Ust-Koksa
Vorlage:Infobox Ort in Russland Ust-Koksa (Vorlage:RuS, Vorlage:AltS) ist ein größeres Dorf (selo) in der autonomen Republik Altai (Russland) mit Vorlage:EWZ Einwohnern (Stand Vorlage:EWD).<ref name="einwohner_aktuell" />
Geographie
Der Ort liegt auf knapp Vorlage:Höhe Höhe über dem Meeresspiegel im russischen Teil des Altaigebirges. Er erstreckt sich am linken Ufer des Flusses Koksa, nach dem der Ort benannt wurde (ustje Vorlage:RuS für „Mündung“, Koksa russifiziert von südaltaisch Kök suu für „Blauer Fluss“) bis zu seiner Mündung in den linken Ob-Quellfluss Katun. Dessen Tal weitet sich bei Ust-Koksa zur Uimon-Steppe, einer über gut 30 Kilometer flussabwärts in östlicher Richtung reichenden Hochebene. Unmittelbar nördlich des Ortes erhebt sich ein Ausläufer des Terekta-Kammes des Altai bis auf etwa Vorlage:Höhe Höhe.
Ust-Koksa liegt knapp 200 Kilometer Luftlinie südlich der Republikhauptstadt Gorno-Altaisk. Das Dorf ist Verwaltungszentrum des Rajons Ust-Koksa. Zu dem sowohl nach Fläche (12.910 km²), wie auch nach Einwohnerzahl (17.524; Berechnung 2008) drittgrößten Rajon der Republik gehören insgesamt 42 Ortschaften, die zu 9 Ländlichen Siedlungen zusammengefasst sind. Zur Ländlichen Siedlung Ust-Koksa gehören die kleinen Ortschaften Baschtala, Kastachta und Kurunda am nordwestlichen Rand der Uimon-Steppe sowie Wlassjewo, Sini Jar, Tjugurjuk und Krasnojarka, die sich über etwa 25 km entlang des Unterlaufes der Koksa verteilen.
Die Bevölkerung besteht vorwiegend aus Russen und Altaiern.
Geschichte
Ust-Koksa wurde 1807 von altgläubigen Umsiedlern gegründet, die sich aus dem Kusnezker Gebiet vor der Verfolgung durch die orthodoxe Staatskirche weiter ins Gebirge zurückzogen.
Bevölkerungsentwicklung
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1939 | 1642 |
| 1959 | 1995 |
| 1970 | 2286 |
| 1979 | 2913 |
| 1989 | 3526 |
| 2002 | 3986 |
| 2010 | 4373 |
Anmerkung: Volkszählungsdaten
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Ust-Koksa ist touristisches Zentrum für den Besuch des höchsten Teils des Altais, des Katun-Kammes mit der Vorlage:Höhe hohen Belucha, die in diesem Gebiet gelegenen Naturreservate sowie Rafting- und Kanutouren auf dem Katun.
Infrastruktur
Der Ort liegt an der nur auf kürzeren Abschnitten asphaltierten Regionalstraße R373, die von Tuekta an der Fernstraße M52 („Tschujatrakt“) über Ust-Kan kommend weiter bis in das Dorf Tjungur führt. Da die seit Jahrzehnten geplante Weiterführung der Straße von Tjungur entlang dem linken Katun-Ufer bis in das etwa 70 km entfernte, ebenfalls an der M52 gelegene Inja bisher unterblieb, muss der Straßenverkehr, darunter Linienbusse, den Umweg über Ust-Kan sowie den Jabogan-Pass (Vorlage:Höhe) und den Kyrlyk-Pass (Vorlage:Höhe) nehmen. Dadurch erhöht sich die Fahrstrecke bis in die Republikhauptstadt Gorno-Altaisk auf fast 400 Kilometer, das Doppelte der direkten Entfernung.
In Ust-Koksa zweigt eine kurze Straße von der R373 ab, welche die flussaufwärts am linken Katun-Ufer gelegenen Ortschaften Berjosowka, Ognjowka, Kaitanak und Maralowodka erschließt.
Ein kleiner Flughafen (ICAO-Code UNBU) gut fünf Kilometer östlich des Ortes, von dem Verbindung nach Gorno-Altaisk und Barnaul bestand, wird seit 1995 nicht mehr planmäßig angeflogen. Eine Rekonstruktion und Wiederaufnahme des Betriebes ist im Gespräch.
In Ust-Koksa gibt es drei Schulen, ein Krankenhaus, eine Poliklinik, ein Kulturzentrum und zwei Hotels.
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Ust-Koksa
Weblinks
- Über die Region: Geografie, Wirtschaft
- Ust-Koksa auf der Tourismus-Webseite turistka.ru (russisch)
Einzelnachweise
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