Zum Inhalt springen

Universitätsklinikum Bonn

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Das Universitätsklinikum Bonn (UKB) ist ein Krankenhaus der Maximalversorgung mit 1341 Betten<ref name="ukb23ke">Geschäftsbericht 2023 des UKB - Kennzahlen 2023, Seite 4 sowie ab Seite 36. (PDF) ukbonn.de, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 30. Januar 2025.</ref>.

Etwa 9.884<ref name="UKB258a">Universitätsklinikum Bonn auf Wachstumskurs – trotz herausfordernder Rahmenbedingungen. ukbnewsroom.de, 13. August 2025, abgerufen am 15. August 2025.</ref> Mitarbeiter arbeiteten dort in Forschung, Lehre und Krankenversorgung sowie im öffentlichen Gesundheitswesen mit Stand des Jahres 2024.

Universitätsklinikum Bonn
Datei:UKB-Logo-2017.svg
Logo
Trägerschaft Anstalt des öffentlichen Rechts
Ort Bonn

Bundesland Vorlage:NRW
Staat DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland
Koordinaten 50° 42′ 6″ N, 7° 6′ 11″ OKoordinaten: 50° 42′ 6″ N, 7° 6′ 11″ O
 {{#coordinates:50,701694444444|7,1031111111111|primary
dim=500 globe= name= region=DE-NW type=building
  }}
Leitung Uwe Reuter<ref name="IDW1009">Neuer Vorstand am Universitätsklinikum Bonn - Prof. Uwe Reuter übernimmt Vorsitz und Ärztliche Leitung. idw-online.de, 9. Oktober 2025, abgerufen am 10. Oktober 2025.</ref>, Vorstandsvorsitzender und ärztlicher Vorstand
Versorgungsstufe Maximalversorgung
Betten 1.341 Planbetten (2023)
Mitarbeiter ca. 9.200 (2023) bzw. 9.884 (2024)
davon Ärzte rd. 1.200 (2023)
Zugehörigkeit Universität Bonn
Gründung 1818
Website https://www.ukbonn.de/
Lage
Universitätsklinikum Bonn (Nordrhein-Westfalen)
Universitätsklinikum Bonn (Nordrhein-Westfalen)
Datei:Luftbild ukb 0824.jpg
Gesamtansicht UKB aus der Luft
Datei:Organigramm-des-universitaetsklinikums-bonn-ukb.pdf
Organigramm des UKB vom Oktober 2024
Datei:Eltern-Kind-Zentrum.jpg
Eltern-Kind-Zentrum (ELKI) als Entwurfszeichnung
Datei:U-NPP-A-0827-NPP-DZNE-Gebäude-2019-06-04-346607b.jpg
Neurologie, Psychiatrie und Psychosomatik (NPP)

Geschichte

Mit der preußischen Neugründung der Hochschule 1818 als Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn wurden die Kliniken der medizinischen Fakultät zunächst im ehemaligen Kurfürstlichen Schloss untergebracht, das der Universität vermacht worden war.<ref>Jost Dockter: Hauptgebäude der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Eintrag in der Datenbank „KuLaDig“ des Landschaftsverbands Rheinland, 2015Vorlage:Abrufdatum</ref> Wegen zunehmenden Platzbedarfs in den folgenden Jahrzehnten erwarb die Universität 1865 ein ehemaliges Bastionsgelände in Rheinnähe,<ref name="AHM">Axel Hinrich Murken: Vom Armenhospital zum Großklinikum. Die Geschichte des Krankenhauses vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart. DuMont-Verlag, Köln 1988, S. 165; ISBN 3-7701-2134-1.</ref> im Gebiet der heutigen Beethovenhalle. Die klinischen Disziplinen für Gynäkologie und Geburtshilfe, für Innere Medizin, für Chirurgie sowie für Dermatologie und Venerologie bekamen jeweils eigene Gebäude. 1872 konnte als erste die Geburtshilflich-Gynäkologische Klinik bezogen werden, bis 1884 folgten die übrigen.<ref name="AHM" />

Obwohl viele der Professoren und Mitarbeiter als überzeugte Katholiken galten, schlossen sich 1933 über ein Drittel der Fakultätsmitglieder der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei an. Nach dem Inkrafttreten des „Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ vom 14. Juli 1933 wurden in der Frauenklinik Zwangssterilisationen und Zwangsabtreibungen vorgenommen.<ref>Ralf Forsbach: Die Medizinische Fakultät der Universität Bonn im „Dritten Reich“ (1933–1945). In: Internetportal Rheinische Geschichte; abgerufen am 26. Januar 2023.</ref> Bei einem Bombenangriff am 14. Oktober 1944 wurden das Hauptgebäude der Universität im ehemaligen kurfürstlichen Schloss und das Klinikviertel am Rhein schwer beschädigt.<ref name="CG">Christian George: Der Neubeginn der Universität Bonn nach 1945. In: Internetportal Rheinische Geschichte; abgerufen am 26. Januar 2023.</ref>

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Universitätsklinikum auf dem Gelände einer ehemaligen Flak-Kaserne auf dem Venusberg neu errichtet. Die ersten Kliniken nahmen dort ab 1949 ihren Betrieb wieder auf.<ref name="CG" /> Inzwischen sind in der Stadt außerhalb des Venusberg-Campus nur noch das Gerichtsmedizinische Institut, die Diamorphinambulanz, die Vorklinischen Institute und die Zahnklinik des UKB. Seit 2001 ist das Universitätsklinikum Bonn selbstständig in Rechtsform einer AöR mit einem eigenen Aufsichtsrat. Es wird von einem fünfköpfigen Vorstand geführt.<ref name="GB2021">Kennzahlen. (PDF) UKB, abgerufen am 26. Oktober 2022.</ref><ref name="ukb23ke" />

Struktur

Kennzahlen zum UKB

Gemäß dem eigenen Geschäftsbericht des Jahres 2023<ref name="ukb23ke" /> umfasst das UKB:

Bereich Pflege

Die Pflege am UKB gemäß dem Geschäftsbericht 2023<ref name="ukb23pfle">Geschäftsbericht 2023 des UKB - Pflege Seite 8 bis 11. (PDF) ukbonn.de, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 30. Januar 2025.</ref>

  • Pflegedienst: 1.517 Vollkräfte
  • Nichtwissenschaftliche Medizintechnische Dienstleistungen (MTD): 1.330 Vollkräfte
  • Funktionsdienst (FD): 625 Vollkräfte
  • Personal der Ausbildungsstätten: 46 Vollkräfte
  • Ausbildungszentrum für Pflegeberufe
  • 2021 nahmen in Mexiko 30 Kandidaten am „Global Skill Partnership“-Projekt teil, die anschließend in 2022 ihre Tätigkeit am UKB begannen<ref name="GB2021" />

Rankings und Case Mix Index (CMI)

Krankenversorgung

Datei:Leitbild des UKB.png
Leitbild des UKB

Hervorzuheben aus dem Bereich der Krankenversorgung (KV) ist u. a. (d. h. ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

Forschung

Datei:Biomedizinisches Zentrum I.jpg
Biomedizinisches Zentrum I (BMZ I)
Datei:Biomedizinisches Zentrum II.jpg
Biomedizinisches Zentrum II (BMZ II)

Forschungsarbeitsgruppen des UKB sind teilweise auch an interdisziplinären Projekten der Universität Bonn tätig, dies betrifft z. B. deutlich das Life and Medical Sciences Bonn (LIMES)<ref name="limes25">Das LIMES-Institut. UKB, abgerufen am 25. März 2025.</ref> sowie den transdisziplinären Forschungsbereich „Life & Health“<ref name="LifeHealth">Uni Bonn - Transdisziplinärer Forschungsbereich Life & Health. ukbnewsroom.de, abgerufen am 17. Juni 2025.</ref> und das Pharma-Zentrum-Bonn (PZB),<ref name="PharmaZentBN">Pharma-Zentrum-Bonn (PZB). uni-bonn.de, abgerufen am 1. Juli 2025.</ref> das sich als Plattform bzw. Forum für den wissenschaftlichen Austausch und die Vernetzung aller Pharmaforschenden an der Universität Bonn sowie an außeruniversitären Forschungseinrichtungen versteht. Auch transdisziplinär tätig ist das am 23. Februar 2024 gegründete „Zentrum für Medizinische Datennutzbarkeit und Translation“ (ZMDT)<ref name="ZMDT">Das Zentrum für Medizinische Datennutzbarkeit und Translation (ZMDT). uni-bonn.de, abgerufen am 2. Juli 2025.</ref>, das insbesondere von der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät und der Medizinischen Fakultät getragen wird und unter der direkten Verantwortung des Rektorats der Universität Bonn steht.

Forschungsschwerpunkte

Stand Anfang 2025 weist die Bonner Medizinische Fakultät folgende Forschungsschwerpunkte bei sich aus<ref name="ukb25mf">Forschungsschwerpunkte der Medizinischen Fakultät. UKB, abgerufen am 17. März 2025.</ref>:

Forschungsverbünde

Genetische Medizin und Genetische Epidemiologie<ref>Forschungsschwerpunkt Genetics and Epidemiology, auf medfak.uni-bonn.de, abgerufen am 29. November 2022</ref>

  • BMBF NGFN+ Affektive Störungen und Schizophrenie (M. Nöthen)
  • BMBF Netzwerk Seltene Krankheiten „CURE-Net“ (Reutter)
  • E-Rare Angioedema (S. Cichon)
  • Deutsche Krebshilfe Verbundprojekt Familiärer Darmkrebs (Gründer Peter Propping †)
  • W3-Schwerpunktprofessur Genomic Statistics and Bioinformatics (Land NRW) (Krawitz)

Neurowissenschaften<ref>Forschungsschwerpunkt Neurosciences, auf medfak.uni-bonn.de, abgerufen am 29. November 2022</ref>

  • DFG-SFB/TR 3: Mesiale Temporallappen-Epilepsien (2012 auslaufend) (Steinhäuser)
  • DFG-Klinische Forschergruppe KFO 177: Angeborene Immunität bei chronischer Neurodegeneration (2007–2013) (Heneka, Klockgether)
  • DFG-Forschergruppe FOR 926: Pathologie und Pathophysiologie des Endocannabinoidsystems (Wiederbegutachtung 2011) (Zimmer)
  • BMBF-BioPharma-Wettbewerb Biopharma-Neuroallianz: Neue Drug Targets und Protektions-Strategien für neurodegenerative Erkrankungen – Identifizierung von microRNAs und deren Ziel-mRNAs (2009–2012) (Pfeifer; Müller, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät)
  • BMBF Kompetenznetz Degenerative Demenzen (KNDD) (Wiederbegutachtung 2010) (Maier)
  • E-Rare Internationales Netzwerk für spinozerebelläre Ataxien (RISCA) (Wiederbegutachtung 2011) (Klockgether)

Geschäftsberichte und Beteiligungen

Als AöR veröffentlicht das UK Bonn seit 2001 jährlich im Sommer des jeweiligen Folgejahres auch in Hinblick auf die gesetzlichen Offenlegungsvorschriften einen eigenen Geschäftsbericht. Mitte Juni 2025 sind im Internet weiterhin die Berichtsjahre ab 2012<ref name="ukbGeberi1223">Geschäftsberichte des UKB ab 2012. UK Bonn, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 15. Juni 2025; abgerufen am 17. Juni 2025.</ref><ref name="ukbUKOM">UKB - Veröffentlichungen / Geschäftsberichte. UK Bonn, abgerufen am 17. Juni 2025.</ref> einsehbar sowie eingeschränkt auch u. a. der Geschäftsbericht zum Berichtsjahr 2006.<ref name="ukbGeberi2006">Geschäftsbericht UKB 2006. UK Bonn, abgerufen am 17. Juni 2025.</ref>

Das UKB ist gemeinsam mit der Bonner Universität mehrheitlich beteiligt an der im Jahr 2002 mit Unterstützung des Landes NRW und des Bundes gegründeten Translations-Gesellschaft „Life and brain“<ref name="landbgr">LIFE & BRAIN – Gründer & Gesellschafter. lifeandbrain.com, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 25. März 2025.</ref><ref name="landb25">LIFE & BRAIN – Unsere Produkte & Services. lifeandbrain.com, abgerufen am 25. März 2025.</ref>, die in direkter Nachbarschaft zum Universitätsklinikum ansässig ist. Des Weiteren ist das UKB Hauptgesellschafter des „MVZ Venusberg“<ref name="mvzvenusb">Willkommen im MVZ Venusberg. ukbonn.de, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 25. März 2025.</ref>, einem 2008<ref name="HaRegVe">Medizinisches Versorgungszentrum Venusberg GmbH. online-handelsregister.de, abgerufen am 14. Juni 2025.</ref> gegründeten Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) in Bonn.

Personen

Liste der Vorstandsvorsitzenden seit Gründung der AöR

Die Vorstandsvorsitzenden werden hier i. d. R. für eine fünfjährige Amtszeit bestellt.

Amtszeit Person Komplette Amtsbezeichnung
ab November 2025 Uwe Reuter<ref name="IDW1009">Neuer Vorstand am Universitätsklinikum Bonn - Prof. Uwe Reuter übernimmt Vorsitz und Ärztliche Leitung. idw-online.de, 9. Oktober 2025, abgerufen am 10. Oktober 2025.</ref> Vorstandsvorsitzender und ärztlicher Vorstand
Oktober 2024 – Oktober 2025 Bernd Weber Kommissarischer Vorstandsvorsitzender und Dekan der Medizinischen Fakultät
Januar 2012 – September 2024 Wolfgang Holzgreve<ref name="LeopHolzgreve55">Leopoldina - Prof. Dr. Wolfgang Holzgreve. leopoldina.org, abgerufen am 17. Juni 2025.</ref> Vorstandsvorsitzender und ärztlicher Direktor
2002–2011 Michael Lentze<ref name="LeopLentze45">Leopoldina - Prof. Dr. Michael J. Lentze. leopoldina.org, abgerufen am 17. Juni 2025.</ref> Vorstandsvorsitzender und ärztlicher Direktor

Auswahl an mit dem UKB verbundener Persönlichkeiten

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

<references responsive />

<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

Baden-Württemberg: Universitätsklinikum Freiburg • Universitätsklinikum Heidelberg • Universitätsklinikum Mannheim • Universitätsklinikum Tübingen • Universitätsklinikum Ulm. Bayern: Universitätsklinikum Augsburg • Universitätsklinikum Erlangen • LMU Klinikum • TUM Klinikum Rechts der Isar • Universitätsklinikum Regensburg • Universitätsklinikum Würzburg. Berlin: Charité mit Rudolf-Virchow-Krankenhaus und Universitätsklinikum Benjamin Franklin. Brandenburg: Immanuel Klinikum Bernau • Immanuel Klinik Rüdersdorf • Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel • Universitätsklinikum Ruppin-Brandenburg. Hamburg: Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Hessen: Universitätsklinikum Frankfurt • Universitätsklinikum Gießen und Marburg. Mecklenburg-Vorpommern: Universitätsmedizin Greifswald • Universitätsmedizin Rostock. Niedersachsen: Universitätsmedizin Göttingen • Klinikum der Medizinischen Hochschule Hannover; Universitätsmedizin Oldenburg mit Klinikum Oldenburg, Pius-Hospital und Evangelisches Krankenhaus. Nordrhein-Westfalen: Universitätsklinikum Aachen • Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum • Universitätsklinikum Bonn • Universitätsklinikum Düsseldorf • Universitätsklinikum Essen • Universitätsklinikum Köln • Universitätsklinikum Münster • Universitätsklinikum OWL • Krankenhaus Köln-Merheim (Witten/Herdecke). Rheinland-Pfalz: Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Saarland: Universitätsklinikum des Saarlandes. Sachsen: Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden • Universitätsklinikum Leipzig • Herzzentrum Leipzig. Sachsen-Anhalt: Universitätsklinikum Halle (Saale) • Universitätsklinikum Magdeburg. Schleswig-Holstein: Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (Kiel und Lübeck). Thüringen: Universitätsklinikum Jena. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein