Zum Inhalt springen

Tschuchloma

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Vorlage:Infobox Ort in Russland

Tschuchloma (Vorlage:RuS) ist eine Kleinstadt in der Oblast Kostroma (Russland) mit Vorlage:EWZ Einwohnern (Stand Vorlage:EWD).<ref name="einwohner_aktuell" />

Geografie

Die Stadt liegt etwa 170 Kilometer nordöstlich der Oblasthauptstadt Kostroma am Südostufer des Tschuchlomasees, dem am der Stadt gegenüberliegenden Ufer die zum Flusssystem der Wolga gehörende Wjoksa entfließt.

Tschuchloma ist Verwaltungszentrum des gleichnamigen Rajons.

Die Stadt liegt 50 Kilometer nördlich von Galitsch, wo sich an der Transsibirischen Eisenbahn die nächstgelegene Bahnstation befindet. Durch Tschuchloma führt die Straße Galitsch–Soligalitsch.

Geschichte

Tschuchloma wurde erstmals 1381 als Ort im Fürstentum Galitsch erwähnt, welches in der Mitte des 15. Jahrhunderts an das Großfürstentum Moskau angeschlossen wurde. Der Name des Ortes und des Sees ist wahrscheinlich von einer alten russischen Bezeichnung für die finno-ugrische Völker im Norden des Landes abgeleitet.

In der Zeit der Wirren zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurde der Ort stark in Mitleidenschaft gezogen.

1778 erhielt er das Stadtrecht.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr Einwohner
1897 2202
1926 2259
1939 3597
1959 4346
1970 4587
1979 4934
1989 5597
2002 5464
2010 5411

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Kultur und Sehenswürdigkeiten

In der Stadt sind die Mariä-Himmelfahrt-Kirche (Vorlage:Lang/Uspenskaja zerkow) von 1730 bis 1740, die Christi-Verklärungs-Kathedrale (Vorlage:Lang/Preobraschenski sobor) von 1746 (stark umgebaut), ein ehemaliges Verwaltungsgebäude von 1837 sowie viele mit Schnitzereien verzierte hölzerne Wohnhäuser aus dem 19. Jahrhundert erhalten, außerdem im Stadtzentrum Überreste des Erdwalls der Festung aus dem 14. Jahrhundert.

Die Stadt besitzt bereits seit 1919 ein nach dem Schriftsteller Alexei Pissemski benanntes Heimatmuseum.

Elf Kilometer von Tschuchloma entfernt liegt am Nordufer des Tschuchlomasees im Dorf Noschkino das im 17. Jahrhundert gegründete Abraham-Gorodezki-Kloster (Vorlage:Lang/Awraamijew Gorodezki monastyr) mit der Mariä-Schutz-und-Fürbitte-Kirche (Vorlage:Lang/Pokrowskaja zerkow) von 1607, der Eliaskathedrale (Vorlage:Lang/Iljinski sobor) von 1857 bis 1867, Mauer und Türmen von 1764 bis 1768 sowie dem Mönchszellentrakt aus den 1840er Jahren.

Unweit befindet sich auch der ehemalige Landsitz der Familie Michail Lermontows.

Sprache

Tschuchloma ist Zentrum und Namensgeber einer Sprachinsel, auf der inmitten des Verbreitungsgebietes ostnordrussischer Dialekte Mittel- bzw. Zentralrussisch gesprochen wird.

Persönlichkeiten

Wirtschaft

In Tschuchloma gibt es Betriebe der Holzwirtschaft und der holzverarbeitenden (Sägewerk, Holzfertighäuser, -fenster, -türen) sowie der Lebensmittelindustrie.

Weblinks

Vorlage:Commonscat

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Orte in der Oblast Kostroma