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Valmunster

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Vorlage:Infobox Gemeinde in Frankreich

Datei:Eglise de Valmunster.JPG
Kirche St. Jean-Baptiste
Datei:Chapelle de Valmunster.JPG
Kapelle

Valmunster ({{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=de|SCRIPTING=Latn|SERVICE=deutsch}}) ist eine französische Gemeinde mit Vorlage:Str replace Einwohnern (Stand {{#iferror:{{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}|}}) im Département Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Der Name des Ortes geht auf die deutschen Worte „wallen“ (wallfahren, pilgern) und „Münster“ (Kirche) zurück.

Geographie

Valmunster liegt im ursprünglich deutschsprachigen Teil Lothringens, etwa 34 Kilometer nordöstlich von Metz, sieben Kilometer nördlich von Boulay-Moselle (Bolchen) und 15 Kilometer westlich der saarländischen Stadt Überherrn.

Geschichte

Der Ort wurde urkundlich erwähnt als Villa Walamonasterii (11. Jahrhundert), Walamunster (1145), Walmuster (16. Jahrhundert), Waumünster, Waminster, Walminster, Walmunster (1594), Valmunster (1681), Volmünster (1779) und Walmeister.<ref name="Kraus">Franz Xaver Kraus: Kunst und Alterthum in Elsass-Lothringen. Beschreibende Statistik. Band III: Kunst und Althertum in Lothringen, Friedrich Bull, Straßburg 1886, S. 998–1000 (google-books.com).</ref> Die Ortschaft gehörte früher zum Herzogtum Lothringen<ref name="Huhn">Eugen H. Th. Huhn: Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875, S. 354–355 (google-books.com).</ref> im Heiligen Römischen Reich. Im Jahr 1506 erhielt Lantavein Bockenhausen V. den Ort von Herzog René II. von Lothringen als Lehen.<ref name="Huhn" /> Hier befand sich einst eine Priorei, die der Bischof von Metz mit dem Kloster Mettlach verbunden hatte. Die Reste der Gebäude beherbergten später eine Alaun- und Vitriolfabrik des Barons von Molart, dessen Familie sie noch um 1871 in Besitz hatte. Im 19. Jahrhundert wurde auf der Gemarkung des Dorfs vorübergehend Braunkohle abgebaut.<ref name="Huhn" />

Das Gemeindewappen zeigt die Symbole der Familie Maillard, die von der Abtei Mettlach eingesetzten Herren über Valmunster. Der Krummstab erinnert an diese Abtei.<ref>Wappenbeschreibung auf genealogie-lorraine.fr (französisch)</ref>

Durch den Frankfurter Frieden vom 10. Mai 1871 kam das Gebiet von Frankreich an Deutschland und das Dorf wurde dem Kreis Bolchen im Bezirk Lothringen des Reichslandes Elsaß-Lothringen zugeordnet. Die Dorfbewohner betrieben Landwirtschaft; auf der Gemarkung gab es einen Gipssteinbruch.<ref name="Huhn" />

Nach dem Ersten Weltkrieg musste die Region aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags 1919 an Frankreich abgetreten werden. Im Zweiten Weltkrieg war die Region von der deutschen Wehrmacht besetzt, und die Gemeinde stand bis 1944 unter deutscher Verwaltung.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2019
Einwohner 74 81 64 82 96 94 82 86

Sehenswürdigkeiten

  • Kirche St. Jean-Baptiste (Johannes der Täufer), sie wurde im 10. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt. Die Bergkirche mit Friedhof, eine ehemalige Prioratskirche,<ref name="Boulangé">Georges Boulangé: Notes pour servie a la statistique monumentale de la Moselle, in: Mémoires de l'Academie de Metz, XXXVe Année, 1853–1854, Metz 1854, pp. 295–327, insbesondere p. 309 ff. (BnF Gallica).</ref> wurde für die umliegenden Ortschaften errichtet.<ref name="Kraus" /> Der niedrige, klobige Turm stammt aus dem Jahr 1210. Die Turmhalle ist eingewölbt und dient als Chor. Ein anderer Teil des Baus ist von 1322.<ref name="Huhn" /> Im Jahr 1537 wurde das Kirchenschiff in eine kreuzrippengewölbte Hallenkirche umgebaut.
  • Neben der Kirche steht ein schlichtes Schloss des 17. Jahrhunderts.

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Literatur

  • Georg Lang: Der Regierungs-Bezirk Lothringen. Statistisch-topographisches Handbuch, Verwaltungs-Schematismus und Adressbuch, Metz 1874, S. 124 (google-books.com).
  • Gabriel Weyland: Valmunster et son église du Xe siècle. Kieffer, Bonzonville 1986.

Belege

<references />

Weblinks

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