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Vertrag von Jaffa

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Karte der Gebiete, die die Kreuzfahrerstaaten (rosa) im Vertrag von Jaffa 1192 sicherten

Der Vertrag von Jaffa, seltener auch als Vertrag von Ramla<ref name=":0">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref><ref>God's Battalions: The Case for the Crusades S. 115</ref><ref name="Amitai">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}{{#if:

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  }}</ref> oder Vertrag von 1192<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> bezeichnet, war ein Waffenstillstand, der während der Kreuzzüge vereinbart wurde. Er wurde am 1.<ref name=":0" /> oder 2. September 1192 zwischen Saladin, Sultan von Ägypten, und Richard Löwenherz, König von England, kurz nach der Schlacht von Jaffa im Juli/August 1192, unterzeichnet. Der mit Hilfe von Balian von Ibelin ausgehandelte Vertrag garantierte einen dreijährigen Waffenstillstand zwischen den beiden Armeen. Dieser Vertrag beendete den Dritten Kreuzzug.

Hintergrund

Trotz Richard Löwenherz’ überwältigendem Sieg in der Schlacht von Jaffa 1192 blieb sein Heer isoliert (die Franzosen hielten sich in Akkon auf), und die Templer- und Johanniterorden waren im Vergleich zu Saladins stetig wachsendem Heer klein und in sehr schlechtem Zustand. Zudem erkrankte Richard Löwenherz und wurde aus Furcht vor den Intrigen seines Bruders Johann Ohneland zur Rückkehr nach England gedrängt.<ref>Michael Balard: Chapitre 6. Le film des croisades</ref><ref name=":1">Georges Minois: IX - L’épopée de la croisade : Richard Cœur de Lion et Saladin S. 251–287</ref>

Unterdessen wurde Saladins Armee immer stärker, befand sich in einer Position der Stärke und nahm daraufhin Verhandlungen auf, da er den Krieg beenden wollte, weil Saladin befürchtete, die Unterstützung seiner Emire zu verlieren, die des Krieges zunehmend müde waren.<ref name=":1" />

Nach der Belagerung von Akkon führten Richard und Saladin eine Reihe von Gesprächen über den Abschluss des Dritten Kreuzzugs. Diese Briefe enthielten in der Regel Argumente über religiösen Besitz und darüber, wer das Recht auf den Besitz Jerusalems hatte. Nach Verhandlungen kam es zum Unterzeichnung des Vertrags von Jaffa, der aufgrund Richards Notwendigkeit, in sein Land zurückzukehren, geschlossen wurde.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>

Vertragsinhalt

Der Vertrag befasste sich hauptsächlich mit zwei Themen: dem Status Jerusalems und den Pilgerrechten für Christen sowie dem Umfang der Souveränität des Königreichs Jerusalem im Heiligen Land. In Bezug auf das erste Thema garantierte der Vertrag Christen und Muslimen sicheren Durchgang durch Palästina und legte fest, dass Jerusalem unter islamischer Kontrolle bleiben, aber für christliche Pilgerreisen offen sein sollte. Im zweiten Punkt wurde festgelegt, dass die Christen die Küste von Tyrus bis Jaffa behalten würden. Das Königreich Jerusalem, das nach der Schlacht von Hattin im Jahr 1187 fast sein gesamtes Territorium verloren hatte, wurde im Wesentlichen als Küstenstreifen zwischen diesen beiden Städten wiederhergestellt. Die Befestigungsanlagen von Askalon sollten abgerissen und die Stadt an Saladin zurückgegeben werden. Der Waffenstillstand wurde für einen Zeitraum von drei Jahren und drei Monaten geschlossen und begann am 2. September.

Weder Saladin noch König Richard waren von dem Abkommen begeistert, hatten jedoch kaum eine andere Wahl. Der islamische Herrscher war durch die Strapazen und Kosten des Krieges geschwächt, und beide mussten sich mit Bedrohungen für ihr jeweiliges Königreich zu Hause auseinandersetzen. Richard verließ Akkon am 9. Oktober 1192.

Vertrag von 1229

Im Jahr 1229 wurde ein ähnlicher Doppelvertrag unterzeichnet, einer in Tell el-Adschul und einer in Jaffa, die zusammen den Sechsten Kreuzzug beendeten. Die Verträge von Tell Adschul und Jaffa regelten die Territorialstreitigkeiten zwischen den rivalisierenden Ayyubiden-Herrschern von Ägypten, Syrien und verschiedenen kleineren Fürstentümern und ermöglichten es Sultan Al-Kamil von Ägypten, ein diplomatisches Abkommen mit dem Anführer des Sechsten Kreuzzugs, Kaiser Friedrich II., zu schließen.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref><ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>

Reaktion

In der christlichen Welt war dieser Vertrag höchst umstritten. Chronisten wie Wilhelm der Bretone glaubten, Richard Löwenherz sei von Saladin bestochen worden, während andere milder gestimmt waren und ihn als zum Friedensschluss gezwungen ansahen.<ref name=":1" /> Allgemein galt dieser Waffenstillstand, der die Rückeroberung Jerusalems nicht ermöglichte und nur drei Jahre hielt, in der christlichen Welt als Fehlschlag. Der Vertrag stellte die Idee des Kreuzzugs an sich infrage und führte zu zahlreichen Kritiken am „königlichen“ Kreuzzug.<ref>Michel Balard: Le choc des croisades (XIIe siècle)</ref>

Siehe auch

Literatur

  • Edgar N. Johnson: The Third Crusade. Richard the Lionhearted and Philip Augustus. In: Robert Lee Wolff, Harry W. Hazard (Hrsg.): The later Crusades, 1189–1311. University of Wisconsin Press, Madison 1969, S. 85 (hier online).

Einzelnachweise

<references />