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U-Bahnhof Kellinghusenstraße

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Kellinghusenstraße
U-Bahnhof in Hamburg
Kellinghusenstraße
Basisdaten
Stadtteil Eppendorf
Eröffnet 10. Mai 1912<ref name="Haltestellennamen" />
Neugestaltet 1926, 1964, um 2011
Gleise (Bahnsteig) 4 Gleise
2 Bahnsteige
Kürzel KE<ref name="Haltestellennamen">Haltestellennamen - Hamburger Hochbahn, fredriks.de, abgerufen am 1. Juni 2021</ref>
Koordinaten 53° 35′ 19″ N, 9° 59′ 28″ OKoordinaten: 53° 35′ 19″ N, 9° 59′ 28″ O
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Nutzung
Linie(n) U1Datei:Hamburg U1.svg U3Datei:Hamburg U3.svg
Umstiegsmöglichkeiten BusBus 22, 25, 613<ref>Haltestelle Kellinghusenstraße, hvv.de, abgerufen am 28. Dezember 2025</ref>
Fahrgäste 80.430 (mo–fr, 2019)<ref name="tportal">HVV-Fahrgastzahlen im Transparenzportal Hamburg, veröffentlicht am 15. Oktober 2020, abgerufen am 9. April 2022</ref>
Datei:U kellinghusenstraße.jpg
Station bei Nacht, Blick vom östlichen Bahnsteig auf die Brücke
Datei:Hh-kellinghusenbhf-bahnsteig.jpg
Blick von der Verbindungsbrücke (Aufnahme 2006)

Der U-Bahnhof Kellinghusenstraße ist ein Knotenpunkt der Hamburger U-Bahn-Linien U1 und U3 sowie Umstiegsmöglichkeit zu den Buslinien 22, 25 und 613.<ref>Haltestellen. Abgerufen am 28. Dezember 2025.</ref>

Lage

Die Haltestelle in Dammlage befindet sich im Stadtteil Eppendorf zwischen der Goernestraße und dem Kellinghusenpark im Norden und der Loogestraße im Süden. Die Trassen überbrücken im Nordosten die namensgebende Kellinghusenstraße.

Die Haltestelle verfügt über zwei Mittelbahnsteige mit insgesamt vier Gleisen, die im Richtungsbetrieb bedient werden. Die inneren Gleise werden von der U1, die äußeren von der U3 genutzt, so dass bei den fahrplanmäßig abgestimmten Fahrplänen zwischen den Zügen direkt umgestiegen werden kann. Südwestlich der Bahnsteige befinden sich zwischen den vier Richtungsgleisen zwei Abstellgleise. Überwerfungsbauwerke auf beiden Seiten führen die beiden Gleise der U3 wieder auf eine gemeinsame Trasse.

Am Nordostende befindet sich das Eingangsgebäude, über das die Gleise führen. Im Eingangsgebäude befinden sich die Treppen zu beiden Bahnsteigen, sowie einer der Fahrstühle, der andere befindet sich im Eingangsbereich Loogestraße. Im Eingangsgebäude befinden sich zwei Fahrkartenautomaten, ein Fotoautomat und ein Kiosk, der auch als Infothek dient.

Am Südwestende der Bahnsteige befindet sich als Fußgängerverbindung eine verglaste Backsteinbrücke, die von Walther Puritz entworfen wurde.

Südöstlich befindet sich neben dem Bussteig ein 2021 errichtetes Fahrradparkhaus, das für 600 Räder über zwei Etagen Platz bietet. 14 Plätze in diesem Gebäude sind für Lastenräder vorgesehen.<ref>Hamburgs erstes Fahrradparkhaus. Abgerufen am 7. Dezember 2025.</ref> Weitere Stellplätze finden sich auf der Nordwestseite des Bahnhofs neben dem Eingang des Parks in einem umzäunten Stellplatz, und für StadtRäder bei der HVV-Switch-Station gegenüber des Holthusenbads.

Nutzungszahlen

Werktags (mo–fr) verzeichnete die Linie U1 im Jahr 2018 durchschnittlich etwa 42.700 ein- oder aussteigende Fahrgäste an der Haltestelle. Die U3 nutzten ungefähr 40.500 ein- oder aussteigende Fahrgäste.<ref>Ein- und Aussteigerzahlen für einen durchschnittlichen Werktag (mo–fr), fragdenstaat.de, 2018, abgerufen am 16. September 2019</ref>

Geschichte

Datei:Bf Kellinghusenstrasse 1912.jpg
U-Bahnhof im Jahr 1912

Der Bau der Haltestelle Kellinghusenstraße wurde zwischen 1909 und 1910 von Raabe & Wöhlecke im Stil des Historismus begonnen und mit Steinreliefs von Johann Michael Bossard verziert. Anfang 1912 begann der Zugbetrieb auf der damaligen Ringlinie (heute U3), 1914 wurde zusätzlich der Verkehr auf der Zweigstrecke in Richtung Ohlsdorf (heute U1), aufgenommen. 1931 wurde die sogenannte „Kell-Jung-Strecke“ von Kellinghusenstraße bis zum Jungfernstieg eröffnet. Die aus Richtung Ohlsdorf kommenden Züge fahren seitdem über das damals neu errichtete südliche Überwerfungsbauwerk auf dieser Strecke direkt in die Innenstadt weiter. Um das Umsteigen zwischen beiden Linien zu erleichtern, war bereits 1926 von Walther Puritz eine zusätzliche Brücke errichtet worden.

1964 wurde die Schalterhalle mit der Sperrenanlage im Eingangsgebäude erneuert, mit einem neuen Passimeter, neuer Beleuchtung und mit weißen Wandfliesen versehen.<ref>Fahr mit uns, Kundenmagazin der HHA, Ausgabe 4/1964, S. 2</ref> Die Sperrenanlage wurde in den 1970er Jahren entfernt und der Vorraum danach renoviert. In den Jahren 2009 bis 2010 wurden die Bahnsteigdächer wegen Baufälligkeit abgerissen und, um 25 Meter verlängert, neu errichtet. Die Verbindungsbrücke zwischen den Bahnsteigen wurde 2013/2014 weitgehend neu gebaut und entspricht optisch fast dem Original. Seit Februar 2012 verbinden Aufzüge die Straßenebene mit den Bahnsteigen, die Züge sind damit barrierefrei erreichbar.

Anbindung

Am U-Bahnhof Kellinghusenstraße bestehen Umsteigemöglichkeiten zu den Metrobus-Linien 22 in Richtung Lokstedt–Stellingen–Osdorf–Blankenese und 25 in Richtung UKE–Eimsbüttel–Altona sowie Winterhude–Mundsburg–Borgfelde. Im Nachtverkehr an Wochentagen verkehrt neben der durchgehend betriebenen Linie 25 auch die Nachtbuslinie 613 (U Kellinghusenstraße – Hudtwalckerstraße – Winterhuder Marktplatz – Wiesendamm – U/S Barmbek).

Linie Verlauf

Vorlage:Linienverlauf SPNV Hamburg/U1 Vorlage:Linienverlauf SPNV Hamburg/U3

Literatur

  • Friedhelm Grundmann: Kellinghusenstraße - Bauen mit Geschichte. In: Stationen Hamburger Architektur. Hamburger Hochbahn AG, Hamburg 2008, ISBN 978-3-9812591-0-0, S. 11–18.
  • Sven Bardua: Längeres Leben für ein modernes Kleinod: Die Bahnsteigbrücke Kellinghusenstraße. In: Architektur in Hamburg: Jahrbuch 2014. Hamburg 2014, ISBN 978-3-88506-040-6, S. 86 f.

Weblinks

Commons: U-Bahnhof Kellinghusenstraße – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />