfried Schich: Das mittelalterliche Berlin (1237–1411). In: Geschichte Berlins. 1. Band. 3. Auflage, Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2002, ISBN 3-8305-0166-8, Wirtschaft und Gesellschaft Berlins im 14. Jahrhundert. Die Handwerker, S. 221–228, hier S. 221–222.</ref>
Eberswalde Barnim Bäcker, Fleischer, Schuhmacher, Tuchmacher hier Gewandschneider identisch mit Tuchmachern <ref>Frauke Gränitz, Luise Grundmann im Auftrag Leibniz-Institut für Länderkunde Leipzig und Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig (Hrsg.): Um Eberswalde, Chorin und den Werbellinsee. Eine landeskundliche Bestandsaufnahme im Raum Eberswalde, Hohenfinow und Joachimsthal (= Landschaften in Deutschland. Werte der deutschen Heimat. Band 64). Böhlau Verlag, Köln / Weimar / Wien 2002, ISBN 3-412-02401-5, C 11 Eberswalde, Landkreis Barnim. C 11.2 Alte Gewerbe, S. 213.</ref><ref name="SBBB2000_Eberswalde8b" />
Freienwalde an der Oder Barnim Bäcker, Schmiede, Schuhmacher, Tuchmacher wercke und gülde 1414, Zusammensetzung 1634/1664 erwähnt <ref>Rolf Barthel: Bad Freienwalde. Landkreis Märkisch-Oderland (50 km nö Berlin). In: Städtebuch Brandenburg und Berlin. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2000, ISBN 3-17-015388-9, 8 Die Wirtschaft. 8 b Organisationsformen der Wirtschaft, S. 11.</ref>
Strausberg Barnim Bäcker, Fleischer, Schuhmacher, Tuchmacher? Viergewerke häufiger seit Mitte des 14. Jahrhunderts erwähnt <ref>Rolf Barthel: Strausberg. Landkreis Märkisch Oderland (33 km onö Berlin). In: Städtebuch Brandenburg und Berlin. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2000, ISBN 3-17-015388-9, 8 Die Wirtschaft. 8 b Organisationsformen der Wirtschaft, S. 496–497.</ref>
Liebenwalde Barnim Viergewerke 1620 erwähnt <ref>Rolf Barthel: Liebenwalde. Landkreis Oberhavel (39 km n Berlin). In: Städtebuch Brandenburg und Berlin. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2000, ISBN 3-17-015388-9, 8 Die Wirtschaft. 8 b Organisationsformen der Wirtschaft, S. 287.</ref>
Jüterbog Fläming Bäcker, Fleischer, Gewandschneider(?), Schuhmacher Viergewerke seit 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts erwähnt <ref name="SBBB2000_Jüterbog8b" />
Alt- und Neustadt Brandenburg Havelland Bäcker, Fleischer, Schuhmacher, Tuchmacher in 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts Schneider, nicht Tuchmacher zu wichtigsten Zünften gerechnet <ref name="RuM_244–245" /><ref>Winfried Schich: Brandenburg an der Havel. Kreisfreie Stadt (59 km w von Berlin). In: Städtebuch Brandenburg und Berlin. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2000, ISBN 3-17-015388-9, 8 Die Wirtschaft. 8 b Organisationsformen der Wirtschaft, S. 58–59.</ref>
Kremmen Havelland Rat, Gemeinde (und Gewerke) in Verträgen seit 1324 erwähnt <ref>Winfried Schich: Kremmen. Landkreis Oberhavel (37 km nw Berlin). In: Städtebuch Brandenburg und Berlin. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2000, ISBN 3-17-015388-9, 9 Recht, Verwaltung und Verfassung der Stadt. 9 b Politische und Verwaltungsstrukturen, S. 265.</ref>
Nauen Havelland Viergewerke 1436 erwähnt <ref>Winfried Schich: Nauen. Landkreis Havelland (37 km wnw Berlin). In: Städtebuch Brandenburg und Berlin. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2000, ISBN 3-17-015388-9, 9 Recht, Verwaltung und Verfassung der Stadt. 9 b Politische und Verwaltungsstrukturen, S. 359–360.</ref>
Potsdam Havelland (?), Kürschner, Schneider, Schuhmacher Viergewerke 1599–1699 einige Male erwähnt <ref>Helmut Assing: Potsdam. Stadtkreis (27 km sw von Berlin). In: Städtebuch Brandenburg und Berlin. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2000, ISBN 3-17-015388-9, 8 Die Wirtschaft. 8 b Organisationsformen der Wirtschaft, S. 407.</ref>
Rathenow Havelland im 16. Jahrhundert Zunftgründungen der Böttcher, Schneider, Huf- und Waffenschmiede, Tischler, Kürschner (Welche davon Viergewerke?) Auflehnung von Viergewerke und Gemeinde gegen Ratsverwandte 1596, freie Wahl von Stadtrat und Schöffen 1602 erwähnt <ref>Matthias Hardt: Rathenow. Landkreis Havelland (73 km wnw Berlin). In: Städtebuch Brandenburg und Berlin. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2000, ISBN 3-17-015388-9, 9 Recht, Verwaltung und Verfassung der Stadt. 9 b Politische und Verwaltungsstrukturen, S. 442.</ref><ref>Sebastian Kinder, Haik Thomas Porada im Auftrag Leibniz-Institut für Länderkunde Leipzig und Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig (Hrsg.): Das Havelland um Rathenow und Premnitz (= Landschaften in Deutschland. Werte der deutschen Heimat. Band 74). Böhlau Verlag, Köln / Weimar / Wien 2017, ISBN 978-3-412-22297-0, A 18 Rathenow, Landkreis Havelland. Die mittelalterliche und frühneuzeitliche Stadt, S. 175–183, Zünfte: S. 177.</ref>
Spandau Havelland Bäcker, Fleischer, Schuhmacher, Tuchmacher bildeten ab 1488 die Viergewerke <ref>Felix Escher: Berlin-Spandau (14 km w von Alt-Berlin). In: Städtebuch Brandenburg und Berlin. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2000, ISBN 3-17-015388-9, 8 Die Wirtschaft. 8 b Organisationsformen der Wirtschaft, S. 629.</ref>
Frankfurt an der Oder Land Lebus vermutlich wie in Berlin Viergewerke indirekt kurz nach 1253, ansonsten 1335 belegt; in letzterem Jahr stimmten sie und die gemeinen Bürger zum ersten Mal einem Ratsbeschluss zu <ref>Evamaria Engel, Katrin Sauerwein: Frankfurt (Oder). Kreisfreie Stadt (79 km osö Berlin). In: Städtebuch Brandenburg und Berlin. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2000, ISBN 3-17-015388-9, 8 Die Wirtschaft. 8 b Organisationsformen der Wirtschaft, S. 171–172.</ref><ref name="SBBB2000_Frankfurt9b" />
Fürstenwalde Land Lebus Viergewerke erstmals 1427 erwähnt <ref>Evamaria Engel, Katrin Sauerwein: Fürstenwalde/Spree. Landkreis Oder-Spree (33 km w Frankfurt/Oder). In: Städtebuch Brandenburg und Berlin. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2000, ISBN 3-17-015388-9, 8 Die Wirtschaft. 8 b Organisationsformen der Wirtschaft, S. 202.</ref>
Müncheberg Land Lebus Viergewerke 1344 erwähnt <ref name="SBBB2000_Müncheberg8b" />
Stralsund Mecklenburgisch-Vorpommersche Küste Bäcker, Schmiede, Schneider, Schuhmacher <ref name="Kuna2014_34" />
Beeskow Niederlausitz Bäcker, Schneider, Schuhmacher, Tuchmacher Werke seit 1369 erwähnt <ref name="SBBB2000_Beeskow8b" />
Calau Niederlausitz Bäcker, Fleischer, Schuhmacher, Tuchmacher Viergewerke 1397 erwähnt <ref>Wolfgang Blaschke: Calau. Landkreis Oberspreewald-Lausitz (27 km w Cottbus; sorb Kalawa). In: Städtebuch Brandenburg und Berlin. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2000, ISBN 3-17-015388-9, 8 Die Wirtschaft. 8 b Organisationsformen der Wirtschaft, S. 81.</ref>
Fürstenberg an der Oder Niederlausitz Bäcker, Böttcher, Schneider, Schuhmacher gewerke 1411, Zusammensetzung 1689 erwähnt <ref>Klaus-Dieter Gansleweit: Eisenhüttenstadt. Landkreis Oder-Spree (22 km ssö Frankfurt [Oder]). In: Städtebuch Brandenburg und Berlin. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2000, ISBN 3-17-015388-9, 8 Die Wirtschaft. 8 b Organisationsformen der Wirtschaft, S. 129.</ref>
Golßen Niederlausitz Bäcker, Fleischer, Schneider, Schuhmacher Viergewerke 1548 erwähnt <ref>Gertraud Eva Schrage: Golßen. Landkreis Dahme-Spreewald (55 km nw Cottbus). In: Städtebuch Brandenburg und Berlin. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2000, ISBN 3-17-015388-9, 8 Die Wirtschaft. 8 b Organisationsformen der Wirtschaft, S. 210–211.</ref>
Herzberg an der Schwarzen Elster Niederlausitz Bäcker, Fleischer, Gewandschneider, Schuhmacher Viergewerke 1398 erwähnt <ref>Lieselott Enders: Herzberg/Elster. Landkreis Elbe-Elster (75 km wsw Cottbus). In: Städtebuch Brandenburg und Berlin. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2000, ISBN 3-17-015388-9, 8 Die Wirtschaft. 8 b Organisationsformen der Wirtschaft, S. 245–246.</ref>
Lübben Niederlausitz Bäcker, Fleischer, Schuhmacher, Tuchmacher Viergewerke 1424/1435 erwähnt <ref name="SBBB2000_Lübben8b" />
Luckau Niederlausitz Bäcker, Fleischer, Schuhmacher, Tuchmacher? Viergewerke im Mittelalter erwähnt <ref>Gertraud Eva Schrage: Eisenhüttenstadt. Landkreis Oder-Spree (44 km wnw Cottbus). In: Städtebuch Brandenburg und Berlin. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2000, ISBN 3-17-015388-9, 8 Die Wirtschaft. 8 b Organisationsformen der Wirtschaft, S. 299–300.</ref>
Vetschau Niederlausitz Bäcker, Fleischer, Schneider, Schuhmacher Viergewerke seit 17. Jahrhundert erwähnt <ref>Gertraud Eva Schrage: Vetschau/Spreewald. Landkreis Oberspreewald-Lausitz (18 km w Cottbus; sorb. Wětošow). In: Städtebuch Brandenburg und Berlin. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2000, ISBN 3-17-015388-9, 8 Die Wirtschaft. 8 b Organisationsformen der Wirtschaft, S. 529.</ref>
Havelberg Prignitz Bäcker, Fleischer, Schuhmacher, Tuchmacher Viergewerke 1429 erwähnt, zuvor 1346 Achtgewerke <ref>Lieselott Enders: Havelberg. Landkreis Stendal/Land Sachsen-Anhalt (95 km wnw Berlin). In: Städtebuch Brandenburg und Berlin. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2000, ISBN 3-17-015388-9, 8 Die Wirtschaft. 8 b Organisationsformen der Wirtschaft, S. 237–238.</ref>
Kyritz Prignitz Bäcker, Schneider, Schuhmacher, Tuchmacher Viergewerke 1406, Zusammensetzung 1698 erwähnt <ref>Lieselott Enders: Kyritz. Landkreis Ostprignitz-Ruppin (27 km w Neuruppin). In: Städtebuch Brandenburg und Berlin. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2000, ISBN 3-17-015388-9, 8 Die Wirtschaft. 8 b Organisationsformen der Wirtschaft, S. 270.</ref><ref name="SBBB2000_Kyritz9b" />
Lenzen an der Elbe Prignitz Fleischer, Schmiede, Schneider, Schuhmacher Viergewerke 1544, Zusammensetzung 1600 erwähnt <ref>Matthias Hardt: Lenzen. Landkreis Prignitz (25 km w Perleberg). In: Städtebuch Brandenburg und Berlin. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2000, ISBN 3-17-015388-9, 8 Die Wirtschaft. 8 b Organisationsformen der Wirtschaft, S. 283.</ref>
Perleberg Prignitz Bäcker, Fleischer, Schneider, Schuhmacher, Tuchmacher Fünfgewerke 1347, 1509, 1532, dann Viergewerke 1664 erwähnt <ref>Lieselott Enders: Pritzwalk. Landkreis Prignitz (122 km nw Berlin). In: Städtebuch Brandenburg und Berlin. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2000, ISBN 3-17-015388-9, 8 Die Wirtschaft. 8 b Organisationsformen der Wirtschaft, S. 396.</ref><ref name="EndersPrignitz_486">Lieselott Enders: Die Prignitz. 1. Auflage, Verlag für Berlin-Brandenburg, Potsdam 2000, ISBN 3-935035-00-4, 3. Kapitel. Aufbruch und Widerspruch – die frühe Neuzeit (I) (Vom Ende des 15. bis zum Beginn des 17. Jahrhunderts). C. Die städtischen Verhältnisse. 2. Handwerk und Gewerbe. a) Gilden, Zünfte, Innungen. Viergewerke, S. 486.</ref>
Pritzwalk Prignitz Bäcker, Schmiede, Schuhmacher, Tuchmacher Viergewerke 1525 erwähnt <ref>Lieselott Enders: Pritzwalk. Landkreis Prignitz (22 km onö Perleberg). In: Städtebuch Brandenburg und Berlin. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2000, ISBN 3-17-015388-9, 8 Die Wirtschaft. 8 b Organisationsformen der Wirtschaft, S. 431–432.</ref><ref name="EndersPrignitz_486" />
Putlitz Prignitz Viergewerke 1492, 1518, 1637(?) erwähnt <ref>Matthias Hardt: Putlitz. Landkreis Prignitz (22 km nnö Perleberg). In: Städtebuch Brandenburg und Berlin. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2000, ISBN 3-17-015388-9, 8 Die Wirtschaft. 8 b Organisationsformen der Wirtschaft, S. 436.</ref>
Wilsnack Prignitz Viergewerke 1585 erwähnt <ref>Lieselott Enders: Bad Wilsnack. Landkreis Prignitz (14 km ssö Perleberg). In: Städtebuch Brandenburg und Berlin. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2000, ISBN 3-17-015388-9, 8 Die Wirtschaft. 8 b Organisationsformen der Wirtschaft, S. 20.</ref>
Wittenberge Prignitz Werke 1531 erwähnt, Mitwirkung erst seit 16. Jahrhundert <ref>Lieselott Enders: Wittstock. Landkreis Prignitz (11 km sw Perleberg). In: Städtebuch Brandenburg und Berlin. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2000, ISBN 3-17-015388-9, 8 Die Wirtschaft. 8 b Organisationsformen der Wirtschaft, S. 548.</ref><ref name="EndersPrignitz_224–228" />
Wittstock an der Dosse Prignitz Bäcker, Schneider, Schuhmacher, Tuchmacher Viergewerke 1553 erwähnt <ref>Lieselott Enders: Wittstock. Landkreis Ostprignitz-Prignitz (34 km nw Neuruppin). In: Städtebuch Brandenburg und Berlin. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2000, ISBN 3-17-015388-9, 8 Die Wirtschaft. 8 b Organisationsformen der Wirtschaft, S. 553.</ref><ref name="EndersPrignitz_486" />
Neuruppin Land Ruppin Bäcker, Fleischer, Schuhmacher mit Gerbern, Tuchmacher Viergewerke 1315 erwähnt <ref>Rolf Barthel: Neuruppin. Landkreis Ostprignitz-Prignitz (60 km nw Berlin). In: Städtebuch Brandenburg und Berlin. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2000, ISBN 3-17-015388-9, 8 Die Wirtschaft. 8 b Organisationsformen der Wirtschaft, S. 366.</ref>
Zehdenick Land Ruppin<ref group="Anm." name="Zehdenick" /> Bäcker, Schneider, Schuhmacher, Tuchmacher Viergewerke 1621, Zusammensetzung 1629 erwähnt, Gewandschneider und Tuchmacher seit 1571 in einer Gilde vereint <ref>Lieselott Enders: Zehdenick. Landkreis Oberhavel (36 km onö Neuruppin). In: Städtebuch Brandenburg und Berlin. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2000, ISBN 3-17-015388-9, 8 Die Wirtschaft. 8 b Organisationsformen der Wirtschaft, S. 564.</ref>
Mittenwalde im Teltow Teltow vier Gewercken 1546 erwähnt <ref>Evamaria Engel: Lychen. Landkreis Uckermark (38 km wsw Prenzlau). In: Städtebuch Brandenburg und Berlin. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2000, ISBN 3-17-015388-9, 9 Recht, Verwaltung und Verfassung der Stadt. 9 b Politische und Verwaltungsstrukturen, S. 325.</ref>
Angermünde Uckermark Viergewerke 1545 erwähnt <ref>Lieselott Enders: Angermünde. Landkreis Uckermark (36 km ssö Prenzlau). In: Städtebuch Brandenburg und Berlin. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2000, ISBN 3-17-015388-9, 8 Die Wirtschaft. 8 b Organisationsformen der Wirtschaft, S. 7.</ref>
Lychen Uckermark Bäcker, Schneider, Schuhmacher, Tuchmacher Gewerke (wohl Viergewerke) 1483 erwähnt <ref>Evamaria Engel: Lychen. Landkreis Uckermark (38 km wsw Prenzlau). In: Städtebuch Brandenburg und Berlin. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2000, ISBN 3-17-015388-9, 9 Recht, Verwaltung und Verfassung der Stadt. 9 b Politische und Verwaltungsstrukturen, S. 325.</ref>
Prenzlau Uckermark Viergewerke 1340 erwähnt <ref>Winfried Schich: Prenzlau. Landkreis Uckermark (92 km nnö Berlin). In: Städtebuch Brandenburg und Berlin. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2000, ISBN 3-17-015388-9, 8 Die Wirtschaft. 8 b Organisationsformen der Wirtschaft, S. 421–422.</ref>
Strasburg Uckermark Bäcker, Kürschner, Schneider, Tuchmacher Zusammensetzung erstmals 1622 erwähnt <ref>Lieselott Enders: Die Uckermark. 2. Auflage, Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2008, ISBN 978-3-8305-1490-9, 3. Kapitel. Das Jahrhundert des Friedens in der Mark, der Agrarkonjunktur und der sozialen Konflikte in Stadt und Land (Vom Ende des 15. bis zum Beginn des 17. Jahrhunderts). III. Die Städte und ihre Bürger und Einwohner. 1. Die städtische Wirtschaft. Feuerstellen, S. 228.</ref>
Templin Uckermark Bäcker, Fleischer, Schuhmacher, Tuchmacher Viergewerke 1641, Zusammensetzung 1652 erwähnt <ref>Evamaria Engel: Templin. Landkreis Uckermark (35 km sw Prenzlau). In: Städtebuch Brandenburg und Berlin. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2000, ISBN 3-17-015388-9, 9 Recht, Verwaltung und Verfassung der Stadt. 9 b Politische und Verwaltungsstrukturen, S. 507.</ref><ref>Evamaria Engel: Templin. Landkreis Uckermark (35 km sw Prenzlau). In: Städtebuch Brandenburg und Berlin. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2000, ISBN 3-17-015388-9, 8 Die Wirtschaft. 8 b Organisationsformen der Wirtschaft, S. 506.</ref>
Treuenbrietzen Zauche Bäcker, Fleischer, Schneider, Schuhmacher vier Zunftmeister wirkten ab 1424 mit <ref>Felix Escher: Treuenbrietzen. Landkreis Potsdam-Mittelmark (59 km sw Berlin). In: Städtebuch Brandenburg und Berlin. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2000, ISBN 3-17-015388-9, 8 Die Wirtschaft. 8 b Organisationsformen der Wirtschaft, S. 519.</ref><ref>Felix Escher: Treuenbrietzen. Landkreis Potsdam-Mittelmark (59 km sw Berlin). In: Städtebuch Brandenburg und Berlin. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2000, ISBN 3-17-015388-9, 9 Recht, Verwaltung und Verfassung der Stadt. 9 b Politische und Verwaltungsstrukturen, S. 519–520.</ref>

Literatur

  • Clemens Bergstedt, Heinz-Dieter Heimann, Knut Kiesant, Peter Knüvener, Mario Müller, Kurt Winkler (Hrsg.): Im Dialog mit Raubrittern und Schönen Madonnen. Die Mark Brandenburg im späten Mittelalter. Begleitband zum Ausstellungsverbund Raubritter und Schöne Madonnen (= Heinz-Dieter Heimann, Klaus Neitmann im Auftrag Brandenburgische Historische Kommission und Brandenburgisches Landeshauptarchiv [Hrsg.]: Studien zur brandenburgischen und vergleichenden Landesgeschichte. Band 6). 1. Auflage, Lukas Verlag für Kunst- und Geistesgeschichte, Berlin 2011, ISBN 978-3-86732-118-1.
  • Lieselott Enders: Die Prignitz. Geschichte einer kurmärkischen Landschaft vom 12. bis zum 18. Jahrhundert. Im Gedenken an Johannes Schultze (= Klaus Neitmann [Hrsg.]: Veröffentlichungen des Brandenburgischen Landeshauptarchivs. Band 38). 1. Auflage, Verlag für Berlin-Brandenburg, Potsdam 2000, ISBN 3-935035-00-4.
  • Lieselott Enders, Evamaria Engel, Gerd Heinrich, Winfried Schich (Hrsg.): Städtebuch Brandenburg und Berlin (= Peter Johanek, Franz-Joseph Post, Klaus Meyer-Schwickerath im Institut für vergleichende Städtegeschichte an Universität Münster [Hrsg.]: Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte. Band 2). Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart / Berlin / Köln 2000, ISBN 3-17-015388-9.
  • Lieselott Enders: Die Altmark. Geschichte einer kurmärkischen Landschaft in der Frühneuzeit (Ende des 15. bis Anfang des 19. Jahrhunderts) (= Klaus Neitmann [Hrsg.]: Veröffentlichungen des Brandenburgischen Landeshauptarchivs. Band 56). Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2008, ISBN 978-3-8305-1504-3.
  • Lieselott Enders: Die Uckermark. Geschichte einer kurmärkischen Landschaft vom 12. bis zum 18. Jahrhundert (= Klaus Neitmann [Hrsg.]: Veröffentlichungen des Brandenburgischen Landeshauptarchivs. Band 28). 2., unveränderte Auflage, Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2008, ISBN 978-3-8305-1490-9.
  • Wolfgang Ribbe (Hrsg.): Geschichte Berlins. 1. Band. Von der Frühgeschichte bis zur Industrialisierung. In: Geschichte Berlins. Von der Frühgeschichte bis zur Gegenwart (= Wolfgang Ribbe [Hrsg.]: Berlin – Forschungen der Historischen Kommission zu Berlin. Band 2). 2 Bände, 3., erweiterte und aktualisierte Auflage, Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2002, ISBN 3-8305-0166-8.

Anmerkung

<references group="Anm."> <ref group="Anm." name="Zehdenick"> Zehdenick lag verwaltungsmäßig im Uckermärkischen Kreis und wurde landschaftlich daher zumeist der Uckermark zugeschlagen. </ref>

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Einzelnachweise

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