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Turtmanngletscher

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Der Turtmanngletscher ist ein Talgletscher im hinteren Turtmanntal in den Walliser Alpen. Er liegt auf dem Gebiet der Schweizer Gemeinden Turtmann-Unterems und Oberems im Kanton Wallis. Bis 2005 hat sich seine Länge um (verglichen mit anderen grossen Alpengletschern nur) gut 100 Meter verkürzt.<ref name="GletschermessnetzVAW" /> Rechnet man den mit ihm verbundenen Brunegggletscher hinzu, vergrössert sich seine Fläche.<ref>Vorlage:GLAMOS</ref> Der nordexponierte Gletscher reicht von Vorlage:Höhe auf Vorlage:Höhe hinunter, seine durchschnittliche Neigung wird mit 32 % (18°) angegeben.<ref name="VAW">Vorlage:NaturgefahrenGletscherVAW</ref>

Lage

Seinen Ausgangspunkt nimmt der Turtmanngletscher an der Nordwestflanke des Bishorns auf rund Vorlage:Höhe Zunächst fliesst der Gletscher nach Nordwesten, wobei er auf seiner nordöstlichen Seite durch den Grat des Stierbergs (Vorlage:Höhe) vom parallel verlaufenden Brunegggletscher getrennt ist. Auf der Höhe des Stierbergs wendet sich der Turtmanngletscher nach Norden und wird im Westen von den Diablons (Vorlage:Höhe) flankiert. Im unteren Bereich ist der Eisstrom noch rund 600 m breit. Hier mündet von Osten ein Arm des Brunegggletschers in den Turtmanngletscher. Die Gletscherzunge endet derzeit auf etwa Vorlage:Höhe und entwässert über die das Turtmanntal durchziehende Turtmänna in die Rhone.<ref name="Swisstopo">www.swisstopo.ch: Swisstopo-Geodatenviewer, Stand November 2012</ref>

Auf einer Höhe von Vorlage:Höhe steht unweit des Col de Tracuit, der das Turtmanntal vom Val d’Anniviers trennt, die Cabane de Tracuit, eine Hütte des Schweizer Alpen-Clubs SAC, über dem westlichen Gletscherrand. Sie dient als Ausgangspunkt für die Besteigung des Bishorns sowie des Weisshorns. Erfahrene Hochalpinisten können die Cabane de Tracuit aus dem Turtmanntal über die Turtmannhütte (Vorlage:Höhe, 3 Stunden ab Gruben), den Brunegggletscher, die Felsen der Adlerflüe und den Turtmanngletscher erreichen.

Entwicklung des Gletschers seit der Kleinen Eiszeit

In seinem Hochstadium während der Kleinen Eiszeit um die Mitte des 19. Jahrhunderts reichte der Turtmanngletscher noch rund 1 km weiter talwärts und entsandte auch eine kurze Zunge über den Col de Tracuit ins Einzugsgebiet des Val d’Anniviers oberhalb von Zinal. Als einer der wenigen Gletscher in den Schweizer Alpen wies der Turtmanngletscher zwischen 1980 und 2000 insgesamt eine positive Längenänderung auf. Seither zieht er sich jedoch rapide zurück.

Entwicklung des Gletschers<ref name="bfs_2014" />
Jahr 1850 1973 1999/2000 2013
Fläche (km²) 15,0 12,8 - 9,89 (2023)<ref name="GletschermessnetzVAW" />
Länge (km) 6,4 5,3 5,4 5,2

Vorlage:Chart

Am 6. August 2020 erfolgte ein grosser Gletscherabbruch im Bereich des grossen Eisfalls, so dass seither der untere Gletscherteil mit dem oberen nicht mehr verbunden ist.<ref>Gaudenz Flury: Turtmanngletscher – Spektakulärer Gletscherabbruch. SRF, 6. August 2020.</ref>

Weblinks

Vorlage:Commons

Einzelnachweise

<references />