Zum Inhalt springen

Ursula Hanke-Förster

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Ursula Hanke-Förster, geb. Förster (* 8. April 1924 in Berlin; † 22. November 2013 in Berlin<ref name=":0">Ursula-Hanke-Förster-Stiftung – Universität der Künste Berlin. In: udk-berlin.de. Abgerufen am 12. Dezember 2019.</ref>) war eine deutsche Bildhauerin,<ref name="neue plastik">Ehrtfried Böhm, Reinhold Lessmann: neue plastik in hannover. Kunstsinn, Mäzenatentum, Urbane Ästhetik. Ein Beispiel im Spiegel zweier Jahrzehnte. Steinbock-Verlag, Hannover 1967.</ref> Künstlerin und Grafikerin.

Leben

Ursula Hanke-Förster schloss 1940 in Berlin die städtische Mittelschule ab. Von 1941 bis 1944 ging sie im grafischen Gewerbe in die Lehre, machte einen Gesellenbrief und besuchte Abendkurse im Akt- und Porträtzeichnen bei Max Kaus an der Schule für Kunst und Handwerk in Berlin. Von 1945 bis 1952 studierte Förster an der Schule für Kunst und Handwerk in Berlin sowie an der Hochschule für Bildende Künste Berlin. Sie war Schülerin von Friedrich Stabenau, H. Erath, Maximilian Debus und Gustav Seitz sowie Meisterschülerin von Renée Sintenis.<ref name="neue plastik"/> Ab 1952 freischaffend mit eigenem Atelier in Berlin unternahm Förster Studienreisen nach Paris und Spanien.<ref name="foch">Ursula Hanke-Förster. Kombinationen III. (PDF; 482 kB) In: initiative-cite-foch.de. Abgerufen am 14. Dezember 2019.</ref> 1954 erhielt sie den Berliner Kunstpreis der Stadt Berlin.<ref name="neue plastik" /> 1962 heiratete sie den Maler und Grafiker Günter Hanke.<ref>Künstlerdetails - Kunst im öffentlichen Raum Lübeck. In: kunst-im-oeffentlichen-raum-luebeck.de. Abgerufen am 11. Dezember 2019.</ref> Am Teltower Damm 139 in Berlin baute Hilde Weström 1965 ein Haus für das Künstlerehepaar.<ref>Ulrike Martin: Atelierhaus am Teltower Damm 139 ist Denkmal des Monats: Hilde Weström baute für Künstlerinnen - Zehlendorf. In: berliner-woche.de. 17. September 2018, abgerufen am 12. Dezember 2019.</ref> 2007 vermachte Ursula Hanke-Förster ihre Bilder und Skulpturen der Universität der Künste Berlin und deren Freundeskreis<ref>Traueranzeigen von Ursula Hanke-Förster. In: trauer.tagesspiegel.de. Abgerufen am 12. Dezember 2019.</ref> und rief eine Stiftung ins Leben, die seit 2009 Studierende der Bildhauerei an der Universität der Künste Berlin fördert.<ref name=":0" />

„Es geht mir ständig darum, eine Synthese zwischen Natur und Abstraktion zu finden. Ich demontiere und abstrahiere den Körper, woraus ein neuer Formenkanon entsteht.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Ursula Hanke-Förster<ref name="foch" />

„In den abstrahierten Kompositionen suche ich Ausgewogenheit und Spannung in einem. Ich möchte erreichen, dass der Betrachter diese Arbeiten abtastet, die Flächen, Höhen und Tiefen der verschiedenen Materialien wie Holz und Metall nachempfindet.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Ursula Hanke-Förster<ref name="foch" />

Werke (Auswahl)

Ursula Hanke-Förster schuf zahlreiche plastische Arbeiten und Kunst am Bau.<ref name="neue plastik"/>

  • Tanzende, Aluminiumguss auf Aluminiumfassade am Freizeitheim Vahrenwald in Hannover; Höhe 540 cm, Breite 1050 cm<ref name="neue plastik"/>
  • Ernst-Reuter-Büste (1953), Bronze, Berlin, Stralsunder Str. 57, Ernst-Reuter-Schule
 {{#coordinates:52,539252|13,393763|
   |dim=
   |globe=
   |name=Ernst-Reuter-Büste
   |region=DE-BE
   |type=landmark
  }}<ref name=":1">Ernst Reuter: Das Porträt und die Büste im Rathaus - Berlin.de. In: berlin.de. Abgerufen am 12. Dezember 2019.</ref>
  • Wandrelief (1953), Kunststein, 1,50 m × 1,50 m, Berlin, Stralsunder Str. 57, Ernst-Reuter-Schule
 {{#coordinates:52,539252|13,393763|
   |dim=
   |globe=
   |name=Ernst-Reuter-Büste
   |region=DE-BE
   |type=landmark
  }}<ref name=":1" />
  • Fassadenrelief (1954), Berlin, Ostpreußendamm 39, Berufs- und Handelsschule
 {{#coordinates:52,4305369|13,3150925|
   |dim=
   |globe=
   |name=Fassadenrelief
   |region=DE-BE
   |type=landmark
  }}<ref>Fassadenrelief – Bildhauerei in Berlin. In: bildhauerei-in-berlin.de. Abgerufen am 12. Dezember 2019.</ref>
 {{#coordinates:52,540262|13,203071|
   |dim=
   |globe=
   |name=Fischer mit Netzen
   |region=DE-BE
   |type=landmark
  }}<ref>Mann mit Netzen – Bildhauerei in Berlin. In: bildhauerei-in-berlin.de. Abgerufen am 12. Dezember 2019.</ref>
  • Bücher (1960), Kunststein, Berlin, Falkenseer Chaussee, Ecke Steigerwaldstraße
 {{#coordinates:52,4319|13,255703|
   |dim=
   |globe=
   |name=Bücher
   |region=DE-BE
   |type=landmark
  }}<ref>Bücher – Bildhauerei in Berlin. In: bildhauerei-in-berlin.de. Abgerufen am 11. Dezember 2019.</ref>
  • Jungen mit Drachen (1961), Bronze, Berlin, Am Gemeindepark 18–22
 {{#coordinates:52,42989|13,349446|
   |dim=
   |globe=
   |name=Jungen mit Drachen
   |region=DE-BE
   |type=landmark
  }}<ref>Jungen mit Drachen – Bildhauerei in Berlin. In: bildhauerei-in-berlin.de. Abgerufen am 12. Dezember 2019.</ref>
  • Pan mit Doppelflöte (1962), Bronze, Berlin, Biesestraße 7, Seniorenheim
 {{#coordinates:52,425212|13,257575|
   |dim=
   |globe=
   |name=Pan II (Pan mit Doppelflöte)
   |region=DE-BE
   |type=landmark
  }}<ref>Pan II (Pan mit Doppelflöte) – Bildhauerei in Berlin. In: bildhauerei-in-berlin.de. Abgerufen am 12. Dezember 2019.</ref> und Berlin, Stargardtstraße 11–13, Stadtbücherei 
 {{#coordinates:52,5660032|13,3578613|
   |dim=
   |globe=
   |name=Pan I
   |region=DE-BE
   |type=landmark
  }}<ref>Pan I – Bildhauerei in Berlin. In: bildhauerei-in-berlin.de. Abgerufen am 12. Dezember 2019.</ref>
 {{#coordinates:51,4622846|6,7896916|
   |dim=
   |globe=
   |name=Jungs im Gespräch
   |region=DE-NW
   |type=landmark
  }}
  • Mutter und Kind (1966), Bronze, ehemals vor dem zwischenzeitlich abgerissenen Gesundheitsamt Lübeck in der Schmiedestraße
  • Die Spinnerin (1966), Bronze, ausgestellt im Tuch und Technik Textilmuseum Neumünster in Neumünster<ref>Die Spinnerin hat ihren Platz gefunden. In: shz.de. 2. Januar 2012, abgerufen am 12. Dezember 2019.</ref>
  • Balanceakt (1967), Bronze, Brügmanngarten Travemünde
  • Hinweis- und Orientierungsschilder (1967), Aluminium, Berlin, Falkenseer Chaussee Ecke Steigerwaldstraße
 {{#coordinates:52,548078|13,183269|
   |dim=
   |globe=
   |name=Hinweis- und Orientierungsschilder
   |region=DE-BE
   |type=landmark
  }}<ref>Hinweis- und Orientierungsschilder – Bildhauerei in Berlin. In: bildhauerei-in-berlin.de. Abgerufen am 11. Dezember 2019.</ref>
  • Im Fluge (1968), Bronze, Berlin-Tempelhof, John-Locke-Straße 1–17
 {{#coordinates:52,393645|13,399468|
   |dim=
   |globe=
   |name=Im Fluge
   |region=DE-BE
   |type=landmark
  }}<ref>Im Fluge – Bildhauerei in Berlin. In: bildhauerei-in-berlin.de. Abgerufen am 12. Dezember 2019.</ref>
  • Frau im Spiegel (1970), Bronze, Dorothea-Schlözer-Schule, Lübeck
  • Große Kopf-Figuration (1976) in der Obstallee in Berlin-Spandau
 {{#coordinates:52,520846|13,167416|
   |dim=
   |globe=
   |name=Große Kopf-Figuration
   |region=DE-BE
   |type=landmark
  }}<ref>Große Kopf-Figuration – Bildhauerei in Berlin. In: bildhauerei-in-berlin.de. Abgerufen am 12. Dezember 2019.</ref>
  • Maternal II (1979), Bronze, Berlin, Bienwaldring 31–35
 {{#coordinates:52,419996|13,447044|
   |dim=
   |globe=
   |name=Maternal II
   |region=DE-BE
   |type=landmark
  }}<ref>Maternal II – Bildhauerei in Berlin. In: bildhauerei-in-berlin.de. Abgerufen am 12. Dezember 2019.</ref>
 {{#coordinates:52,4562494|13,3495732|
   |dim=
   |globe=
   |name=Wasserrutschbahn Krokodil
   |region=DE-BE
   |type=landmark
  }}<ref>Wasserrutschbahn Krokodil – Bildhauerei in Berlin. In: bildhauerei-in-berlin.de. Abgerufen am 12. Dezember 2019.</ref>

Literatur

  • Ehrtfried Böhm, Reinhold Lessmann: neue plastik in hannover. Kunstsinn, Mäzenatentum, Urbane Ästhetik. Ein Beispiel im Spiegel zweier Jahrzehnte. Steinbock-Verlag, Hannover 1967, S. 60, 79 u. ö.
  • Allgemeines Künstlerlexikon

Weblinks

Commons: Ursula Hanke-Förster – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweis Seiten-Koordinaten

Vorlage:Hinweisbaustein