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Töscheldorf

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Töscheldorf (Häusergruppe)
Ortschaft
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland St. Veit an der Glan (SV), Kärnten
Gerichtsbezirk Sankt Veit an der Glan
Pol. Gemeinde Althofen  (KG Töscheldorf)
Koordinaten 46° 53′ 0″ N, 14° 27′ 46″ OKoordinaten: 46° 53′ 0″ N, 14° 27′ 46″ O
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f3f0
Einwohner der Ortschaft 9 (2021)
Postleitzahl 9330f1
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 01240
Bild
Schloss Töscheldorf mit Wirtschaftshof im Hintergrund (2016)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; KAGIS

Vorlage:Check Geschlecht gegen Wikidata

Die Häusergruppe Töscheldorf ist eine Ortschaft in der gleichnamigen Katastralgemeinde im Norden der Stadtgemeinde Althofen im Bezirk St. Veit an der Glan im Bundesland Kärnten (Österreich).

Namenkundliches

Der Name Töscheldorf leitet sich von „einem mit Těchъ / Těša beginnenden slawischen Personennamen“ ab, so der Sprachwissenschaftler Heinz-Dieter Pohl.<ref>Heinz-Dieter Pohl: Kärntner Ortsnamenverzeichnis. (PDF) 9. Oktober 2019, abgerufen am 5. August 2024.</ref>

Geschichte

Töscheldorf wurde als villa Tescheldorf erstmals 1263 genannt.<ref>Gerhard Pferschy: 1260–1276 (= Urkundenbuch des Herzogtums Steiermark. Band 4). Wien 1975, S. Nr. 111 (steiermark.at [PDF]).</ref> 1369 scheint eine gewisse Kunigunde als Frau des Amtmannes von Töscheldorf in einem Kaufbrief auf,<ref>Vorlage:Monasterium</ref> weshalb Töscheldorf damals Sitz eines Amtmannes gewesen sein mag. Das heute das Ortsbild bestimmende Schloss Töscheldorf ist ein Renaissancebau aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts, der um 1730 barockisiert wurde, so der Kunsthistoriker Wilhelm Deuer.<ref name="Deuer">Wilhelm Deuer: Töscheldorf und Treibach. In: Geschichtsverein für Kärnten (Hrsg.): Bulletin des Geschichtsvereines für Kärnten. Halbband 2008/2. Klagenfurt 2008, S. 25–53.</ref> 1873 wurde die Katastralgemeinde Töscheldorf mitsamt der Ortschaft Töscheldorf ein Teil der Gemeinde Althofen.<ref>Landesgesetz und -verordnungsblatt für das Herzogthum Kärnten. Klagenfurt 4. September 1873, Nr. 35 (onb.ac.at).</ref>

Schulstandort

Zwischen 1940 und 2018 war Töscheldorf Schulstandort, beherbergte zunächst eine Waldbauernschule, ab 1946 für zwanzig Jahre eine Landwirtschaftliche Fachschule, von 1965 bis 1981 ein Gymnasium, danach bis 2018 eine Polytechnische Schule.<ref>Günther Jannach: Althofen in der Moderne. Stadtgemeinde Althofen, 2023, abgerufen am 26. September 2024.</ref>

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Schloss und Schlosskapelle aus der Frühen Neuzeit mitsamt Wirtschaftshof aus dem 19. Jahrhundert.<ref name="Deuer" />
Datei:Kapelle Töscheldorf v N.jpg
Schlosskapelle Töscheldorf mit neugotischem Maßwerksfenster (2016)
Datei:Wirtschaftsgebäude bei Schloss Töscheldorf.jpg
Wirtschaftshof bei Schloss Töscheldorf aus dem 19. Jahrhundert (2016)

Bevölkerungsentwicklung

Der Franziszeische Kataster überliefert die Anzahl der Häuser für Töscheldorf von 1829.<ref name="Bauparzellenprotokoll"> Kärntner Landesarchiv: Franziszeischer Kataster, Bauparzellenprotokoll Töscheldorf. Wolfsberg 8. Februar 1829.</ref> Seit der Volkszählung von 1869 liegen für Töscheldorf Einwohnerzahlen in Abständen von typischerweise zehn Jahren vor.<ref>k. k. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Orts-Repertorium des Herzogthumes Kärnten auf Grundlage der Volkszählung vom 31. December 1869. Wien 1872, S. 39 (dlib.si).
k. k. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichnis der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder nach den Ergebnissen der Volkszählung vom 31. December 1880. Wien 1882, S. 118 (landesbibliothek.at).
k. k. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichnis der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder – nach den Ergebnissen der Volkszählung vom 31. December 1890. Wien 1892, S. 122 (digitale-sammlungen.de).
k. k. Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Gemeindelexikon der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder – Kärnten. Wien 1905, S. 62.
k. k. Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Allgemeines Verzeichnis der Ortsgemeinden und Ortschaften Österreichs nach den Ergebnissen der Volkszählung vom 31. Dezember 1910. Wien 1915, S. 115 (digitale-sammlungen.de).
Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Wien 1930, Kä. 13.
Österreichisches Statistisches Zentralamt (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Juni 1951. Wien 1953, S. 174.
Österreichisches Statistisches Zentralamt (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Jänner 1961. Wien 1965, S. 252.
Österreichisches Statistisches Zentralamt (Hrsg.): Ortsverzeichnis 1971 Kärnten. Wien 1975, S. 42.
Österreichisches Statistisches Zentralamt (Hrsg.): Ortsverzeichnis 1981 Kärnten. Wien 1985, S. 59.
Österreichisches Statistisches Zentralamt (Hrsg.): Ortsverzeichnis 1991 Kärnten. Wien 1993, S. 128.
Österreichisches Statistisches Zentralamt (Hrsg.): Ortsverzeichnis 2001 Kärnten. Wien 2004, S. 93 (statistik.at [PDF]).
Amt der Kärntner Landesregierung (Hrsg.): Kärntner Ortsverzeichnis 2011. Klagenfurt 2014, S. 37.
Amt der Kärntner Landesregierung (Hrsg.): Kärntner Ortsverzeichnis 2021. Klagenfurt 2024, S. 32 (ktn.gv.at [PDF]).</ref>

Jahr Einwohnerzahl Häuser
1829   4
1869 31 5
1880 22  
1890 21  
1900 27 5
1910 33 5
1923 36 5
1951 40 5
1961 27 5
1971 19 4
1981   2
1991 4 2
2001 2 2
2011 3 1
2021 5 1

Weblinks

Commons: Töscheldorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Gemeindegliederung von Althofen