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Turold-Höhle

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Turold-Höhle

Eingang zur Turold-Höhle
Eingang zur Turold-Höhle
Eingang zur Turold-Höhle
Lage: bei Mikulov, Tschechien
Höhe: 304 m
Geographische
Lage:
48° 48′ 57″ N, 16° 38′ 21″ OKoordinaten: 48° 48′ 57″ N, 16° 38′ 21″ O
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Schauhöhle seit 1958
Beleuchtung elektrisch
Gesamtlänge 2000 m
Länge des Schau-
höhlenbereichs
300 m

Die Turold-Höhle (Jeskyně na Turoldu) im Berg Turold am Nordrand von Mikulov (deutsch: Nikolsburg) stellt das größte in Jurakalkstein gebildete Höhlensystem in Tschechien dar.<ref>Höhle Na Turoldu. Cave Administration of the Czech Republic, abgerufen am 24. Mai 2009.</ref> Die im Biosphärenreservat Pálava gelegene Höhle bildet darüber hinaus einen wichtigen Überwinterungsplatz für verschiedene Fledermausarten.<ref>Nähere Infos. Stadt Mikulov, abgerufen am 24. Mai 2009.</ref>

Geschichte

Die ältesten Erwähnungen einer Höhle im 385 Meter hohen Berg Turold stammen aus dem Jahr 1669. Diese Höhle wurde allerdings durch den dort betriebenen Steinbruch zwischen 1873 und 1934 zerstört. Erst 1951 wurde in einer Seehöhe von 304 Metern über dem Meer<ref>Höhle Na Turoldu (Jeskyně Na Turoldu) - Mirkulov. Touristisches Portal der Tschechischen Republic CZeCOT, abgerufen am 1. April 2019.</ref> der Zugang zur heutigen Höhle entdeckt und im Laufe der nächsten Jahre Gänge und Kammern in einer Länge von rund 470 Metern im Berg gefunden.

Erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde die Turold-Höhle zwischen 1958 und 1967. Nach dem Tod der beiden Entdecker Závada und Holan wurde die Jeskyně na Turoldu für den Tourismus geschlossen. In den folgenden Jahren wurde die Höhle durch verschiedentlichen Vandalismus (Zerstörung der elektrischen Leitungen und Stiegenanlagen, Schmierereien,…) beschädigt.

1974 bildete sich in Mikulov eine speläologische Gruppe, die sich um die Turold-Höhle kümmerte und sie schließlich 2004 mit Hilfe der Stadt wieder dem Tourismus zugänglich machte. Seit 2002 besitzt die Höhle den Status eines Naturreservats.

Datei:002 jeskyně Na Turoldu(Mikulov).jpg
Turold-Höhle

Tourismus

Von rund 2.000 Metern Höhle wurden rund 300 Meter für Besucher zugänglich gemacht. Über viele Stiegenanlagen führt der Weg rund 37 Meter tief zu einem unterirdischen See hinab.

In der Jeskyně na Turoldu bildeten sich keine Tropfsteine, dafür aber an zahlreichen Stellen eine Ausschmückung, die an Korallen erinnert (Turold-Ausschmückung<ref>Höhle na Turoldu. Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 24. Mai 2009.@1@2Vorlage:Toter Link/www.czech.cz (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>) und weltweit nur in drei Höhlen bekannt ist.

Der rund 300 Meter lange frei zugängliche Weg zum eigentlichen Höhleneingang wurde als Lehrpfad mit acht tschechisch beschrifteten Schautafeln gestaltet.

Einzelnachweise

<references />

Weblinks