Untermichelbach (Obermichelbach)
Untermichelbach Gemeinde Obermichelbach
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(195)&title=Untermichelbach 49° 32′ N, 10° 55′ O
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| Höhe: | 325 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 1,87 km² | |||||
| Einwohner: | 195 (1. Jan. 2022)<ref name="Einwohner">Landkreis Fürth – Nahverkehrsplan 2023. (PDF; 10,7 MB) In: vgn.de. Verkehrsverbund Großraum Nürnberg, S. 64, abgerufen am 1. Oktober 2024.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 104 Einwohner/km² | |||||
| Postleitzahl: | 90587 | |||||
| Vorwahl: | 0911 | |||||
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Untermichelbach (fränkisch: „Michlbach“<ref name="W66">W. Wiessner: Stadt- und Landkreis Fürth, S. 66f.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Obermichelbach im Landkreis Fürth (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Untermichelbach liegt in der Gemarkung Obermichelbach.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 8. Oktober 2024.</ref>
Geographie
Das Dorf liegt im Rangau etwa einen Kilometer östlich von Obermichelbach und ist ringsum von Acker- und Grünland mit vereinzeltem Baumbestand umgeben. Im Norden wird die Flur Birkenweiherfeld genannt, im Süden Weiherfeld und im Osten Kaltes Loh, Vogelherd und Erlesfeld. Unmittelbar südlich des Ortes fließt der Michelbach, ein linker Zufluss der Regnitz.
Die Kreisstraße FÜ 17/FÜs 3 führt nach Obermichelbach (1,2 km südwestlich) bzw. zur Staatsstraße 2263 (1,6 km östlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Obermichelbach zur Kreisstraße FÜ 21 (1,1 km westlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 16. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Die Pfarrei Herzogenaurach übertrug 1337 22 Orte dem Heilig-Geist-Spital Nürnberg, darunter Obermichelbach, Untermichelbach und Rothenberg. 1399 wurde Untermichelbach als „Nydernmychelbach“ in einer Urkunde über Reichnisse des Jobst Tetzel und des Hanns Tetzel aus Nürnberg genannt. Im Salbuch des Amtes Cadolzburg wurden 1464 „Obermichelbach“, „Nydernmichelbach“ und „Rotperg“ genannt. Der Ortsname leitet sich von einem Gewässernamen ab, dessen Bedeutung großer Bach ist.<ref name="W66"/>
In der neuen Kapelle in Untermichelbach wurde 1505 ein Hochaltar geweiht, im Dreißigjährigen Krieg wurde die Kapelle zerstört.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Untermichelbach 12 Anwesen und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Stadtvogteiamt Langenzenn aus. Grundherren waren das Hochstift Bamberg: Amt Herzogenaurach (2 Höfe, 1 Schenkstatt), Dompropsteiamt Büchenbach (2 Halbhöfe), Dompropsteiamt Fürth (2 Halbhöfe) und Nürnberger Eigenherren: von Haller (1 Gut), von Tucher (1 Halbhof, 1 Gut), von Zeltner (1 Halbhof). Die Dorf- und Gemeindeherrschaft wurde im Turnus von den Grundherren übernommen.<ref name="H180">H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 180.</ref>
Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Cadolzburg. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Untermichelbach dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Obermichelbach zugeordnet. Es gehörte der im selben Jahr gebildeten Ruralgemeinde Obermichelbach an.<ref>H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 232.</ref><ref>Obermichelbach > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 16. Mai 2025.</ref>
1943 kommt es zu Luftangriffen auf Ober- und Untermichelbach. Am 17. April 1945 endet für den Ort der Zweite Weltkrieg mit der Besetzung durch die Truppen der United States Army.
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach Heilig Geist (Obermichelbach) gepfarrt.<ref name="H180"/><ref name="OV 1961"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Heilig Geist (Veitsbronn) gepfarrt.<ref>Struktur. In: ssb-clw.kirche-bamberg.de. Abgerufen am 13. Juli 2023.</ref>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Untermichelbach. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 638 (Digitalisat).
- Hanns Hubert Hofmann: Nürnberg-Fürth (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 4). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1954, DNB 452071224, S. 180 (Digitalisat). Vorlage:Hofmann Nürnberg-Fürth 1954 Zusätzliche Quelle
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Vorlage:Wiessner Stadt- und Landkreis Fürth
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Untermichelbach in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Untermichelbach im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
<references responsive />
Vorlage:Navigationsleiste Gemeindeteile der Gemeinde Obermichelbach Vorlage:Hinweisbaustein