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Vereinigung der Freizeitreiter und -fahrer in Deutschland

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Vereinigung der Freizeitreiter und -fahrer in Deutschland e.V.
Gegründet 1973
Präsidentin Tinatin Eppmann<ref>Organisation der VFD</ref>
Mitglieder 60.000
Verbandssitz Hannover
Website www.vfdnet.de

Die Vereinigung der Freizeitreiter und -fahrer in Deutschland (VFD) ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Hannover.<ref>Vereinssatzung der Vereinigung (PDF)</ref> Er versteht sich als zentraler und bundesweit aktiver Anlaufpunkt für die Freizeitreiter und -fahrer in Deutschland, die das Reiten, Fahren und Säumen vornehmlich in der Natur und auf Wanderritten betreiben und ein Interesse an einem artgerechten Umgang mit dem Pferd haben. Im Vordergrund steht dabei die sinnvolle Freizeitgestaltung mit dem Pferd mit Fokus auf Pferdewohl, guter Gemeinschaft mit Gleichgesinnten und dem Natursport, der der Gesunderhaltung der Pferde und der Erholung dient. Wettbewerbsgedanken, Turniere und Hochleistung stehen in der VFD nicht im Vordergrund.

Die VFD ist das größte Netzwerk für Freizeitreiter und Freizeitfahrer mit Partnern in der Deutschen Pferdebranche und in Europa. Sie ist offen für Reitweisen und unterscheidet sich so von FN und EWU. Der Verband bietet deutschlandweit Ausbildung an und legt dabei den Schwerpunkt auf Reiten, Fahren und Säumen, wobei Tierwohl und die fachgerechte Ausbildung für das Gelände das Ziel sind. Die Königsdisziplin, das Wanderreiten, ist für viele Mitglieder wichtig. Der Verband ist für alle Equiden offen, also auch Esel und Mulis.

Gegründet wurde der Verein am 7. Mai 1973<ref name="ueber-uns" /> als Initiative gegen eine Anfang der 1970er Jahre geplante starke Einschränkung des Reitrechts in Wald und Flur. Auch heute stellt die Lobbyarbeit gegen Reitverbote oder gegen Initiativen zur Einführung einer Pferdesteuer einen Tätigkeitsschwerpunkt der VFD dar.

Organisation

Die VFD ist überwiegend im Ehrenamt geführt, ist rechtlich ein Gesamtverband und daher föderal organisiert.<ref>Bundesgeschäftsstelle: VFD - Organisation. Abgerufen am 9. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Neben dem Bundesverband gibt es 13 Landesverbände und regionale Untergliederungen. Ehrenamtliche Fach-Arbeitskreise auf Bundes- und Landesebene befassen sich etwa mit der Ausbildung, Umweltfragen, Wanderreiten, Fahren, Säumen und dem Betretungsrecht. Die Bundesgeschäftsstelle befindet sich in Twistringen.

Folgende Landesverbände sind in der VFD vertreten:

Der Bundesverband wie auch die Landesverbände sind jeweils eigenständige Vereine, einige der regionalen Untergliederungen sind auch eingetragene Vereine, aber rein rechtlich sind alle Untergliederungen Bestandteile ihres Landesverbands. Ein Mitglied der VFD ist somit immer sowohl Mitglied im Bundesverband als auch in einem Landesverband. Der Verband ist intern von unten nach oben organisiert, d. h. die Mitglieder einer Verbandsebene wählen jeweils aus ihrer Mitte die Amtsträger und auf Landesebene die Vertreter (Delegierte) für die Bundesdelegiertenversammlung.

Innerhalb der Landesverbände kann sich die regionale Gliederung unterscheiden, so existiert beispielsweise in Nordrhein-Westfalen nahezu für jeden Kreis bzw. jede kreisfreie Stadt ein regionaler Unterverband, während in Niedersachsen größere Gebiete zu Bezirksverbänden zusammengefasst sind. Die regionalen Gliederungen stellen die Anlaufpunkte für Mitglieder und Interessierte dar. Sie bieten meist regelmäßige Stammtische und Veranstaltungen an, die auch Nicht-Mitgliedern offenstehen.

Aufgaben

Die VFD fördert das Freizeitreiten und -fahren als gesundheits- und breitensportliche Betätigung. Dazu bietet sie eine umfangreiche in Ausbildungsstufen untergliederte Ausbildung für die Disziplinen Reiten, Fahren und Säumen an. Sie ist in der Ausbildungsrichtlinie und Prüfungsordnung (ARPO)<ref>Bundesgeschäftsstelle: VFD - Ausbildungsrichtlinie und Prüfungsordnung (ARPO) 2026. Abgerufen am 9. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> zusammengefasst. Es wird viel Wert auf eine fundierte Grundausbildung gelegt, die dann gestaffelt komplexer wird und bis zur Ausbildung von Rittführern, Übungsleitern und Reitlehrern reicht. Auch die Ausbildung im Umgang mit Reitbegleithunden gehört mit zum Angebot. Mit der Sparte VFD-Kids wird die Jugendarbeit im Verband gefördert. Die Mitglieder gestalten ihre Freizeitangebote regional selbst und organisieren Reitercups, Reiterlager und -camps, mehrtägige Wanderritte oder auch kleinere Tagesveranstaltungen und treffen sich für gemeinsame Weiterbildungen oder Aktivitäten auf sog. VFD-Treffs. Das VFD-Mitgliedermagazin Pferd und Freizeit<ref>VFD - Pferd & Freizeit. Abgerufen am 12. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> erscheint viermal jährlich.

Der Verband unterhält ein bundesweites Netz von Wanderreitstationen,<ref>Umgebung - VFD Landesverbände. Abgerufen am 9. März 2026.</ref> die als Unterkünfte für Pferd und Mensch auf mehrtägigen Wanderritten dienen.

Eine der Hauptaufgaben des Verbandes liegt darin, gute Lernangebote zur Weiterbildung von Pferdeleuten zu machen.<ref>VFD - Ausbildungsbetriebe. Abgerufen am 9. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>VFD - Ausbilder und Prüfer. Abgerufen am 9. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Hier sind Pferdewohl und Tierschutz zentrale Punkte.<ref>VFD - Downloads - Positionspapiere. Abgerufen am 9. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Dazu berät ein unabhängiger Fachbeirat für Ethik und Tierschutz den Verband.<ref>VFD - Fachbeirat. Abgerufen am 12. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Er setzt sich zusammen aus renommierten Pferdewissenschaftlerinnen und – wissenschaftlern, Tierärzten, Verhaltensforschern und Biologinnen. Sie erarbeiten unabhängig und eigenständig Positionspapiere, die dem Verband und seinen Mitgliedern als Grundlage ihres Handelns dienen. Der Fachbereit steht dem Verband auch für Fragen und fachlichen Rat zur Verfügung.

Die VFD versteht sich als Interessenvertretung der Freizeitreiter und der Pferde und setzt sich dementsprechend für einen artgerechten Umgang mit ihnen und eine an den Bedürfnissen der Tiere orientierte, ökologische Formen der Pferdehaltung ein.

Die VFD ist registrierter Interessenvertreter i. S. d. Lobbyregistergesetzes und vertritt als Lobbyverband die Freizeitreiter und -fahrer, in dem sie sich auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene an den Verfahren zu Gesetzgebung und für Verordnungen beteiligt, die die Belange der Pferdehalter, Reiter und Fahrer betreffen. Dies können Änderungen sein im Tier-, Natur-, Wald-, Reit- und Jagdrecht, oder Abstimmungsprozesse bezüglich der Pferdesteuer und Ausweisung von Reitwegen in einer Gemeinde.

Weblinks

Einzelnachweise

<references> <ref name="ueber-uns"> Eine starke Gemeinschaft. VFD, abgerufen am 14. März 2018. </ref> </references>