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United States Greenback Party

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Vorlage:Hinweisbaustein Die Greenback Party (Greenback-Partei) – auch Greenback-Labor Party (Greenback-Arbeiterpartei) genannt – war eine politische Partei in den Vereinigten Staaten in den Jahren zwischen 1874 und 1884.

Der Name ist ein Verweis auf das Papiergeld der USA, das manchmal auch „greenback“ genannt wird. Gemeint sind die Banknoten, die während und nach dem Amerikanischen Bürgerkrieg bis heute herausgegeben wurden und für ihre typische grüne Farbe bekannt sind. Der Parteiname sollte auf den besonderen Stellenwert geldpolitischer Forderungen hinweisen. Die Partei kündigte an, größere Mengen Geld zu emittieren, im Glauben dies würde vielen Leuten – besonders Landwirten – helfen, höhere Preise zu erzielen und Schulden leichter bezahlen zu können. Gegründet wurde die Greenback-Partei als politische Partei hauptsächlich von Landwirten, die während der Panik von 1873 finanziell zu Schaden gekommen waren.

Das Gründungstreffen der Partei fand in Indianapolis am 25. November 1874 statt. Ursprünglich lautete der Name Independent National Party (Unabhängige Nationalpartei). 1878 wurden 13 ihrer Mitglieder in den US-Kongress gewählt. 1880 ergänzte die Greenback-Partei ihr Parteiprogramm um Forderungen nach einer Einkommensteuer, dem Achtstundentag und dem Frauenwahlrecht. Der Einfluss der Partei schwand rasch; nachdem sie bei den Kongresswahlen 1884 durchgefallen war (und mit James B. Weaver nur mehr einen Abgeordneten stellte), verlor sie zunehmend an Bedeutung. 1888 fusionierte die Partei mit der „Union Labor Party“. 1892 erfolgte ein Zusammenschluss mit der „People’s Party“.

Hintergrund

Der Amerikanische Bürgerkrieg von 1861 bis 1865 hatte erhebliche Auswirkungen auf das Finanzsystem der Vereinigten Staaten von Amerika. Er führte zu enormen neuen kriegsbedingten Ausgaben und störte zugleich den Zufluss von Steuereinnahmen aus den Südstaaten, die sich als die Konföderierten Staaten von Amerika organisiert hatten. Der Akt der Sezession im Süden löste im Norden eine kurze, aber schwere Wirtschaftspanik und eine Krise des öffentlichen Vertrauens in die Bundesregierung aus. Die anfänglichen Illusionen der Regierung über einen schnellen militärischen Sieg erwiesen sich als trügerisch, und nach mehreren Erfolgen der Südstaaten fiel es der Bundesregierung zunehmend schwer, die Staatsanleihen zu verkaufen, die zur Finanzierung des Kriegs notwendig waren.<ref>Paul Kleppner: The Greenback and Prohibition Parties. In Arthur M. Schlesinger (Hrsg.): History of U.S. Political Parties: Volume II, 1860-1910, The Gilded Age of Politics. Chelsea House, New York 1973, S. 1552.</ref>

Präsidentschafts-Kandidaten

Siehe auch

Einzelnachweise

<references />