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Unterhausen (Weilheim in Oberbayern)

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Unterhausen
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1093)&title=Unterhausen 47° 52′ N, 11° 9′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1093) 47° 51′ 40″ N, 11° 9′ 10″ O
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Höhe: 553 m ü. NHN
Einwohner: 1093 (31. Dez. 2022)<ref name="einwohnerwesen-2022" />
Eingemeindung: 1. Januar 1978
Postleitzahl: 82362
Vorwahl: 0881

Unterhausen ist eine ehemalige Gemeinde und heute ein Gemeindeteil der Kreisstadt Weilheim in Oberbayern des Landkreises Weilheim-Schongau. Das Pfarrdorf liegt knapp 2,5 Kilometer nordnordöstlich der Weilheimer Altstadt und knapp 1,5 Kilometer südlich von Wielenbach.

Geographie

Unterhausen liegt am nordwestlichen Ende des Eberfinger Drumlinfeldes zwischen der Ammer im Westen und der Bundesstraße 2 im Osten.

Geschichte

Die älteste bekannte Erwähnung Unterhausens stammt aus dem Jahr 1150, als „Wolf von Hausen [Hausen = Unterhausen], Berthold von Hausen und Leutold [Luitold] von Hausen als Lehens- und Dienstmannen der Grafen von Andechs“ genannt werden.<ref name="chronik" /> Das Präfix „Unter-“ zum älteren Bestandteil „Hausen“ des Ortsnamens ergab sich erst später zur Abgrenzung von Oberhausen aus Sicht der Stadt Weilheim.<ref>Michaela Hiebler nach Andreas Schmidtner: Unterhausen. In: grundschule-wielenbach.de. Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 23. Januar 2020.@1@2Vorlage:Toter Link/www.grundschule-wielenbach.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>

Zwischen 1350 und 1400 wurde in Unterhausen die Kirche zu Unserer Lieben Frau erbaut. Durch das Engagement der Edlen von Schondorf erhielt das Dorf einen eigenen Pfarrer.<ref name="chronik">Chronik Unterhausen. In: weilheim.de. Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 23. Januar 2020.@1@2Vorlage:Toter Link/www.weilheim.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>

Während des Dreißigjährigen Krieges starben zwischen 1632 und 1634 insgesamt 38 Unterhauser an der Pest.<ref name="chronik" />

Mit dem Ersten Gemeindeedikt entstand 1808 die politische Gemeinde, zu der neben dem Pfarrdorf selbst auch die Einöde Dietlhofen gehörte. Die Gemeinde gehörte zum Landgericht Weilheim.<ref name="chronik" />

In den 1960er- und 1970er-Jahren wurde die Infrastruktur der Gemeinde erneuert: es entstanden das Gemeindehaus (1966), ein neues Feuerwehrhaus (1968) und der Kindergarten (1974).<ref name="chronik" /> Außerdem gründeten 24 Unterhauser 1966 den Sportverein Unterhausen.<ref>SVU Vereinsgeschichte. In: sv-unterhausen.de. Abgerufen am 23. Januar 2020.</ref> Im Jahr 1988 wurde das Vereinsheim eingeweiht.<ref name="chronik" />

Im Zuge der Gebietsreform wurde am 1. Januar 1978 die gesamte Gemeinde nach Weilheim eingemeindet.<ref></ref>

Einwohnerentwicklung

Dorf Gemeinde
Jahr Einwohner Gebäude
(ab 1885 nur Wohngebäude)
Einwohner Gebäude
(ab 1885 nur Wohngebäude)
1825<ref>Adolph von Schaden: Topographisch-statistisches Handbuch für den Isarkreis im Königreich Baiern. 1825, S. 505 (Digitalisat in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> 112 22
1864<ref>Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 334, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> 108 43, 1 Kirche 120 45
1871<ref name="ortsverz1871">Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 378, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> 147 49 153 51
1885<ref name="ortsverz1885">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 360 (Digitalisat).</ref> 168 32 181 34
1900<ref name="ortsverz1900">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 359 (Digitalisat).</ref> 156 31 165 33
1925<ref name="ortsverz1925">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 372 (Digitalisat).

</ref> || 216 || 36 || 233 || 38

1950<ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 349 (Digitalisat).</ref> 368 57 400 59
1970<ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 64 (Digitalisat).</ref> 576 593
1987<ref name="ortsverz1987">Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 161 (Digitalisat).</ref> 736 191 744<templatestyles src="FN/styles.css" /> 1 193<templatestyles src="FN/styles.css" /> 1
2000<ref name="einwohnerwesen">Stadt Weilheim i.OB - 4.2. Einwohnerwesen. Abgerufen am 11. Oktober 2022.</ref> 947
2010<ref name="einwohnerwesen" /> 1003
2017<ref name="einwohnerwesen" /> 1090
2018<ref name="einwohnerwesen" /> 1096
2019<ref name="einwohnerwesen" /> 1026
2020<ref name="einwohnerwesen-2022">Stadt Weilheim i.OB - 4.2. Einwohnerwesen. Abgerufen am 11. Juli 2023.</ref> 1067
2021<ref name="einwohnerwesen-2022" /> 1061
2022<ref name="einwohnerwesen-2022" /> 1093

<templatestyles src="FN/styles.css" />

1 
Werte der ehemaligen Gemeindeteile summiert

Religion

Die römisch-katholische Pfarrei Mariä Heimsuchung gelangte in den 2010er-Jahren zur Pfarreiengemeinschaft Weilheim. Die Pfarrkirche war lange Zeit ein Wallfahrtsort.

1871 waren 99,3 % der Einwohner der Gemeinde römisch-katholisch, der Rest protestantisch.<ref name="ortsverz1871" /> Daran änderte sich bis mindestens 1925 wenig (1885: 95,0 %; 1900: 93,9 %; 1925: 97,4 %).<ref name="ortsverz1871" /><ref name="ortsverz1885" /><ref name="ortsverz1900" /><ref name="ortsverz1925" />

Sehenswürdigkeiten

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Wirtschaft und Infrastruktur

Bildung

Unterhausen gehört zum Schulsprengel Wielenbach.<ref>Schulsprengel Grundschulen und Mittelschulen in Bayern. In: km.bayern.de. Abgerufen am 23. Januar 2020.</ref>

Verkehr

An Unterhausen vorbei verläuft in Nord-Süd-Richtung die Bundesstraße 2.

Unterhausen ist durch drei Bushaltestellen (Martin-Raith-Str., Dorfstraße, Ringstraße) an das Netz des Regionalverkehrs Oberbayern angeschlossen. Es halten die Linien 9600 (Weilheim–Wielenbach–WilzhofenTutzing), 9650 (Weilheim–RaistingDießen und zurück) und 9653 (Weilheim–Wielenbach–Wilzhofen–PählHerrsching).

Weblinks

Commons: Unterhausen (Weilheim in Oberbayern) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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Vorlage:Navigationsleiste Gemeindeteile der Kreisstadt Weilheim in Oberbayern Vorlage:Hinweisbaustein