Traute Rose
{{#if: behandelt die Schauspielerin Traute Rose. Die als Modell von Lotte Laserstein bekannt gewordene Malerin findet sich unter Traute Rose (Malerin).
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Traute Rose, geboren als Traute Kummer (* 12. Februar 1904 in Danzig; † 10. Oktober 1997 in Baden-Baden)<ref>1996 schreibt Ingeborg Koch: 93 Jahre ist sie inzwischen alt. Einsam und krank dämmert sie in einem Pflegeheim in Baden-Baden ihrem Ende entgegen. In: Eine Berliner Künstlerdynastie. SFB-Kultur, September 1996</ref> war eine deutsche Schauspielerin, Sängerin, Hörspiel- und Synchronsprecherin. Sie war als Mitglied der bekannten Berliner Theaterfamilie Rose eine der beliebtesten Sängerinnen ihrer Epoche und erlangte besonders durch ihr regelmäßiges Auftreten im Rundfunk und als vielgefragte Synchronsängerin beim Film große und überregionale Popularität.
Leben
Sie wurde als Traute Kummer geboren und heiratete 1925 den Berliner Schauspieler und Theaterintendanten Paul Rose (1900–1973), mit ihm hatte sie eine Tochter und einen Sohn. Im Rose-Theater spielte sie u. a. die Rolle der „Frau John“ in Gerhart Hauptmanns Stück Die Ratten.<ref>Hans-Werner Gyßling, Pseudonym „Quaro“, in: Neue Zeit, 15. November 1952, S. 3</ref>
Im Jahr 1936 debütierte Traute Rose beim Film mit Heiratsbüro Fortuna. Neben ihrer Tätigkeit als Sängerin und Schauspielerin lieh sie ihre Gesangsstimme zahlreichen (Ufa-)Stars. So sang sie unter anderem für Maria Andergast und 1939 für Leny Marenbach in Ehe in Dosen das durch Kirsten Heiberg berühmt gewordenen Lied Schließ deine Augen und träume. Rose stand 1944 in der Gottbegnadeten-Liste des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda.<ref>Rose, Traute. In: Theodor Kellenter: Die Gottbegnadeten : Hitlers Liste unersetzbarer Künstler. Kiel: Arndt, 2020, ISBN 978-3-88741-290-6, S. 259</ref>
Nach dem Krieg setzte sie ihre Bühnen- und Filmkarriere fort. Neben Auftritten am Rose-Theater hatte sie von 1952 bis 1954 ein Engagement am Düsseldorfer Schauspielhaus. Dort spielte sie unter anderem „Frau Wolff“ in Der Biberpelz, „Frau Linde“ in Nora oder Ein Puppenheim, „Brigitte“ in Das Käthchen von Heilbronn sowie „Bobbi“ in Katharina Knie. Zudem gastierte sie an dem von ihrem Ehemann geleiteten Badischen Staatstheater Karlsruhe.<ref>Rose, Traute. In: Kürschners biographisches Theater-Handbuch. De Gruyter, Berlin 1956, S. 615 (online).</ref> Hinzu kamen nun auch zahlreiche Auftritte als Hörspielsprecherin bei verschiedenen Funkhäusern, wo sie häufig in Haupt- oder größeren Nebenrollen zu hören war, darunter in sechs Produktionen des Bayerischen Rundfunks als Ehefrau des Pariser Kommissars Maigret, gesprochen von Paul Dahlke.
Filmographie
- 1936: Heiratsbüro Fortuna (Kurzfilm)
- 1937: Das große Abenteuer
- 1939: Ehe in Dosen
- 1939: Der Vorhang fällt
- 1944: Junge Herzen (nur Gesang)
- 1949: Krach im Hinterhaus
- 1956: Anastasia, die letzte Zarentochter
- 1957: Von allen geliebt
- 1958: Das Glück sucht seine Kinder (Fernseh-Produktion)
- 1959: Bei der blonden Kathrein
- 1960: Am grünen Strand der Spree; 4. Teil: Bastien und Bastienne 1953 (Fernseh-Mehrteiler)
- 1965: Sie schreiben mit, Folge: Der Mann aus Australien (Fernseh-Serie)
- 1965: Alle machen Musik (Fernseh-Serie)
Hörspiele
Datum unbekannt:
- Immer Frühling für den Riesen – Regie: Hans Bernd Müller
- Spiegelgespräch – Regie: Günter Bommert
- Mensch Meier – Autor und Regie: Paul Pörtner
Lieder (Auszug)
- 1937: Giribiri Cocololo aus der Operette Das Modell; Orchester des deutschen Kurzwellensenders unter der Leitung von Fritz Wicke, Berlin, 12. August 1937
- 1939: Schließ deine Augen und träume im Film Ehe in Dosen
- 1939: Hell im Glas – Trinklied der Galathée aus der Operette Die schöne Galathée; Chor und Orchester des Reichssenders Stuttgart unter der Leitung von Gustav Görlich, Stuttgart, 7. November 1939
- 1939: Was sagst du, ich lausche! – Lied der Galathée aus der Operette Die schöne Galathée; Chor und Orchester des Reichssenders Stuttgart unter der Leitung von Gustav Görlich, Stuttgart, 7. November 1939
- 1939: Er liebt mich – Arie aus der Oper Das Glöckchen des Eremiten von Aimé Maillart; Orchester des Deutschen Opernhauses Berlin. Dirigent: Wolfgang Beutler
Porträt
Die letzte Rose – Besuch bei einer Berliner Bühnenlegende. Feature von Ingeborg Koch. Sender Freies Berlin, Sommer 1995. Regie: Wolfgang Bauernfeind (mit Tagebuchaufzeichnungen von Traute Rose)
Weblinks
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- Traute Rose bei www.cyranos.ch
Einzelnachweise
<references />
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