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Tscherdyn

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Vorlage:Infobox Ort in Russland

Tscherdyn (Vorlage:RuS) ist eine Kleinstadt in der Region Perm (Russland) mit Vorlage:EWZ Einwohnern (Stand Vorlage:EWD).<ref name="einwohner_aktuell" />

Geografie

Die Stadt liegt an der Westflanke des Nördlichen Urals etwa 300 km nördlich der Regionshauptstadt Perm am rechten Ufer der Kolwa unweit deren Mündung in die Wischera, einen linken Nebenfluss der Kama.

Tscherdyn ist Verwaltungszentrum des gleichnamigen Rajons.

Geschichte

Tscherdyn wurde 1451 als komi-permjakische Siedlung erstmals urkundlich erwähnt und war bis ins 16. Jahrhundert Hauptstadt des nördlichen Uralvorlandes (Welikaja Perm, „Groß-Perm“). Der Ortsname ist von den Komi-Wörtern für Mündung eines Nebenflusses abgeleitet.

Seit 1472 zum Großfürstentum Moskau gehörend, erhielt der Ort 1535 das offizielle Stadtrecht. Hier hatte die Tscherdyner Straße (Vorlage:Lang) ihren Ausgangspunkt, die bis zur Eröffnung der – südlicher verlaufenden – Babinow-Straße 1598 wichtigste Handelsroute über den Ural nach Westsibirien war. Danach verlor die Stadt ihre Bedeutung an das aufstrebende Solikamsk, blieb jedoch bis ins 19. Jahrhundert bedeutender regionaler Umschlagspunkt für Getreide, Fisch und Pelzwaren.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr Einwohner
1897 3658
1926 3900
1939 8130
1959 7524
1970 6972
1979 6617
1989 6535
2002 5756
2010 4920

Anmerkung: Volkszählungsdaten (1926 gerundet)

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Datei:John the Apostle Church Cherdyn.jpg
Apostel-Johannes-Kirche

Da Tscherdyn von der Industrialisierung des 20. Jahrhunderts praktisch unberührt blieb, ist das architektonische Stadtensemble aus dem 18. und 19. Jahrhundert relativ gut erhalten. Die bedeutendsten Bauwerke sind die Apostel-Johannes-Kirche (Vorlage:Lang/ zerkow Ioanna Bogoslowa, 1705–1718), die Christi-Auferstehungs-Kathedrale (Vorlage:Lang/ Woskressenski sobor, 1750–1754), die Christi-Verklärungs-Kirche (Vorlage:Lang/ zerkow Preobraschenija, 1756), die Gebäude des ehemaligen Arsenals (erste Hälfte des 18. Jahrhunderts), des Handelshofes (Gostiny dwor, 1857) sowie der Stadtduma.

In Tscherdyn gibt es ein Heimatmuseum.

Persönlichkeiten

Wirtschaft

Tscherdyn ist Zentrum der Holzwirtschaft.

Siehe auch

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

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