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Trianon (Frankfurt am Main)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Trianon
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Datei:Frankfurt Am Main-Trianon-Ansicht vom Messeturm-20130525.jpg
Trianon
Trianon, vom Messeturm gesehen, Mai 2013
colspan="2" class="hintergrundfarbe5" style="border-top: 2px solid #Vorlage:Standardfarbe;" | Basisdaten
Ort: Frankfurt-Westend-Süd
Bauzeit: 1989–1993
Status: Erbaut
Architekten: Novotny Mähner Assoziierte, HPP International, Albert Speer & Partner
Koordinaten: 50° 6′ 45,7″ N, 8° 40′ 0″ OKoordinaten: 50° 6′ 45,7″ N, 8° 40′ 0″ O
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Trianon (Frankfurt am Main) (Hessen)
Trianon (Frankfurt am Main) (Hessen)
colspan="2" class="hintergrundfarbe5" style="border-top: 2px solid #Vorlage:Standardfarbe;" | Nutzung/Rechtliches
Nutzung: Bürogebäude
Bauherr: Bank für Gemeinwirtschaft, Deutsche Bank
colspan="2" class="hintergrundfarbe5" style="border-top: 2px solid #Vorlage:Standardfarbe;" | Technische Daten
Höhe: 186<ref>Trianon bei CTBUH</ref> m
Tiefe: 58,6 m
Etagen: 45 Obergeschosse
4 Untergeschosse
Geschossfläche: ca. 68.000<ref>[1]</ref> m²
Umbauter Raum: 455.000 m³
Baukosten: Stahlbeton
colspan="2" class="hintergrundfarbe5" style="border-top: 2px solid #Vorlage:Standardfarbe;" | Höhenvergleich
Frankfurt am Main: 8. (Liste)
Deutschland: 8. (Liste)
Europa: 34. (Liste)
colspan="2" class="hintergrundfarbe5" style="border-top: 2px solid #Vorlage:Standardfarbe;" | Anschrift
Anschrift: Mainzer Landstraße 16–24
Stadt: Frankfurt am Main
Land: Deutschland

Das Trianon ist ein Wolkenkratzer im Westend von Frankfurt am Main. Das Gebäude wurde 1993 fertiggestellt. Mit 186 Metern Höhe und 47 Stockwerken nimmt es Platz 9 auf der Liste der Hochhäuser Frankfurts ein.

Sein Grundriss hat annähernd die Form eines gleichseitigen Dreiecks, dessen Ecken durch ebenfalls dreiseitige Türme gebildet werden. Den Abschluss bildet eine umgedrehte dreiseitige Pyramide auf dem Dach. Es ist das erste Bauwerk in Deutschland, bei dem hochfester Beton zum Einsatz kam.

Das Gebäude war zwischen 2001 und 2024 Hauptsitz der DekaBank.<ref name=":0" /><ref>Deutschlands höchste Büroetagen: Erste Fotos der neuen Deka-Zentrale. 25. Oktober 2024, abgerufen am 25. Oktober 2024.</ref>

Konstruktion

Die Aussteifung des Stahlbetongebäudes erfolgt über die drei Innenkerne mit den Aufzugsschächten und Treppenhäusern sowie durch die umlaufende Stahlbetonlochfassade. Der Abstand der Fassadenstützen beträgt 1,4 m bei einer Stützenbreite von 54 cm. Die Regeldecke ist eine Plattenbalkendecke mit einer Deckenstärke von 15 cm und Unterzügen mit einer Höhe von 27 cm.

Gründung

Die Gründung besteht aus einer Stahlbetonbodenplatte mit einer Grundfläche von 3864 m² und 6,0 m Dicke. Am Rand verjüngt sich die Platte auf 3,0 m. Die Gründungssohle liegt 19,6 m unter der Geländeoberfläche. Die Bodenplatte wurde in einem Guss innerhalb von 50 Stunden hergestellt.

Nutzung

Vorlage:Hinweisbaustein Neben der DekaBank als Hauptmieter sind zahlreiche andere Mieter im Haus zu finden, u. a. Teile des Zentralbereichs Daten und Statistik der Deutschen Bundesbank<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Linklaters Büro Frankfurt (Memento vom 25. November 2008 im Internet Archive), (Seite nicht mehr erreichbar)</ref> und die Deutschlandniederlassung von Franklin Templeton.<ref>https://www.franklintempleton.de/impressum. Abgerufen am 19. August 2024.</ref>

Im Jahre 1999 fand im Gebäude die von der Deutschen Bank und der Bild-Zeitung organisierte Ausstellung50 Jahre Deutschland“ statt.

Die DekaBank hat 2020 bekannt gegeben, zukünftig ein neues Gebäude im Frankfurter Stadtteil Niederrad sowie Teile des Four-T1 Hochhauses zu beziehen. Deshalb hat die DekaBank das Trianon im Oktober 2024 verlassen. Ein neuer Hauptmieter konnte bislang nicht gefunden werden.<ref>Immobilien Manager Verlag IMV GmbH & Co KG, Rudolf Müller Mediengruppe Köln: Frankfurt: Deka verlässt Trianon und mietet im Four-T1. Abgerufen am 1. Oktober 2021.</ref>

Die Eigentümergesellschaft des Büroturms musste am 24. Juni 2024 aufgrund von Liquiditätsschwierigkeiten Insolvenz anmelden, da sich kein neuer Hauptmieter fand. Die Insolvenzverwaltung versucht durch die Suche nach Mietern für kleinere Büroeinheiten wieder mehr Auslastung zu schaffen. Außerdem sollen Events wie das "House of Galleries" im Januar 2025 die Aufmerksamkeit steigern.<ref>House of Galleries, 24.–26. Januar 2025, Trianon, Frankfurt. 18. Januar 2025, abgerufen am 11. Mai 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Geschichte und Eigentümer

Die Grundstücke Mainzer Landstraße 16–24 waren historisch durch einzelne Gebäude bebaut. Die Vorbesitzer waren vielfach Bankiers. Dazu zählten Benedict Goldschmidt, Albert (1805–1880) und Friedrich Mumm von Schwarzenstein, Theodor Stern und Wilhelm Peter Metzler. Bis 1908 befand sich das Bankhaus Moritz Adolph Ellissen in Hausnummer 24, bis 1900 wohnten die Bankierswitwen Lina Rothschild und Ina Goldschmidt in der Hausnummer 18.

Nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges erwarb die Bank für Gemeinwirtschaft die Grundstücke. 1964 weihte die BfG ihre Zentrale auf dem Grundstück ein. Mit dem Wachstum der Bank zog die Zentrale in das neu erbaute BfG-Hochhaus, und das Gebäude in der Mainzer Landstraße 16–24 wurde als Sitz der Niederlassung Frankfurt der BfG genutzt.<ref>Frankfurt, Lebendige Stadt-Journal für Kultur und Gesellschaft, 3/87, S. 24–25 „Die BfG:Frankfurt und ihre Goethe Gedächtnisausstellung“</ref>

Während der 1980er Jahre wurde das Grundstück an eine schwedische Investorengruppe verkauft. Der Bau des Trianon begann dann aber 1989 mit BfG als Bauherr. Noch während des Baus kaufte eine mehrheitlich der Deutschen Bank gehörige Gesellschaft das Projekt. Bei dem rund eine Milliarde Mark teuren und 186 Meter hohen Bau handelt es sich nach den Worten des Vorstandsmitgliedes Endres lediglich um ein Abschreibungsobjekt von begrenzter (höchstens 30 Jahre) Lebensdauer.<ref>Peter Noller: Globalisierung, Stadträume und Lebensstile. Kultureller und lokale Repräsentationen des globalen Raums. Leske+Budrich, Opladen 1999, S. 142.</ref> Die BfG-Bank bezog dann als erster Mieter die Hälfte des Gebäudes. 2001 kaufte die DGZ-DekaBank Deutsche Kommunalbank die Immobilie und nutzte das Gebäude fortan als ihren Hauptsitz.<ref name=":0">Trianon erneut verkauft, immobilien-zeitung.de, 3. Mai 2007.</ref> Diese firmierte später zur DekaBank um.

Im Jahr 2007 erwarb der Morgan Stanley Eurozone Office Fund (MSEOF) das Gebäude von der DekaBank.<ref>DekaBank veräußert Frankfurter Gebäudeensemble TRIANON, Morgan Stanley Euro Zone Office Fund übernimmt Prestigeobjekt, DekaBank.de, 26. April 2007</ref> Später wurde ein 57-%-Anteil am Trianon an den Offenen Immobilienfonds Morgan Stanley P2 value weitergereicht.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.morganstanley-p2value.deTrianon, Frankfurt – Deutschland (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Januar 2023. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot, Morgan Stanley</ref> Dieser Anteil ist im Februar 2012 an den Finanzinvestor Madison weiterverkauft worden.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />P2 Value-Fonds: Morgan Stanley stößt Trianon-Hochhaus ab (Memento vom 23. Februar 2012 im Internet Archive), FTD</ref>

Im Juni 2015 verkauften Morgan Stanley und Madison Real Estate das Gebäude für umgerechnet 540 Millionen Euro an den US-Investoren North Star.<ref name="juve">Eva Lienemann: Frankfurter Hochhaus: Trianon geht an Clifford-Mandantin North Star. Juve.de. 17. Juni 2015. Abgerufen am 25. Juni 2015.</ref> Dieser verkaufte es im November 2018 an das südkoreanische Finanzkonsortium IGIS/Hana Financial Investment.<ref>Wolkenkratzer: Frankfurter „Trianon“ wechselt für 670 Millionen Euro den Besitzer. Abgerufen am 11. April 2019.</ref> Der Kaufpreis lag bei 670 Millionen Euro.<ref>Wohnraum: Her mit den Büros! In: zeit.de. 23. Juli 2024, abgerufen am 25. Juli 2024.</ref> 2023 sollte das Gebäude erneut verkauft werden, wobei Preise zwischen 150 und 200 Mio. Euro aufgerufen wurden, ohne dass ein Verkauf zustande kam.<ref>Trianon-Turm in Frankfurt steht vor der Pleite - Wirtschaft - SZ.de. In: sueddeutsche.de. 6. Juni 2024, abgerufen am 25. Juli 2024.</ref> Im Juni 2024 meldete die Eigentümergesellschaft Geschäftshaus am Gendarmenmarkt GmbH Insolvenz an.<ref>https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/immobilen-frankfurter-trianon-turm-ist-insolvent-a-0d0d60a6-ef45-4d04-89e6-83641650ec85 Frankfurter Trianon-Turm ist insolvent</ref> Das Amtsgericht Frankfurt hat am 12. Dezember 2024 das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Geschäftshaus am Gendarmenmarkt GmbH eröffnet und Dr. Stephan Laubereau von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH zum Insolvenzverwalter bestellt.<ref>Insolvenzverfahren für Immobiliengesellschaft des Büroturms Trianon eröffnet – PLUTA-Rechtsanwalt Dr. Laubereau zum Insolvenzverwalter bestellt. Abgerufen am 11. Mai 2025.</ref>

Siehe auch

Weblinks

Commons: Trianon, Frankfurt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen

<references />