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Tsukuba (Berg)

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Tsukuba (Hiroshige)

Der Tsukuba (jap. {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}, -san) ist ein Berg bei Tsukuba in Japan. Der Tsukuba hat zwei Gipfel, den Nyotai-san ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}, wörtlich: „weiblicher Körper“) im Osten (877 m) und den Nantai-san ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}, wörtlich: „männlicher Körper“) im Westen (871 m). Er ist einer der bekanntesten Berge Japans, auch wegen seines Shintō-Schreines.

Viele Touristen besteigen jedes Jahr den Berg um von seinem Gipfel die Aussicht auf die Kantō-Ebene zu genießen. Im Gegensatz zu den meisten Bergen Japans ist der Tsukuba nicht vulkanischen Ursprungs, sondern besteht aus nichtvulkanischen Gesteinen wie Granit und Gabbro. Der Berg ist für einen besonders schönen Granit bekannt, der hier bis heute abgebaut wird.

Geschichte

Der Nyotai-san repräsentiert die weibliche Gottheit Izanami, der Nantai-san die männliche Gottheit Izanagi, die beiden Urgötter des japanischen Schöpfungsmythos.

Im Altertum fanden auf dem Nyotai-san kagai statt. Dies waren orgiastische Feste, an denen Männer und Frauen aus nah und fern teilnahmen und die Männer wohl auch um die Gunst der Frauen Liebeslieder wettsangen. Diese Feste dienten dabei auch als Hochzeitsrituale und ahmten die Verbindung der beiden Berge nach, womit die dabei entstandenen Kinder göttlichen Segen hatten. Beschreibungen davon finden sich im Fudoki der Provinz Hitachi, das 721 fertiggestellt wurde, sowie in verschiedenen Gedichten im Man’yōshū, welches im Jahre 759 zusammengestellt wurde. Folgendes Gedicht darin lässt darauf schließen, dass nicht nur Unverheiratete teilnahmen, sondern die Ritualität des Festes auch straffrei Seitensprünge erlaubte:<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Vorlage:Zitat Vorlage:Zitat

Der Berg mit seiner charakteristischen Doppelspitze ist an klaren Tagen von Tokio aus zu sehen. Unter anderen hat ihn Utagawa Hiroshige in seinen 100 berühmte Ansichten von Edo mehrfach abgebildet, gewissermaßen als Gegenstück zum Berg Fuji im Westen.

Sehenswürdigkeiten

  • Am südlichen Hang befindet sich der Shintō-Schrein Tsukubasan-jinja ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}), der im 7. Jahrhundert gegründet worden sein soll und in dem der Berg verehrt wird. Während der Edo-Zeit (1603–1868) erhielt er mehrere große Spenden der Regierung Edos (das heutige Tokio). Der Schrein sollte im Gegenzug als kimon (Vorlage:Lang, „Dämonentor“) die Hauptstadt vor Unheil bewahren. Das Geld wurde zum Aufbau von Pavillons verwendet, die man besichtigen kann.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>
  • Ganz in der Nähe steht der kleine Tempel Ōmi-dō.
  • Hinter dem Shintō-Schrein beginnt die Standseilbahn Tsukuba (Tsukuba-san Cable Car; Vorlage:Lang), die bis kurz an den Gipfel des Nantai-san reicht. In die Nähe des Nyotai-san führt die Tsukuba-Luftseilbahn (Tsukuba-san Ropeway; Vorlage:Lang).
  • Auf dem Shirakumobashi-Wanderweg befinden sich mehrere ungewöhnliche Felsformationen, darunter Defune-Irifune (Vorlage:Lang) – zwei Steine die wie aus- (defune) bzw. einlaufende Schiffe (irifune) aussehen.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Wanderrouten

Zur Spitze des Tsukubas gibt es neben der Seilbahn insgesamt vier Routen. Diese unterscheiden sich von der Starthöhe, dem Anstieg, der Länge, Steigung und Dauer.

Eine Übersicht aller Routen:<ref name=":0">Vorlage:Internetquelle</ref>

Name Länge [km] Höhenunterschied [m] Gipfel
Miyukigahara Course (Vorlage:Lang) 2,5 610 Nantai-san
Mukaeba Course (Vorlage:Lang) 1,6 190 Nyotai-san
Shirakumobashi Course (Vorlage:Lang) 2,8 610 Nyotai-san
Otatsuishi Course (Vorlage:Lang) 1,0 200 Nyotai-san

Die beliebteste Route ist der Aufstieg über den Miyukigahara Course und der Abstieg über den Shirakumobashi Course. Der Mukaeba Course verbindet Otatsuishi und Shirakumobashi.

Um den Gipfel führt auf einer gleichmäßigen Höhenlinie der „Naturstudiumpfad“ (Vorlage:Lang, shizen kenkyūro) über 1,5 km.<ref name=":0" />

Weblinks

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Einzelnachweise

<references />