Ultrahochfester Beton
Ultrahochfester Beton (UHFB; englisch Ultra High Performance Concrete, gebräuchliche Abkürzung UHPC) oder Ultrahochleistungsbeton ist eine Betonsorte, die sich durch besonders hohe Dichtigkeit und Festigkeit auszeichnet. Eine übliche, aber nicht allgemein anerkannte Abgrenzung zu Normalbetonen ist eine Druckfestigkeit von über 120 N/mm² sowie ein w/z-Wert < 0,25.
Bestandteile und Herstellprinzipien
Der wichtigste Bestandteil von Beton ist die Zementsteinmatrix, die im Wesentlichen aus dem Bindemittel Zement und Wasser hergestellt wird. Der Zementleim umhüllt die Zuschläge wie z. B. natürliche Gesteinskörnungen und verklebt diese miteinander. Je dichter und porenfreier die Zementsteinmatrix ist, desto dichter, fester und beständiger wird der Beton.
Meist wird ein Bindemittelgemisch aus Portlandzement, Hüttensand oder Flugasche verwendet. Die Zementsteinmatrix kann durch eine granulometrische Optimierung der Feinststoffe unter 0,063 mm (63 µm) Korngröße weiter verbessert werden. Zementkörner haben einen mittleren Korndurchmesser von ca. 30 bis 80 Mikrometer. Die Zugabe von deutlich kleineren und hydraulisch aktiven Stoffen mit Durchmesser im einstelligen Mikrometerbereich oder Nanometerbereich füllt die Räume zwischen den Zementkörnern und führt zu einer Gefügeverdichtung. Der am weitesten verbreitete Stoff ist Silikastaub, es werden aber auch Alumosilikate, Metakaolin, feinst aufgemahlene Zemente oder industriell hergestellte Nanosilika verwendet. Im Bereich von 60 bis 125 Mikrometer, also oberhalb des Zementkornes, werden gemahlene, abgestufte Gesteinsmehle verwendet, um die Sieblinie genau zu definieren, siehe hierzu auch Hochfester Beton.
Eine zweite Maßnahme ist die Reduzierung des Wassergehalts auf einen w/z-Wert von 0,3 bis 0,18 (Wasserzementwert). Dadurch wird zum einen der Wasserfilm, und somit der Abstand zwischen den Zementkörnern minimiert. Zum anderen reagieren die Zementkörner aufgrund des Wassermangels nur an der Oberfläche und ca. 70 % des Zementkornes bleibt als hochfeste Gesteinskörnung erhalten. Damit der Beton dennoch fließfähig oder selbstverdichtend wird, sind hohe Mengen an Hochleistungsfließmittel auf Basis von Polycarboxylatether (PCE) erforderlich.
Mit den beiden beschriebenen Maßnahmen kann man bei Verwendung von üblichen Gesteinskörnungen wie Quarz oder Basalt, Betone mit einer Zylinderdruckfestigkeit von 100 bis 150 N/mm² herstellen. Bei derartigen Probekörpern versagt der Beton nicht mehr um die Gesteinskörnungen herum, sondern der Riss geht durch diese hindurch. Weitere Steigerungen der mechanischen Kenndaten erfordern zusätzliche Maßnahmen. Zum einen können die üblichen Körnungen durch Gesteinskörnungen hoher Festigkeit und Dichte wie z. B. Korund oder andere natürliche oder industriell hergestellte Schleifstoffe ausgetauscht werden. Zum zweiten werden durch das Beimischen von Stahlfasern (bis über 3,5 Vol-% oder 275 kg/m³) zusätzliche hochfeste Bestandteile eingeführt (Stahlfaserbeton). Diese Stahlfasern führen nicht nur zu einem duktilen Verhalten, sondern erhöhen auch die Druckfestigkeit des Betons deutlich. Bei Betonen mit Silikastaub führt als dritte Maßnahme eine thermische Nachbehandlung in der ersten Woche zu einer beschleunigten hydraulischen Reaktion der Silika mit weiterer Verbesserung mechanischer Kenndaten (Puzzolanische Reaktion).
Andere Bezeichnungen
Weitere Bezeichnungen für UHPC, die Bestandteile oder isolierte Eigenschaften genauer definieren oder aus anderen Sprachräumen stammen, sind:
- UHSC „Ultra high strength concrete“
- UHPFRC „Ultra high performance fiber reinforced concrete“
- UHPdC „Ultra high performance ductile concrete“
- DFRCC „Ductile fiber reinforced cementitious composite“
- SHCC „Strain hardening cementitious composite“
- ECC „Engineered cementitious composite“
- UHP-HFRC „Ultra high performance hybrid fibre reinforced concrete“
- HPFRCC „High performance fiber reinforced cementitious composites“
- RPC „Reactive powder concrete“
- UHFB „ultrahochfester Beton“ (Deutsch)
- UHFB „Ultra-Hochleistungs-Faserbeton“ (Schweiz)
- UHFB „ultrahochfester-Faserverbund-Baustoff“ (Schweiz)
- UHLB „Ultra-Hochleistungsbeton“ (Deutsch)
- BFUB „Béton fibrè à ultra-hautes performances“ (französisch)
- BPR „Beton de Poudres Réactives“ (französisch)
Geschichte
Die Entwicklung von ultrahochfestem Beton begann in Dänemark 1967 mit Hans Henrik Bache (Aalborg Portland Cement). Er veröffentlichte in diesem Jahr die Entwicklung von kleineren Materialproben, bei denen der Binder auf eine Festigkeit von 350 MPa verdichtet wurde. 1970 wurde bei der weiteren Entwicklung erstmals Fließmittel eingesetzt. 1978 wird aufgrund der Entwicklung eines Mischbinders mit ca. 30 % ultrafeinen Füllstoffen eine Materialfestigkeit von 280 MPa erreicht. Aalborg Portland Cement und Hans Henrik Bache erhielten in diesem Jahr das Patent auf dieses hochfesten Bindersystem. 1981 wurde die Firma DENSIT a/s in Aalborg Dänemark gegründet, DENSIT a/s entwickelte und produzierte basiert auf dem ersten Patent weitere ultrahochfeste Bindersysteme. In den 1980er Jahren wurden in Japan erstmals PCE-Fließmittel entwickelt,<ref>{{#if:{{#ifexpr:{{#if:JP|0|1}} or {{#if:S5874552|0|1}}|1}}|Fehlender Parameter {{#if:JP||„Land“{{#if:S5874552|| und }}}}{{#if:S5874552||„V-Nr“}}|}}{{#if: {{#invoke:Expr|TemplateBooland}}|{{#ifeq:|Patentanmeldung|Patentanmeldung|{{#ifeq:|Gebrauchsmuster|Gebrauchsmuster|Patent}}}} {{#if:{{#invoke:TemplUtl|faculty|}}|JPS5874552A|{{#switch: {{{DB}}} | DEPATIS =JPS5874552A | WIPO = JPS5874552 | Google = JPS5874552A | #default =JPS5874552A }}}}{{#if:Cement Dispersant1981-10-301983-05-06Nippon Catalytic Chem IndTsuneo Tsubakimoto, Masahiro Hosoido, Hideyuki Tawaram Takeshi Hirata|:|.}}{{#if:Cement Dispersant| Cement Dispersant.}}{{#if:1981-10-30| Angemeldet am {{#iferror:{{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}|}}{{#if:1983-05-06Nippon Catalytic Chem IndTsuneo Tsubakimoto, Masahiro Hosoido, Hideyuki Tawaram Takeshi Hirata|,}}}}{{#if:1983-05-06|{{#if:1981-10-30| veröffentlicht am | Veröffentlicht am }}{{#iferror:{{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}|}}{{#if:Nippon Catalytic Chem IndTsuneo Tsubakimoto, Masahiro Hosoido, Hideyuki Tawaram Takeshi Hirata|,}}}}{{#if:Nippon Catalytic Chem Ind| Anmelder: Nippon Catalytic Chem Ind{{#if:Tsuneo Tsubakimoto, Masahiro Hosoido, Hideyuki Tawaram Takeshi Hirata|,}}}}{{#if:Tsuneo Tsubakimoto, Masahiro Hosoido, Hideyuki Tawaram Takeshi Hirata| Erfinder: Tsuneo Tsubakimoto, Masahiro Hosoido, Hideyuki Tawaram Takeshi Hirata}}{{#if:| ({{{Kommentar}}})}}{{#if:1981-10-301983-05-06Nippon Catalytic Chem IndTsuneo Tsubakimoto, Masahiro Hosoido, Hideyuki Tawaram Takeshi Hirata|.}}}}{{#invoke:TemplatePar|match |template= Vorlage:Patent |cat= {{#ifeq: 0 | 0 | Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Patent}} |format= |preview=@@@ |1=Land= ABC+ |2=V-Nr= /^[0-9A-Z]+$/ |3=Titel= * |4=Erfinder= * |5=Anmelder= * |6=A-Datum= * |7=V-Datum= * |8=Typ= ASCII |9=Code= ASCII |10=Kommentar= * |11=KeinLink= ASCII |12=DB=ASCII }}</ref> in den 1990er Jahren wurde Microsilica der Firma Elkem aus Norwegen allgemein verfügbar. Nachdem die Patente der Firma Densit ausgelaufen waren, begann eine Handvoll Firmen in Europa und Japan ultra-hochfeste Binder zu produzieren. Der Zementhersteller Lafarge meldete im Jahre 2001 das Europäische Patent EP 1315683 „Hochfester, hochduktiler Faserbeton“ an.<ref>{{#if:{{#ifexpr:{{#if:DE|0|1}} or {{#if:60128930|0|1}}|1}}|Fehlender Parameter {{#if:DE||„Land“{{#if:60128930|| und }}}}{{#if:60128930||„V-Nr“}}|}}{{#if: {{#invoke:Expr|TemplateBooland}}|{{#ifeq:|Patentanmeldung|Patentanmeldung|{{#ifeq:|Gebrauchsmuster|Gebrauchsmuster|Patent}}}} {{#if:{{#invoke:TemplUtl|faculty|}}|DE60128930T2|{{#switch: {{{DB}}} | DEPATIS =DE60128930T2 | WIPO = DE60128930 | Google = DE60128930T2 | #default =DE60128930T2 }}}}{{#if:Hochfester, hochduktiler Faserbeton2001-08-312008-02-28Lafarge S.A.Pascak Casanova, Hu Chong, Bernard Clavaud|:|.}}{{#if:Hochfester, hochduktiler Faserbeton| Hochfester, hochduktiler Faserbeton.}}{{#if:2001-08-31| Angemeldet am {{#iferror:{{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}|}}{{#if:2008-02-28Lafarge S.A.Pascak Casanova, Hu Chong, Bernard Clavaud|,}}}}{{#if:2008-02-28|{{#if:2001-08-31| veröffentlicht am | Veröffentlicht am }}{{#iferror:{{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}|}}{{#if:Lafarge S.A.Pascak Casanova, Hu Chong, Bernard Clavaud|,}}}}{{#if:Lafarge S.A.| Anmelder: Lafarge S.A.{{#if:Pascak Casanova, Hu Chong, Bernard Clavaud|,}}}}{{#if:Pascak Casanova, Hu Chong, Bernard Clavaud| Erfinder: Pascak Casanova, Hu Chong, Bernard Clavaud}}{{#if:| ({{{Kommentar}}})}}{{#if:2001-08-312008-02-28Lafarge S.A.Pascak Casanova, Hu Chong, Bernard Clavaud|.}}}}{{#invoke:TemplatePar|match |template= Vorlage:Patent |cat= {{#ifeq: 0 | 0 | Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Patent}} |format= |preview=@@@ |1=Land= ABC+ |2=V-Nr= /^[0-9A-Z]+$/ |3=Titel= * |4=Erfinder= * |5=Anmelder= * |6=A-Datum= * |7=V-Datum= * |8=Typ= ASCII |9=Code= ASCII |10=Kommentar= * |11=KeinLink= ASCII |12=DB=ASCII }}</ref>
In Deutschland gab es ein mit 12 Millionen EUR ausgestattetes und von 2005 bis 2012 laufendes Schwerpunktprogramm SSP1182 „Nachhaltiges Bauen mit Ultra-Hochfestem Beton“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft. 2008 wurde als Heft 561 des Deutschen Ausschusses für Stahlbeton (DAfStb) ein Sachstandsbericht<ref>beuth.de</ref> zur Bauweise veröffentlicht. Ein Nachfolgewerk in Form einer DAfStb-Richtlinie<ref>dafstb.de</ref> ist in Arbeit.
In der Schweiz hat die Ecole polytechnique fédérale de Lausanne hat unter dem Namen CFUP den Hochleistungsbeton entwickelt. Er wurde bereits in über 500 Bauwerken, insbesondere im Autobahnbau, eingesetzt. Er wird üblicherweise verwendet, um Stahlbeton zu verstärken und ihn vor Witterungseinflüssen zu schützen, die ihn angreifen könnten.<ref>{{#if:|{{#iferror: {{#iferror:{{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}|}}| |}}}}{{#if:Pierre Cormon|Pierre Cormon: }}{{#if:|{{#if:Fragile comme du béton 2/4|[{{#invoke:Vorlage:Internetquelle|archivURL|1={{#invoke:URLutil|getNormalized|1={{{archiv-url}}}}}}} {{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel=Fragile comme du béton 2/4}}]{{#if:| ({{{format}}})}}{{#if:| {{{titelerg}}}{{#invoke:Vorlage:Internetquelle|Endpunkt|titel={{{titelerg}}}}}}}}}|{{#if:https://www.entrepriseromande.ch/web/er/w/fragile-comme-du-b%C3%A9ton-2/4%7C{{#if:{{#invoke:TemplUtl%7Cfaculty%7C}}%7C{{#invoke:Vorlage:Internetquelle%7CTitelFormat%7Ctitel={{#invoke:WLink%7CgetEscapedTitle%7C1=Fragile comme du béton 2/4}}}}|[{{#invoke:URLutil|getNormalized|1=https://www.entrepriseromande.ch/web/er/w/fragile-comme-du-b%C3%A9ton-2/4}} {{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel={{#invoke:WLink|getEscapedTitle|1=Fragile comme du béton 2/4}}}}]}}{{#if:| ({{{format}}}{{#if:Entreprise romande2026-03-26{{#if: 2026-03-26 | {{#if:{{#invoke:TemplUtl|faculty|}}||1}}}}
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In Österreich gibt es seit März 2023 die ÖBV Richtlinie „UHPC“<ref>Bautechnikshop des ÖBV</ref>.
In Frankreich, Kanada, sowie Japan, Korea und Malaysia sind Bauanwendungsregeln weit fortgeschritten und werden auf dieser Basis sowohl spektakuläre Bauwerke als auch effiziente Infrastrukturbauwerke verwirklicht. Heute bieten einige Zementhersteller spezielle Bindemittel und Rezepturen zur Herstellung von UHPC an. Da diese auf bestimmte Anwendungen und somit Charakteristika wie Druckfestigkeit, Zugfestigkeit, Duktilität, Fließverhalten, Abrieb, Dämpfung usw. optimiert sind, kann keine allgemein verbindliche Tabelle zum Materialverhalten angegeben werden.
Bauaufsichtliche Genehmigung
UHPC unterscheidet sich von den handelsüblichen Betonen im Hinblick auf Festigkeit, Feinststoffanteile, Duktilität usw. und entspricht nicht den bauaufsichtlichen geregelten Betonen. Für seine Anwendung im Bauwesen in Deutschland ist eine Zustimmung im Einzelfall oder eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung erforderlich.
Anwendungen im deutschen Bauwesen
Weltweit gibt es eine große Anzahl von teils spektakulären Bauwerken wie z. B. das National Museum in Qatar<ref>qm.org.qa</ref> oder das MuCEM in Marseille.<ref>mucem.org</ref> In Deutschland gibt es umfangreiche Konzepte und Forschungsberichte, bis auf wenige Leuchtturmprojekte wird UHPC jedoch nicht angewendet. Wesentlicher Ursache ist der hohe Preis, der – je nach Fasergehalt – zwischen 300,- und 1700,- EUR pro m³ liegt und somit 5 bis 20 mal höher als bei Normalbeton ist. Eine weitere Ursache sind die bei einer bauaufsichtlichen Genehmigung zu erwartenden Prüf- und Qualitätsauflagen, die das Produkt trotz der eindeutigen Qualitätsverbesserung unwirtschaftlich machen. Ausgeführte Objekte sind:
- Niestetalbrücke Fuß- und Radwegbrücken<ref>Michael Schmidt, Kai Bunje, Ekkehard Fehling, Thomas Teichmann: Brückenfamilie aus Ultra-Hochfestem Beton in Niestetal und Kassel. In: Beton- und Stahlbetonbau. Band 101, Nr. 3, 2006, S. 198–204.</ref>
- Gärtnerplatzbrücke Kassel Fuß- und Radwegbrücke<ref>Michael Schmidt, Kai Bunje, Ekkehard Fehling, Thomas Teichmann: Brückenfamilie aus Ultra-Hochfestem Beton in Niestetal und Kassel. In: Beton- und Stahlbetonbau. Band 101, Nr. 3, 2006, S. 198–204.</ref>
- Radwegbogenbrücke nahe Leipzig<ref>R. Mellwitz, M. Richter, M. Reichel: Ultrahochfester faserbewehrter Beton für Segmentfertigteile. In: Betonwerk International. BWI 03/2014</ref>
- Firmenzentrale Ferchau Gummersbach, Fassadenplatten für Haus 1 und 2<ref>Bernhard Sagmeister, Thomas Deuse: Betonanwendungen außerhalb des Bauwesens – Anwendungen von UHPC auf Basis eines Spezialbindemittels in Bautechnik und Maschinenbau. In: Betonwerk International. BWI 01/2012</ref>
- Volksbank Krefeld, weiße Fassadenplatten<ref>Thomas Drössler: Innovative Application of UHPC in Germany: Ultra-High Performance Concretes for fair-faced Facades and Custom Elements with glued Connections. (= Baustoffe und Massivbau. Heft 27). Kassel university press, Kassel 2016.</ref>
- Shrimpsfarm Grevesmühlen<ref>Thomas Deuse, Christian Drössler, Thomas Drössler, W. Ritter: Hochleistungsbeton mit Klebeverbindung. In: Betonwerk International BWI. 06/2014</ref>
- Ankerköpfe bei der Schleuse Iffezheim<ref>Hermann Weiher, Christian Tritschler, Michael Glassl, Sebastian Hock: Hybridanke aus UHPC-Erstanwendung bei der Verstärkung der Rheinschleuse Iffezheim mit Dauerlitzenankern. In: Beton- und Stahlbetonbau. Band 107, April 2012.</ref>
- Eisenbahnbrücke der Tegernsee-Bahn bei Gmund<ref>springerprofessional.de</ref>
- Rinnenverfüllungen beim Anschluss zum Fundament sowie Turmbauwerke bei Windkraftanlagen
- Dünne, verstärkende Deckschichten auf Brückenbauwerken wie bei der Rheinbrücke Maxau bei Karlsruhe<ref>D.A.Shepard; M.Scherer; W. Katzik; F. Dehn (2021) Zur Ertüchtigung der Rheinbrücke Maxau mit hochfestem Beton Beton- und Stahlbetonbau 116 (2021), Heft 10</ref> oder die Ertüchtigung der Fußgänger- und Radwegbrücke über den Karl-Heine-Kanal in Leipzig<ref>Sagmeister, B.; Reichel, M.; Huß, M.; Mayer, M. (2023): UHFB-Overlay auf Fuß- und Radwegbrücke Karl-Heine-Bogen in Leipzig Beton- und Stahlbetonbau 118 (2023) Heft 9</ref>.
Weitere Anwendungen außerhalb des bauaufsichtlich geregelten Bereichs sind Garderobensteelen, Treppen, Möbel, Tresorbetone sowie Spaltverfüllungen bei vertikalen Stützenstößen von Offshore-Windanlagen.
Anwendungen im Maschinenbau
Die wirtschaftlich bedeutsamste Anwendung in Deutschland ist die Substitution von epoxidharzgebundenem Polymerbeton oder Mineralguss im Maschinenbau.<ref>Bernhard Sagmeister: UHPC-Beton im Maschinenbau. beton 12/2018, Verlag Bau+Technik, Düsseldorf</ref> Entscheidend in diesem Einsatzgebiet sind neben einer hohen Zugfestigkeit die Dämpfung des Werkstoffes gegenüber Schwingungen und Wärmeträgheit bei thermischen Schwankungen. Maschinenbauteile aus UHPC müssen rissfrei hergestellt werden und rissfrei bleiben. Fasern und Bewehrung wirken erst nach einer steifigkeitsverändernden Rissbildung und sind deshalb nicht hilfreich. Die Zementleimmatrix des unbewehrten UHPC muss alle auftretenden Kräfte aufnehmen können. Da die geforderten Genauigkeiten von Parallelitäten und Ebenheiten im Bereich von bis zu 5 Mikrometern über eine Bezugsfläche von mehreren Metern liegen, muss eine Verformung des Werkstoffes wie z. B. durch Schwinden sicher ausgeschlossen werden.
Literatur
- Michael Schmidt, Ekkehard Fehling, Susanne Fröhlich, Jenny Thiemcke: Nachhaltiges Bauen mit Ultrahochfestem Beton, Ergebnisse des Schwerpunktprogrammes 1182 gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG). (= Baustoffe und Massivbau. Heft 22). kassel university press, Kassel 2014.
- DAfStb: Ultrahochfester Beton, Sachstandbericht. (= Deutscher Ausschuss für Stahlbeton e. V. Heft 561). Beuth, Berlin 2008.
- Bernhard Sagmeister: Maschinenteile aus zementgebundenem Beton. Beuth Verlag, Berlin 2017, ISBN 978-3-410-27186-4. (Beschreibung Beuth Verlag).
Weblinks
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- http://www.beton.org/wissen/beton-bautechnik/hochleistungsbeton/
- Videos zu Mischungs- und Betonierbeispielen von UHPC
- Tabellarischer Materialvergleich von UHPC mit anderen Werkstoffen wie Aluminium oder Stahl
Einzelnachweise
<references />
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Parameter:URL
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Parameter:Linktext
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Parameter:Datum
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:"
- Wikipedia:Weblink offline fix-attempted
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Toter Link
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Toter Link/URL fehlt
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Schwesterprojekt
- Betonart nach Eigenschaft
- Leichtbaumaterial