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Versen (Adelsgeschlecht)

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Datei:Versen-Wappen Hdb.png

Versen bzw. Fersen ist der Name eines uradeligen Adelsgeschlechts, dessen Zweige zum Teil bis heute bestehen und das ursprünglich aus Niedersachsen stammt. Im 13. Jahrhundert wurde die Familie in Pommern und im 16. Jahrhundert in Estland sesshaft. Später stand sie auch in Livland, Preußen, Schweden und Russland in hohem Ansehen. Während die pommersch-preußische Linie den Namen Versen führt, nennen sich Angehörige der baltischen Linie durchgängig Fersen.

Geschichte

Das Geschlecht entlehnt seinen Namen dem Stammhaus Veerßen bei Uelzen<ref>Walter von Hueck: Genealogisches Handbuch der Gräflichen Häuser, Band A (Uradel), Band VII, Band 56 der Gesamtreihe GHdA, C. A. Starke Verlag, Limburg an der Lahn 1973, S. 174.</ref> und erscheint erstmals urkundlich mit Alexander de Versne am 10. Juli 1217.<ref>Mecklenburgisches Urkundenbuch, I. Band, 786 - 1250, Hrsg. Verein für Mecklenburgische Geschichte und Alterthumskunde. In Commission Stiller, Schwerin 1863, S. 221 f., Nr. 236. Alexander de Versne, aliique plures, in: Hermann, Domprobst zu Hamburg, Gunzlin und Heinrich, Grafen von Schwerin, verleihen dem Kloster Diestorf von ihrem Eigenthum vier Hufen zu Barnbeck.</ref> Die Stammreihe beginnt mit Conrad von Versen, der im Belgard’schen begütert war.

Um 1535 macht sich die Familie mit Lorenz von Fersen in Estland sesshaft und breitet sich von dort nach Livland und Schweden aus. 1674 wurden die Fersen in die Freiherrenklasse der schwedischen Ritterschaft erhoben, 1712 in die Grafenklasse. Zwischen 1745 und 1755 erfolgten die Immatrikulationen in die Estländische und Livländische Ritterschaft sowie die Anerkennung des Freiherrenstandes. Der russische Grafenstand wurde am 1. Januar 1795 an den russischen General der Infanterie Hans Heinrich Freiherr von Fersen verliehen.<ref>Walter von Hueck: Genealogisches Handbuch der Gräflichen Häuser, Band A (Uradel), Band VII, Band 56 der Gesamtreihe GHdA, C. A. Starke Verlag, Limburg an der Lahn 1973, S. 178–179.</ref> 1855 wurde die Berechtigung zum Führen des russischen Baronstitel erteilt.

1911 erhielten zwei natürliche Töchter der Blanka von Versen, die 1910 durch ihren Onkel Eldor von Versen adoptiert wurden, ein preußisches Adelsdiplom.

Wappen

Das gemeinsame Stammwappen zeigt im Schild in Blau schrägrechts einen gekrönten und geflügelten silbernen Fisch mit einem goldenen Ring im Maul. Auf dem Helm mit blau-silbernen Decken drei rote Rosen an grünen Blattstängeln (oder auch drei goldene Kornähren).<ref name="PW">Julius Theodor Bagmihl: Pommersches Wappenbuch, Band 1, Stettin 1843, S. 8–10; Tfl. III.</ref>

Das freiherrliche Wappen (Fersen 1674) ist geviert und belegt mit einem silbernen Herzschild, darin drei blaue Schräglinksströme, überdeckt von dem geflügelten Fisch aus dem Stammwappen. Feld 1 und 4 in Silber ein roter Greif mit vier goldenen Pfeilen in der Rechten, Feld 2 und 3 in Schwarz eine goldene Krone durch die zwei Schwerter gesteckt sind. Zwei Helme mit blau-gefüttertem, gold-bordiertem rotem Wappenmantel, rechts wie Stammwappen, links eine grüne Palme.<ref name="BW">Carl Arvid Klingspor: Baltisches Wappenbuch, Stockholm 1882, S. 74; Tfl. 32; Tfl. 33.</ref>

Persönlichkeiten

Pommersche Linie

Baltische Linie

Literatur

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    • Genealogisches Handbuch der Gräflichen Häuser, Band GA VII, Band 56 der Gesamtreihe, 1973, S. 174–181.
    • GHdA, Adelslexikon Band III, Band 61 der Gesamtreihe, 1975, S. 255–256; Band XV, Band 134 der Gesamtreihe, 2004, S. 227–228.
    • Genealogisches Handbuch der Freiherrlichen Häuser, Band FA XV, Band 96 der Gesamtreihe, 1989, S. 99–131.
    • Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser, Band A XXIII, Band 96 der Gesamtreihe, 1994.
  • Genealogisches Handbuch der Baltischen Ritterschaften (Neue Folge)., Hrsg. Verband der Baltischen Ritterschaften, Band 7, Hamburg 2017. S. 173–272.

Weblinks

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Einzelnachweise

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