Verhängnis
{{#if: erläutert den allgemeinen Begriff; zum Film von Louis Malle aus dem Jahr 1992 siehe Verhängnis (Film).
| Vorlage:Hinweisbaustein | {{#ifeq: 0 | 0 |}}
}}
Unter einem Verhängnis wird heute im Deutschen ein „(ungünstiges) Schicksal“,<ref name="Kluge">nach Kluge Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, 24. Auflage, 2002</ref> ein „Unheil“<ref name="EDuden">nach Duden «Etymologie» – Herkunftswörterbuch der deutschen Sprache, 2. Auflage, Dudenverlag, 1989</ref> oder „Unglück“<ref name="EDuden" /> verstanden.
Das Wort ist im Deutschen seit dem 14. Jahrhundert belegt.<ref name="Kluge" /> Im Mittelhochdeutschen hatte es als verhencnisse die Bedeutung „Zulassung“, „Einwilligung“, „Schickung“.<ref name="EDuden" /> Das Wort war eine Substantivbildung zum Verb verhengen („hängen lassen, nachgeben, geschehen lassen, ergehen lassen“).<ref name="EDuden" />
Während der Zeit der Reformation erlangt das Wort die Bedeutung „Fügung Gottes“.<ref name="Kluge" /> Diese religiöse Verwendung schwindet im Zeitalter der Aufklärung,<ref name="Kluge" /> stattdessen wird Verhängnis in der Bedeutung „Schicksal“ verwendet.<ref name="EDuden" />
Friedrich Schiller spricht an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert sowohl vom „göttlichen Verhängnis“
- „... Ich bin der Letzte ihres Stamms, dem Mord
- Entrissen durch ein göttliches Verhängnis.“<ref>{{#if:Friedrich Schiller|Friedrich Schiller: |}}trim | schiller/demetriu/chap02 }}.html {{#ifeq:Demetrius. Zweiter Aufzug, zweite Szene|kurz|Volltext online|Demetrius. Zweiter Aufzug, zweite Szene{{#if:{{#invoke:Text|sentenceTerminated|Demetrius. Zweiter Aufzug, zweite Szene}}||}}}} im {{#ifeq:Demetrius. Zweiter Aufzug, zweite Szene|kurz|Projekt Gutenberg|Projekt Gutenberg-DE}}</ref>
als auch vom eigenen:
- „Wenn ich mir denke, [...] dass vielleicht in hundert oder mehr Jahren – wenn auch mein Staub schon lange verweht ist – man mein Andenken segnet und mir noch im Grabe Tränen und Bewunderung zollt, dann freue ich mich meines Dichterberufes und versöhne mich mit Gott und meinem oft harten Verhängnis.“<ref>Friedrich Schiller, aus einem Brief an Charlotte von Wolzogen, 1784, zitiert nach http://www.goethezeitportal.de/index.php?id=3544, abgerufen am 29. Oktober 2008</ref>
Einzelnachweise und Fußnoten
<references />