Vernichtungskopfschmerz
Vorlage:Infobox International Classification of Diseases 11 Vernichtungskopfschmerzen (primäre Donnerschlagkopfschmerzen, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) sind plötzlich einsetzende, sehr starke Kopfschmerzen, welche das Schmerzmaximum innerhalb der ersten 60 Sekunden erreichen. Im Gegensatz zu den meisten Kopfschmerzen gehören Vernichtungskopfschmerzen zu den medizinischen Notfällen mit potentiell letalem Ausgang. In industrialisierten Ländern wird eine Inzidenz von 43 pro 100.000 Erwachsener pro Jahr angenommen.<ref name="Thunderclap">Clinical Review: Thunderclap headache. In: BMJ. 2013;346, S. e8557. doi:10.1136/bmj.e8557</ref>
Ursachen
Häufige Ursachen für Vernichtungskopfschmerzen sind:<ref name="Thunderclap" />
- Subarachnoidalblutung: häufigste Ursache
- Neurovaskuläre Erkrankungen: z. B. reversibles zerebrales Vasokonstriktionssyndrom (RCVS)
- Infektionen
- erhöhter Hirndruck
- erniedrigter Hirndruck
- zervikale Arteriendissektion
- zerebrale Venenthrombose
Als weitere Ursachen kommen in Frage:<ref name="Ducros">A. Ducros: Reversible cerebral vasoconstriction syndrome. In: Lancet Neruol. 2012; 11, S. 906–917.</ref>
- Intrazerebrales Hämatom
- Intraventrikuläre Blutung
- Akutes Subduralhämatom
- Schlaganfall
- Tumoren
- Akute Sinusitis
- Meningitis
- Hypophyseninfarkt
- Zerebrales Aneurysma ohne akute Blutung
- Kardialer Kopfschmerz durch myokardiale Ischämie
Lässt sich nach ausführlicher Diagnostik keine Ursache sichern, so kann ein Primärer Donnerschlagkopfschmerz diagnostiziert werden.<ref>Po‐Tso Lin, Shih‐Pin Chen, Shuu‐Jiun Wang: Update on primary headache associated with sexual activity and primary thunderclap headache. In: Cephalalgia. Band 43, Nr. 3, 2023, doi:10.1177/03331024221148657, PMID 36786380.</ref>
Diagnostik
Die häufigste und auch gefährlichste Ursache für die Vernichtungskopfschmerzen ist die Subarachnoidalblutung. Diese kann meist mit einem Schädel-CT festgestellt werden. Ist das CT negativ, wird eine Lumbalpunktion durchgeführt. Kann eine Subarachnoidalblutung als Ursache ausgeschlossen werden, erfolgt eine Bildgebung der zervikalen und zerebralen Gefäße und ein MRT des Gehirns.<ref name="Thunderclap" />
Einzelnachweise
<references />