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Universität des Saarlandes

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Universität des Saarlandes
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Gründung 15. November 1948
Trägerschaft staatlich
Ort Saarbrücken und Homburg
Bundesland SaarlandDatei:Flag of Saarland.svg Saarland
Land Deutschland Deutschland
Präsident Ludger Santen<ref>Universität des Saarlandes: Der Präsident. Abgerufen am 16. April 2024.</ref>
Studierende 16.250 (WS 2025/26)<ref>Studierendenstatistik Wintersemester 2025/26. In: uni-saarland.de. 30. November 2025, abgerufen am 12. Dezember 2025.</ref>
Mitarbeiter 5.021 (Stand 31.12.2024), davon 1.371 Hilfskräfte, 1.614 Mitarbeiter in der Verwaltung und technisches Personal, 54 Auszubildende<ref name="Zahlen">"Zahlen und Fakten" auf der Website der Universität des Saarlandes, Stand: 31. Dezember 2024.</ref>
davon wissensch. 1.688 (Stand 31.12.2024)<ref name="Zahlen" />
davon Professoren 294 (inkl. Juniorprofessoren)<ref name="Zahlen" />
Jahresetat 446 Mio. € (2024) inkl. 101 Mio. € Drittmittel<ref>Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2024 (S. 9) (PDF; 867 KB), zu finden unter https://www.uni-saarland.de/universitaet/organisation/praesidium/papiere/jahresbericht/2024.html</ref>
Netzwerke DFH<ref name="dfh" />, MGU, UniGR, UA11+
Website www.uni-saarland.de

Die Universität des Saarlandes ist mit etwa 17.000 Studenten und etwa 4800 Mitarbeitern die größte Hochschule des Saarlandes.

Der Campus Saarbrücken (Universität Saarbrücken), dessen Kernstück die ehemalige Below-Kaserne bildet, liegt mitten im Stadtwald innerhalb des Stadtteils St. Johann. Am Campus Homburg, 30 km von Saarbrücken entfernt, befinden sich die Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes, die zum Universitätsklinikum des Saarlandes gehört.

Die Universität ist international bekannt durch die Informatikforschung und Teil vom Spitzencluster Software-Cluster. Im „NanoBioMed“-Bereich arbeiten Natur- und Materialwissenschaftler mit Medizinern und Pharmazeuten zusammen. Die engen Beziehungen zu Frankreich und der Europa-Schwerpunkt in den Geistes-, Sozial- und Rechtswissenschaften sind weitere Markenzeichen.

Geschichte

Datei:Campus der Universitaet des Saarlandes.jpg
Blick vom Schwarzenbergturm auf den Campus Saarbrücken

Gründung unter französischer Besatzung 1948

Die Universität wurde 1948 mit französischer Unterstützung im damals politisch teilautonomen und wirtschaftlich mit Frankreich verbundenen Saarland gegründet. Sie ging aus dem zunächst der Universität Nancy angegliederten Institut d’études supérieures de Hombourg hervor; am 8. März 1947 wurde in Homburg das erste Institut der saarländischen Hochschule als Zweigstelle der Universität Nancy eingeweiht.<ref name=":0">Hannes Ludyga: Die Anfänge der Rechtswissenschaften an der Saar. In: Hannes Ludyga, Dan Aradovsky, Simon Dörrenbächer (Hrsg.): Rechtswissenschaften an der Saar. Duncker & Humblot, Berlin 2025, S. 19 f.</ref> Am 9. April 1948 nahm dann in Homburg die Universität des Saarlandes ihren Lehrbetrieb auf (Campus Homburg).<ref>Dominik Groß, Wolfgang Müller: Die Diskussion um die Errichtung eines Ordinariats im Fach Geschichte der Medizin an der Universität des Saarlandes (1948–1977). In: Würzburger medizinhistorische Mitteilungen. Band 22, 2003, S. 248–262, hier: S. 248 f.</ref> Am 15. November 1948 fand die Aufnahme des Lehrbetriebs in der ehemaligen Below-Kaserne im Saarbrücker Stadtwald statt (Campus Saarbrücken).

Rechtswissenschaften

Die Rechtswissenschaftliche Fakultät wurde am 7. Oktober 1948 errichtet, die Vorlesungen fanden zunächst noch in französischer Sprache statt.<ref name=":0" /> Im Sommersemester 1950 erfolgte die Neuorganisation als Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät.<ref name=":0" />

NS-Belastung

Aufgrund der Neugründung der Universität nach Kriegsende konnte kein von Nationalsozialismus belasteter Hochschullehrer seine Tätigkeit schlichtweg fortsetzen; eine "Entnazifizierung" von neuen Lehrkräften zunächst in der Verantwortung des französisch-saarländischen Verwaltungsrates, der in Einzelfällen auch belastete Rechtswissenschaftler wie Ulrich Stock, Karl Imig (der als Richter für einzelne Todesurteile am Sondergericht Saarbrücken verantwortlich war), Heinrich Lange, Ernst Seelig, Karl Maria Hettlage oder Friedrich Karl Vialon ein Lehrbefugnis erteilte.<ref name=":1">Simon Dörrenbächer: Die Rechtswissenschaftliche Fakultät und der Nationalsozialismus. Zu Kontinuitäten und Zäsuren in den Anfangsjahren der Rechtswissenschaftlichen Fakultät am Beispiel ausgewählter Professoren und Lehrbeauftragter. In: Hannes Ludyga, Dan Aradovsky, Simon Dörrenbächer (Hrsg.): Rechtswissenschaften an der Saar. Duncker & Humblot, 2025, S. 55 f.</ref> Die Station in Saarbrücken diente auf diese Weise einigen NS-Juristen als notwendige Zwischenstation für ihre Rückkehr an die übrigen deutschen Fakultäten.<ref name=":1" /> Der ganz überwiegende Teil der Professoren an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät war jedoch bereits aufgrund seines Alters frei von jedem Verdacht einer NS-Belastung; so prägten anerkannte Figuren wie Heinz Hübner, Arthur Kaufmann, Gerhard Kielwein, Werner Maihofer oder Heinz Müller-Dietz das Profil der Fakultät.<ref name=":1" /> Eine kritische Auseinandersetzung mit den Universitäts-Ehrensenatoren Heinrich Welsch und Max Obé erfolgte erst 2018 bzw. 2022. Beiden Personen wurde wegen ihrer aktiven Rolle im NS-Unrechtsregime der Titel eines Ehrensenators posthum aberkannt.<ref>Wegen aktiver Rolle im Nationalsozialismus | Uni entzieht Ex-Regierungschef Auszeichnung, auf saarbruecker-zeitung.de</ref> Heinrich Welsch war unter anderem Leiter der Gestapo in Trier und machte im Dritten Reich Karriere; Obé wird eine Mitverantwortung für Zwangssterilisationen von sog. Rheinlandbastarden, Zwangsabtreibungen und „Euthanasiemaßnahmen“ zugewiesen.

Saar Uni als Prototyp einer Europäischen Universität

Dank ihres zweisprachigen Lehrkörpers vereinte die Universität des Saarlandes deutsche und französische Bildungstraditionen und besitzt seit ihrer Gründung ein internationales Profil, das 1950 mit der Proklamation zur „europäischen Universität“ und 1951 mit der Einrichtung des Europa-Instituts als „Krone und Symbol“ der Universität seinen sichtbaren Ausdruck fand.<ref name=":0" /> An der Universität bestehen mehrere frankophone Professuren, darunter zwei an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät im Centre juridique franco-allemand sowie zwei in der Literaturwissenschaft der Philosophischen Fakultät.<ref>Universität des Saarlandes: Frankophone Lehrstühle. Abgerufen am 15. April 2026.</ref> Zudem ist die bundesweit einzige Arbeitsstelle für die wissenschaftliche Frankophonie in Deutschland an der Universität des Saarlandes unter dem organisatorischen Dach des Frankreichzentrums angesiedelt.<ref>Universität des Saarlandes: Cellule francophone en Allemagne. 2. Februar 2026, abgerufen am 15. April 2026.</ref> Hinzu kommt ein breites Angebot an internationalen Studiengängen mit bi- und trinationalen Abschlüssen.<ref>Universität des Saarlandes: Internationale Studienprogramme. Abgerufen am 15. April 2026.</ref> Zu weiteren zentralen Programmen zählen die Europa-Gastprofessur,<ref>Universität des Saarlandes: Europa-Gastprofessur. Abgerufen am 15. April 2026.</ref> der LL.M.-Studiengang im Europäischen und Internationalen Recht am Europa-Institut,<ref>Master LL.M. - Europa-Institut. Abgerufen am 15. April 2026.</ref> ein Jean-Monnet-Lehrstuhl sowie das studienbegleitende Zertifikatsprogramm „Europaicum“.<ref name="europaicum">Zertifikat Europaicum. Universität des Saarlandes, abgerufen am 15. April 2026.</ref>

Institutionell wird diese europäische Ausrichtung im Cluster für Europaforschung (CEUS) strukturell gebündelt, um die bestehenden europabezogenen Einrichtungen und Aktivitäten der Philosophischen Fakultät, der Rechtswissenschaftlichen Fakultät sowie der Fakultät für Empirische Humanwissenschaften und Wirtschaftswissenschaft stärker zu vernetzen. Seit 2023 ist mit dem Nachwuchskolleg Europa die Nachwuchsförderung im Bereich der Europaforschung am CEUS verankert, mit drei Promovierenden- und drei Postdoc-Stellen.<ref>Universität des Saarlandes: Nachwuchskolleg Europa. 11. Februar 2026, abgerufen am 15. April 2026.</ref> Das Cluster ging 2021 aus dem 2012 gegründeten Collegium Europaeum Universitatis Saraviensis (Europa-Kolleg CEUS) hervor.<ref>Universität des Saarlandes: Über das CEUS. Abgerufen am 15. April 2026.</ref>

Die europäische Vernetzung der Universität ist insbesondere im Grenzraum ausgeprägt und unter anderem im Verbund „Universität der Großregion“ (UniGR) institutionalisiert, an dem neben der Universität des Saarlandes die Universitäten Kaiserslautern und Trier, die Universität Luxemburg, die Universität von Lothringen in Frankreich und die Universität Lüttich in Belgien beteiligt sind.<ref>Universität der Großregion (UniGR). Abgerufen am 15. April 2026.</ref> Im Schwerpunktbereich „Border Studies“ bestehen gemeinsame Forschungs- und Studienprogramme, darunter ein trinationaler Masterstudiengang sowie das UniGR-Center for Border Studies.<ref>UniGR-Center for Border Studies. Abgerufen am 15. April 2026.</ref> Darüber hinaus ist die Universität des Saarlandes Teil der europäischen Hochschulallianz Transform4Europe, die im Rahmen der Initiative „Europäische Hochschulen“ von der Europäischen Kommission gefördert wird. Die Allianz umfasst Partneruniversitäten in Italien, Spanien, Portugal, Frankreich, Polen, Bulgarien, Estland, Slowenien, Litauen und in der Ukraine.<ref>Transform4Europe Alliance. Abgerufen am 15. April 2026.</ref>

Entwicklung der Studierendenzahlen

Nachfolgend die Entwicklung der Studierendenzahlen, jeweils zum 30. November des entsprechenden Jahres.<ref>Studierendenzahlen jeweils 30.11. des Jahres: Studierendenstatistiken, auf uni-saarland.de</ref>

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Fakultäten

Seit Oktober 2016 gliedert sich die Universität in sechs Fakultäten:

Studienangebot

Das Studienangebot umfasst rund 130 Studienfächer (davon jeweils rund 50 Bachelor- und Masterstudiengänge, vier Staatsexamensfächer, 20 mit Lehramtsabschluss sowie ein Dutzend Aufbaustudiengänge). Zum Angebot gehören auch rund 30 internationale Studienfächer, wovon mehr als die Hälfte einen Doppelabschluss vorsehen.

Zu den größten Studiengängen gehören die Studiengänge Humanmedizin, Rechtswissenschaft und Pharmazie, die Bachelor- und Masterstudiengänge Betriebswirtschaftslehre, Informatik und Psychologie, die Bachelorstudiengänge Wirtschaft und Recht (B.Sc.), Wirtschaftsinformatik (B.Sc.), Cybersicherheit (B.Sc.) und Historisch orientierte Kulturwissenschaften (B.A.) sowie der Masterstudiengang Wirtschaftsrecht für die Unternehmenspraxis (LL.M.). 47 % aller Studierenden waren im Jahr 2019 in einem dieser Studiengänge eingeschrieben.<ref>https://www.uni-saarland.de/fileadmin/upload/studium/statistik/2019-2/6449.pdf</ref>

Forschung

Sonderforschungsbereiche

Es gibt derzeit (Stand: 2021) fünf Transregio-Programme (TRR), drei Sonderforschungsbereiche (SFB) und zwei DFG-Schwerpunkt-Programme (SPP), die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert werden:

Exzellenzinitiative und -strategie

Im Rahmen der Exzellenzinitiative wurden an der Universität des Saarlandes ab November 2007 das Exzellenzcluster M2CI – Cluster of Excellence on Multimodal Computing and Interaction und die Graduiertenschule Graduate School of Computer Science gefördert, bei beiden war auch der Fortsetzungsantrag ab November 2012 erfolgreich. Seit Januar 2019 wird die Universität nicht mehr durch die Exzellenzstrategie gefördert.<ref>Die meisten Exzellenzcluster gehen nach NRW. 8. November 2019, abgerufen am 8. November 2019.</ref>

Spitzencluster

Die Universität des Saarlandes ist Teil des Spitzenclusters Software-Cluster, welches im Rahmen des Spitzencluster-Wettbewerbs von 2010 bis 2015 durch das BMBF gefördert wurde. Ziel des Clusters ist es, die Transformation von Unternehmen zu digitalen Unternehmen zu ermöglichen. Es besteht aus den Zentren Darmstadt, Kaiserslautern, Karlsruhe, Saarbrücken und Walldorf.<ref>Rainer Hein, Darmstadt: IT-Branche in Darmstadt: Im Silicon Valley von Südhessen. 21. April 2015, ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 6. Oktober 2019]).</ref><ref>https://software-cluster.org/</ref>

Forschungsumfeld

Datei:DFKI-SB.jpg
Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI)
Datei:Fraunhofer Institut für Zerstörungsfreie Prüfverfahren Saarbrücken.jpg
Fraunhofer-Institut für Zerstörungsfreie Prüfverfahren

Im Umfeld der Universität des Saarlandes haben sich renommierte Forschungseinrichtungen angesiedelt. Zum Informatik-Standort zählen das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (seit 1988), die Max-Planck-Institute für Informatik (seit 1988) und für Softwaresysteme (seit 2004), das Leibniz-Zentrum für Informatik auf Schloss Dagstuhl (seit 1989) sowie das CISPA – Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit (seit 2019).

Auf dem Gebiet der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik forschen das Fraunhofer-Institut für Zerstörungsfreie Prüfverfahren (seit 1972), das Leibniz-Institut für Neue Materialien (seit 1987) sowie das Steinbeis-Forschungszentrum Material Engineering Center Saarland (MECS) (seit 2009).

Das Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik in Sulzbach/Saar (seit 1992), das Korea Institute of Science and Technology Europe (seit 1996) sowie das Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (2009) forschen im Bereich der Biowissenschaften.

Leibniz-Preisträger

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft verleiht einmal pro Jahr den Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis an herausragende deutsche Wissenschaftler und würdigt damit ihre Arbeit. Folgende Forscher an der Universität des Saarlandes erhielten den Leibniz-Preis:

Bibliotheken

Datei:Sulb turm.jpg
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek (SULB)

Das Bibliothekssystem an der Universität des Saarlandes befindet sich in einem Umstrukturierungsprozess, in dem kleinere Bibliotheken zu größeren Verwaltungseinheiten zusammengefasst wurden. Zur Zentralbibliothek der Saarländischen Universitäts- und Landesbibliothek (SULB) gehört auch die Medizinische Abteilung in Homburg/Saar. Weitere große Bibliotheken sind die Campus-Bibliothek für Informatik und Mathematik, gemeinsam mit den Bibliotheken des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) und der Max Planck-Institute für Informatik und für Softwaresysteme, die Naturwissenschaftlich-Technische Bereichsbibliothek einschließlich Leibniz-Institut für Neue Materialien, die Bereichsbibliothek 1 der Philosophischen Fakultät, die Bereichsbibliothek Empirische Humanwissenschaften sowie die Bibliotheken der Wirtschaftswissenschaften und der Rechtswissenschaftlichen Fakultät, die einen zusätzlichen Schwerpunkt auf dem Europarecht hat. Nach der Sanierung des Gebäudes der Zentralbibliothek ist dort die Philologische Bibliothek integriert, die die Bereiche Anglistik/Amerikanistik, Germanistik, Romanistik und ab 2020 auch Angewandte Sprachwissenschaft beinhaltet. Neben den Mitgliedern und Angehörigen der Saar-Universität sind alle Bibliotheken zudem dem allgemeinen, wissenschaftlich interessierten Publikum zugänglich.

Zusätzlich betreibt die Bibliothek drei Dokumentenserver (Jahresbibliographie der Universität des Saarlandes, Scidok als Dokumentenserver der Universität des Saarlandes, Saardoc als Archivserver für Dokumente mit Bezug zum Saarland).

Die Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek versorgt ihre rund 12.500 aktiven Entleiher mit Literatur aus allen Fachgebieten. Gemäß ihrem Sammelauftrag als Landesbibliothek sammelt sie zudem relevante Literatur zum Saarland und dem Saar-Lor-Lux-Raum. Der Bestand umfasst derzeit rund 1,6 Millionen Einheiten. Elektronische Zeitschriften aus großen Paketen haben inzwischen die Druckerzeugnisse fast völlig verdrängt: Im Jahr 2017 standen neben 560 Einzelabonnements ca. 48.000 Zeitschriften in digitaler Form über Pakete zur Verfügung.

Gebühren

Datei:Preisentwicklung des Semesterbeitrags.png
Preisentwicklung des Semesterbeitrags seit dem Wintersemester 2022.

Es wird ein Semesterbeitrag in Höhe von 394,30 Euro (WS 2025/26)<ref>Universität des Saarlandes: Semesterbeitrag. 2025, abgerufen am 2. Dezember 2025.</ref> erhoben, der sich aus folgenden Beiträgen zusammensetzt:

Der Beitrag bleibt im kommenden Sommersemester gleich.<ref>Universität des Saarlandes: Semesterbeitrag. Universität des Saarlandes, 2025, abgerufen am 2. Dezember 2025.</ref>

Besonderheiten: An allen Universitäten in Baden-Württemberg, Berlin, Bremen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen sind die Beiträge zur allgemeinen Studierendenschaft zum Wintersemester 2020/21 geringer als an der Universität des Saarlandes; in Bayern werden überhaupt keine Gebühren erhoben. Eine gesonderte Erhebung eines Beitrags zur Unfall-, Haftpflicht- und Diebstahlversicherung ist im bundesweiten Vergleich auch eher unüblich.

Für Seniorstudierende ab dem 55. Lebensjahr fallen zusätzliche Semestergebühren von 400 Euro an<ref>Dienstblatt der Hochschulen des Saarlandes. Saarbrücken 12. Januar 2018, S. 21, § 5 (uni-saarland.de [PDF]).</ref>. Eingeschriebene Studierende anderer Hochschulen (Zweithörer) zahlen grundsätzlich 315,65 Euro, wobei dies nicht für Studierende der TU Kaiserslautern, der Universität Koblenz-Landau und der Universität Trier (Universitätsverbund Südwest) gilt, die gegenseitig von Gebühren bzw. Beiträgen befreit sind. Das Semesterticket ist in diesem Betrag nicht enthalten und kann optional von Zweithörern erworben werden.<ref>Universitätsverbund Südwest, auf uni-saarland.de</ref>

Zwischen 2003 und 2010 wurden zusätzlich zum obligatorischen Semesterbeitrag auch Langzeitstudiengebühren bzw. allgemeine Studiengebühren erhoben.

Siehe auch: Studiengebühren in Deutschland#Saarland

Wissenswertes und Fakten

Rektoren und Präsidenten

Datei:20200414Universität des Saarlandes 07.jpg
Präsidium

Bis 1973 wurde die Universität von einem Rektor geführt, seitdem gibt es das Amt des Präsidenten.<ref>Bilderchronik der Rektoren / Präsidenten, abgerufen am 31. Dezember 2025</ref>

Persönlichkeiten

Bekannte Alumni, Lehrkräfte und Mitarbeiter finden sich in der Liste von Persönlichkeiten der Universität des Saarlandes.

Siehe auch

Literatur

  • Armin Heinen, Rainer Hudemann (Hrsg.): Universität des Saarlandes 1948–1988. O/D Buch- u. Kunstverlag, Saarbrücken 1989, ISBN 3-923755-23-6.
  • Regina Paquet: Ab ovo – aus den Anfängen der Universität des Saarlandes. Erinnerungen und Impressionen einer Studentin 1948–1952. Röhrig Universitätsverlag, St. Ingbert 1996, ISBN 3-86110-039-8.
  • Romana Weiershausen: „Frankophone Germanistik“ in Saarbrücken: Chancen für die Germanistik im deutsch-französischen Grenzraum. In: Romanische Studien, Nr. 1 (2015), S. 267–280, online: http://www.romanischestudien.de/index.php/rst/article/view/14.
  • Thilo Offergeld: 75 Jahre Universität des Saarlandes: Themen, Akteure, Orte ihrer Geschichte. Geistkirch-Verlag, Saarbrücken 2023, ISBN 978-3-949983-11-5.
  • Wolfgang Müller: Die Universität des Saarlandes. Impressionen aus 60 Jahren. Sutton Verlag, Erfurt 2017, ISBN 978-3-86680-396-1.

Weblinks

Commons: Universität des Saarlandes – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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Netzwerk. Liste der Hochschulen im Netzwerk der DFH. In: www.dfh-ufa.org. Deutsch-Französische Hochschule, abgerufen am 7. Oktober 2019.

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