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Trenčiansky kraj

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Trenčiansky samosprávny kraj
Datei:Trenciansky vlajka.svg Datei:Coat of Arms of Trenčín Region.svg
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File:Trencinkrajloc.png | center | 250px | Der kraj Trenčín in der Slowakei circle 30 213 48 Bratislavský kraj poly 12 162 45 115 67 123 66 133 74 140 76 158 101 152 127 163 115 179 127 189 111 216 114 233 104 241 115 260 111 282 94 303 77 297 63 282 42 261 53 243 61 236 73 232 70 202 57 181 54 169 60 159 53 153 44 167 Trnavský kraj poly 64 124 116 108 127 95 146 86 154 52 177 44 197 78 199 85 200 99 188 107 212 110 223 142 212 163 197 172 168 184 159 162 130 148 132 159 123 160 91 150 77 154 Trenčiansky kraj poly 94 302 112 281 114 256 104 240 115 231 113 217 128 186 117 176 132 159 131 151 159 162 166 183 184 176 191 211 214 198 225 217 219 237 248 234 244 258 220 266 221 299 158 310 104 310 Nitriansky kraj poly 177 43 201 3 344 2 363 117 245 124 241 146 222 140 206 106 189 106 200 86 Žilinský kraj poly 184 177 217 159 229 140 242 147 247 123 364 116 384 126 379 155 394 177 392 193 407 195 387 252 245 257 249 234 221 235 221 200 193 207 Banskobystrický kraj poly 353 63 393 32 559 31 638 86 634 125 607 124 600 114 592 127 572 127 555 119 547 139 525 138 411 101 385 117 361 114 Prešovský kraj poly 379 121 412 105 544 142 554 133 559 124 576 129 593 127 602 118 609 127 632 126 597 212 547 215 406 195 393 190 Košický kraj

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Übergeordneter Staat Slowakei
Art der Verwaltung Kraj
Administrative Unterteilung 9 Okresy
Fläche Vorlage:Slovak municipality km²Vorlage:Slovak municipality
Einwohner Vorlage:Slovak municipality (31. Dez. Vorlage:Slovak municipality)Vorlage:Slovak municipality
Bevölkerungsdichte Vorlage:Slovak municipality Einwohner/km²
Sprache(n) slowakisch, tschechisch
Religion(en) römisch-katholisch
Nationalität(en) Slowaken, Tschechen
Verwaltungssitz/Hauptstadt Trenčín
Kennziffer/Zeichen 03
Telefonvorwahl +421
Zeitzone UTC +1
Code nach ISO 3166-2 SK-TC
Datei:Karte Trenčiansky kraj 2021.png
Trenčiansky kraj

Koordinaten: 48° 54′ N, 18° 0′ O

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Der Trenčiansky samosprávny kraj (deutsch Trentschiner selbstverwaltender Landschaftsverband) ist ein Verwaltungsgebiet in der nordwestlichen Slowakei.

Okresy

Der Kraj besteht aus folgenden 9 Bezirken (okresy):

Geographie

Datei:Višňové from castle.jpg
Bergland Myjavská pahorkatina von den Ruinen der Burg Čachtice gesehen. Gemeinde Višňové, Okres Nové Mesto nad Váhom
Datei:Udica bay.jpg
Ein Teil des Waag-Stausees Nosice bei Udiča im Javorník-Gebirge, Okres Považská Bystrica
Datei:Strazovske vrchy from vtacnik.jpg
Talkessel Hornonitrianska kotlina zwischen den Gebirgen Vtáčnik und Strážovské vrchy (im Hintergrund). Gemeinde Kamenec pod Vtáčnikom, Okres Prievidza

Der Kraj hat 4.502 km² und Vorlage:Slovak municipality Einwohner (Stand 31. Dezember Vorlage:Slovak municipality) und befindet sich in der Nordwestslowakei. Die Landschaft ist mehrheitlich von den Mittelgebirgen der Karpaten geprägt, nur im Süden reicht das große Donautiefland bis in die Gegenden von Nové Mesto nad Váhom, Bánovce nad Bebravou und Partizánske. Im Westen gehören ein kleiner Teil der Kleinen Karpaten und ein Teil des Hügellands Myjavská pahorkatina zum Kraj. Die Weißen Karpaten im Nordwesten bilden zusammen mit der Javorníky im äußersten Norden die Grenze zu Mähren. Von den weiter östlich liegenden Gebirgen wie Strážovské vrchy oder Inowetz werden sie durch das Waagtal getrennt, hier Teil der geomorphologischen Einheit Považské podolie. Im Osten des Krajs befindet sich der Kessel des Flusses Nitra (Hornonitrianska kotlina), umgeben vom Vogelgebirge, Žiar sowie kleinen Teilen der Kleinen Fatra und der Kremnitzer Berge. Bedeutende Flüsse im Kraj sind die schon genannten Waag und Nitra (Neutra). Im Westen gehört auch ein kurzer Abschnitt vom Flusslauf der Myjava zum Kraj. Der höchste Berg ist der Vtáčnik im Vogelgebirge (1346 m n.m.); der niedrigste Punkt liegt an der Waag bei Horná Streda (165 m n.m.).<ref>Kopa, Ľudovít et al.: The Encyclopaedia of Slovakia and the Slovaks. Enzyklopädisches Institut der Slowakischen Akademie der Wissenschaften, Bratislava 2006, ISBN 80-224-0925-1 (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />encyclopaedia.sk (Memento vom 26. Juni 2008 im Internet Archive)).</ref>

Es gibt fünf Landschaftsschutzgebiete im Kraj: Malé Karpaty (Kleine Karpaten), Biele Karpaty (Weiße Karpaten), Strážovské vrchy, Kysuce und Ponitrie (Nitra-Gegend, Gebirge Tribeč und Vogelgebirge).

Verwaltungstechnisch grenzt der Kraj an den Žilinský kraj im Norden und Osten, Banskobystrický kraj im Südosten, Nitriansky kraj im Süden, Trnavský kraj im Süden und Südwesten sowie die tschechischen Jihomoravský kraj und Zlínský kraj im Nordwesten.

Geschichte

Das Gebiet des heutigen Trenčiansky kraj weist eine vielschichtige Verwaltungsgeschichte auf, die bis in das Mittelalter zurückreicht. Während der Zugehörigkeit zum Königreich Ungarn war das Gebiet überwiegend in mehrere Komitate gegliedert. Den größten Teil nahm das Komitat Trentschin ein, das sich entlang des Waagtals erstreckte und dessen Zentrum die strategisch bedeutende Burg Trenčín war. Weitere Teile gehörten zum Komitat Neutra, insbesondere die westlichen Randgebiete sowie Teile des mittleren Waagtals, und kleinere südliche Gebiete, vor allem um das heutige Partizánske, waren dem Komitat Barsch zugeordnet. Diese historisch gewachsene Gliederung blieb über Jahrhunderte weitgehend stabil und prägte die regionale Identität nachhaltig.

Mit dem Zerfall von Österreich-Ungarn im Jahr 1918 und der Gründung der Tschechoslowakei begann eine Phase tiefgreifender administrativer Veränderungen. In den ersten Jahren (1918/1919–1922) blieb die bestehende Komitatsstruktur zunächst formal erhalten, wurde jedoch zunehmend durch die neue staatliche Verwaltung überlagert. Ziel war es, die ehemals ungarisch geprägten Strukturen schrittweise zu integrieren und durch ein einheitliches Verwaltungssystem zu ersetzen.

Im Jahr 1923 erfolgte eine grundlegende Reform, die zur Einführung sogenannter župy (Gespanschaften) führte. Das Gebiet wurde dabei auf mehrere größere Verwaltungseinheiten aufgeteilt, darunter die Bratislavská župa, die Považská župa und die Nitrianska župa. Diese Reform stellte einen wichtigen Schritt zur Zentralisierung und Modernisierung der staatlichen Verwaltung dar und bedeutete gleichzeitig das endgültige Ende der traditionellen Komitatsstruktur.

Eine weitere Reform im Jahr 1928 führte zur Schaffung der zentralisierten Einheit Slovenská krajina (Slowakisches Land), die bis 1939 bestand. In dieser Phase wurde die Verwaltung stark zentralisiert, und regionale Selbstverwaltungsorgane verloren an Bedeutung. Die staatliche Steuerung erfolgte überwiegend von der zentralen Regierung aus, was insbesondere in wirtschaftlichen und infrastrukturellen Fragen zu einer Vereinheitlichung führte.

Während des Bestehens des Slowakischen Staates (1939–1945) wurde die Verwaltung erneut umgestaltet. Das Gebiet des heutigen Trenčiansky kraj wurde hauptsächlich den Verwaltungseinheiten Nitrianska župa und Trenčianska župa zugeordnet. Diese Einteilung knüpfte teilweise an historische Strukturen an, war jedoch stark von den politischen und ideologischen Rahmenbedingungen der Zeit geprägt.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1945 wurde die Tschechoslowakei wiederhergestellt, und mit ihr auch die Verwaltungseinheit Slovenská krajina, die bis 1948 bestand. In dieser Übergangsphase kam es zu einer erneuten Reorganisation der staatlichen Strukturen, wobei zunehmend sozialistische Prinzipien in die Verwaltung einflossen.

Eine umfassende Verwaltungsreform im Jahr 1949 führte zur Einführung von sogenannten kraje (Landschaftsverbänden). Das Gebiet wurde dabei auf mehrere dieser Einheiten aufgeteilt, insbesondere auf den Bratislavský kraj, den Nitriansky kraj und den Žilinský kraj. Diese Einheiten dienten vor allem der zentralisierten staatlichen Planung und Kontrolle und unterschieden sich sowohl territorial als auch funktional deutlich von den heutigen Regionen.

Im Jahr 1960 erfolgte eine weitere Reform, die zur Schaffung größerer Verwaltungseinheiten führte. Das Gebiet des heutigen Trenčiansky kraj gehörte fortan überwiegend zum Západoslovenský kraj (Westslowakischer Landschaftsverband), während kleinere nördliche und östliche Teile dem Stredoslovenský kraj (Mittelslowakischer Landschaftsverband) zugeordnet wurden. Diese Struktur blieb bis zum Ende der sozialistischen Ära im Jahr 1990 bestehen und war durch eine starke Zentralisierung sowie eine enge Anbindung an die staatliche Planung geprägt.

Nach den politischen Veränderungen infolge der Samtenen Revolution von 1989 und der anschließenden Demokratisierung wurde das Verwaltungssystem schrittweise reformiert. Mit der Auflösung der Tschechoslowakei im Jahr 1993 und der Entstehung der unabhängigen Slowakei ergab sich die Notwendigkeit einer neuen territorialen Gliederung.

Im Rahmen der Verwaltungsreform von 1996 wurde schließlich der heutige Trenčiansky kraj als eine von acht Regionen der Slowakei geschaffen. Diese Reform legte die Grundlage für die moderne territoriale Organisation des Staates. Eine weitere bedeutende Änderung erfolgte im Jahr 2001, als die Regionen den Status eines samosprávny kraj (Selbstverwaltungskreis) erhielten. Seitdem verfügen sie über eigene gewählte Organe und Kompetenzen, insbesondere in den Bereichen Regionalentwicklung, Bildung, Gesundheitswesen, Verkehr und Infrastruktur.

Bevölkerung

Vorlage:Slovak municipality

Die Bevölkerungsdichte liegt bei 131/km², etwas mehr als der slowakische Durchschnitt (111/km²). Hauptstadt ist Trenčín, eine andere wichtige Stadt ist Prievidza. Insgesamt besteht der Landschaftsverband aus 276 Gemeinden, davon 18 Städten.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Statistisches Amt der Slowakischen Republik (Memento des Vorlage:IconExternal vom 26. Februar 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/app.statistics.sk</ref>

Nach der Volkszählung 2011 wohnten im Trenčiansky kraj genau 594.328 Einwohner. Der größte Teil entfiel auf die Slowaken (545.535 Einw., 91,8 %), gefolgt von Tschechen (4.106 Einw., 0,7 %), Magyaren (797 Einw., 0,1 %), Roma (574 Einw., 0,1 %), Mährern (540 Einw., 0,1 %) und Deutschen (538 Einw., 0,1 %). Andere Ethnien machen zusammen 0,3 % (1.732 Einw.) der Bevölkerung aus, während 40.506 Einwohner (6,8 %) keine Angabe zur Ethnie machten.

Konfessionell ist die römisch-katholische Kirche mit 381.093 Einwohnern (64,1 %) die am meisten verbreitete Konfession, gefolgt von der Evangelischen Kirche A. B. (48.327 Einw., 8,9 %) und griechisch-katholischen Kirche (1.338 Einw., 0,2 %). Des Weiteren bekannten sich die Einwohner zu den Zeugen Jehovas (1.082 Einw., 0,2 %), zur Pfingstbewegung (946 Einw., 0,2 %), zur evangelisch-methodistischen Kirche (899 Einw., 0,2 %) und zur orthodoxen Kirche (635 Einwohner, 0,1 %); insgesamt 4.571 Einwohner (0,8 %) bekannten sich zu einer anderen Konfession. 90.842 Einwohner (15,3 %) waren konfessionslos und bei 64.595 Einwohnern (10,9 %) wurde keine Konfession ermittelt.<ref>Ergebnisse der Volkszählung 2011 (slowakisch)</ref>

Weblinks

Commons: Dokumente und Bilder zum Kraj – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein