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Verband der Deutschen Buchdrucker

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Verband der Deutschen Buchdrucker
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Vorläufer Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Nachfolger IG Druck und Papier (DDR),
IG Druck und Papier (BRD)
Zweck Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Vorsitz Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Geschäftsführung Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Eigentümer Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Umsatz Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
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Freiwillige Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Mitglieder Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
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Datei:Berlin, Kreuzberg, Dudenstrasse 10, Verbandshaus der Deutschen Buchdrucker.jpg
Verbandshaus der Deutschen Buchdrucker, Dudenstr. 10, Berlin-Kreuzberg (Architekt Max Taut, 1924–1926 errichtet)
Datei:Der Correspondent 1.1.1863.jpg
Auszug von der ersten Seite der Ausgabe des Correspondenten vom 1. Januar 1863. Johannes Gutenberg steht auf der Erdkugel, eine leuchtende Fackel in der Hand
Datei:Vorstand des Buchdruckerverbands 1916.jpg
Vorstand des Buchdruckerverbands im Jahre 1916

Der Verband der Deutschen Buchdrucker war eine deutsche Gewerkschaft im grafischen Gewerbe von 1866 bis 1933. Er gilt als älteste Vorläuferorganisation der heutigen Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (verdi).<ref>Heinrich Bleicher-Nagelsmann u. a. (Hrsg.): Vom Buchdruckerverband zur Einheitsgewerkschaft. 150 Jahre verdi. Berlin 2016.</ref>

Geschichte

Der Verband wurde auf dem ersten Deutschen Buchdruckertag vom 20. bis 22. Mai 1866 in Leipzig gegründet. Er war auch eine Reaktion auf den Dreigroschenstreik von 1865. Als erste moderne Gewerkschaft im grafischen Gewerbe bestand der Verband bis zur Zerschlagung der Gewerkschaften im Jahr 1933.

Zweck des Verbandes war die Vertretung der gewerblichen und die Förderung der geistigen und materiellen Interessen seiner Mitglieder unter Ausschluss aller politischen und religiösen Fragen.<ref>Statut des Verbandes der Deutschen Buchdrucker : beschlossen in der Generalversammlung zu Danzig vom 16. bis 22. Juni 1913 / Verband der Deutschen Buchdrucker. - Electronic edition. - Essen-Ruhr : Schoreck, 1913. - 15 S. (PDF-Datei).</ref> Um infolge des in Kraft getretenen Sozialistengesetz nicht verboten zu werden, benannte sich der Verband 1879 in Unterstützungsverein Deutscher Buchdrucker um. Der Sitz wurde nach Stuttgart verlegt und die Verbandskasse konnte vor dem staatlichen Zugriff in die Schweiz gerettet werden. Am 1. Januar 1880 gründeten die Buchdrucker die erste zentrale Arbeitslosenversicherung in Deutschland.<ref>Karl-Richter-Verein, abgerufen am 21. März 2012.</ref> 1888 verlegt der Verband seinen Sitz nach Berlin. Nach Aufhebung des Sozialistengesetzes wurde 1891 wieder der ursprüngliche Name Verband der Deutschen Buchdrucker angenommen.<ref>Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 20. Leipzig 1909, S. 33–34., abgerufen am 21. März 2012.</ref> Organ des Verbandes war Der Correspondent, bereits 1863 gegründet, ab 1906 unter dem Namen Korrespondent für Deutschlands Buchdrucker und Schriftgießer.<ref>Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung, abgerufen am 21. März 2012.</ref> Der Coorespondent wird die Informations-Drehscheibe für deutschsprachige Buchdrucker. Hier berichten Vereine von ihrer Gründung, schildern Johannisfeiern, veröffentlichen Statistiken über Unterstützungsleistungen. Die Zeitung kann nur im Abonnement erworben werden und muss sich am Markt behaupten. Im Gegensatz zu heute, wo die Gewerkschaftszeitungen im Beitrag enthalten ist.<ref>Hartmut Simon: "Der Jetztwelt ein Leitstern": Der Coorespondent, ver.di Publik 8, 2015</ref>

Im Juni 1920 wurde auf der 10. Generalversammlung des Verbandes ein Antrag angenommen, der den Vorstand beauftragte, ein Verbandshaus in Berlin zu errichten. Von 1924 bis 1926 entstand nach Plänen von Max Taut, Franz Hoffmann und Karl Bernhard in der Dudenstraße 10 im Berliner Stadtbezirk Kreuzberg ein Gebäude im Stil der Neuen Sachlichkeit.

Der Verband hatte am 31. Dezember 1930 insgesamt 90.389 Mitglieder die in 22 Gauen, 170 Bezirks- und 669 Ortsvereinen organisiert waren.<ref name="Quell_a" >Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR im Bundesarchiv: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. Bearbeitet von Andreas Grunwald, Koblenz 2001, abgerufen am 29. März 2012.</ref>

Die Machtergreifung der Nationalsozialisten im Januar 1933 und die Besetzung der Gewerkschaftshäuser am 2. Mai 1933 bedeuteten das Ende der freien Gewerkschaften in Deutschland. Auch das Vermögen des Buchdruckerverbandes wurde beschlagnahmt. Das Verbandshaus wurde enteignet und nach 1933 von der Deutschen Arbeitsfront – Fachamt Druck und Papier genutzt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde mit der IG Druck und Papier eine einheitliche Gewerkschaft für den gesamten Bereich der Druckindustrie und der Papierverarbeitung geschaffen, die 1989 in der IG Medien und diese wiederum 2001 in der Gewerkschaft Ver.di aufging.

Personen

Vorsitzende des Verbandes der Deutschen Buchdrucker:<ref name="Quell_a" />

Literatur

  • Willi Krahl: Der Verband der Deutschen Buchdrucker Fünfzig Jahre deutscher gewerkschaftlicher Arbeit mit einer Vorgeschichte. Herausgegeben von Vorstand des Verbandes der Deutschen Buchdrucker. Erster Band. Kommissionsverlag Radelli & Hille, Leipzig 1916.
  • Karl Michael Scheriau: Kunstgenossen und Kollegen. Entstehung, Aufbau, Wirkungsweise und Zielsetzung der Gewerkschaftsorganisation der deutschen Buchdrucker von 1848 bis 1933. Berlin 2000. 313 Seiten. ISBN 978-3-937650-03-6.
  • Heinrich Bleicher-Nagelsmann u. a. (Hrsg.): Vom Buchdruckerverband zur Einheitsgewerkschaft. 150 Jahre verdi. Solidarität – Emanzipation – Tarifkampf. Berlin 2016.

Weblinks

Commons: Verbandshaus der Deutschen Buchdrucker – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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