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Trachselwald

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Vorlage:Infobox Ort in der Schweiz

Trachselwald (berndeutsch Trachsuwaud <templatestyles src="IPA/styles.css" />{{#if:|[}}[ˈtrɑχsʊˌʋɑɯd]{{#if:

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|all= 1= |opt= 2= Tondatei= |template=Vorlage:IPA |errNS= 0 |cat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:IPA |format=@@@ }} oder kurz Trachsu <templatestyles src="IPA/styles.css" />{{#if:|[}}[ˈtrɑχsʊ]{{#if:

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|all= 1= |opt= 2= Tondatei= |template=Vorlage:IPA |errNS= 0 |cat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:IPA |format=@@@ }}<ref name="lsg">Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen. Hrsg. vom Centre de Dialectologie an der Universität Neuenburg unter der Leitung von Andres Kristol. Frauenfeld/Lausanne 2005, S. 879.</ref>) ist eine Einwohnergemeinde im Schweizer Kanton Bern. Sie gehört zum Verwaltungskreis Emmental.

Datei:Ortseingang und Schloss Trachselwald.jpg
Ortseingang und Schloss Trachselwald

Geographie

Das Gemeindegebiet liegt östlich der Emme und südlich der Grünen im unteren Emmental und umfasst hauptsächlich die Talschaft Heimisbach mit den Orten Chramershus und Thal. Das Dorf Trachselwald selbst liegt dicht an der westlichen Gemeindegrenze. Die Nachbargemeinden im Norden beginnend im Uhrzeigersinn sind Lützelflüh, Sumiswald, Langnau im Emmental, Lauperswil und Rüderswil.

Geschichte

Datei:ETH-BIB-Trachselwald, Grünenmatt v. N. O. aus 300 m-Inlandflüge-LBS MH01-002969.tif
Luftbild aus 300 m von Walter Mittelholzer (1922)

Der Name der Gemeinde ist eine Zusammensetzung aus der Berufsbezeichnung «Drechsler» (althochdeutsch trāhsil) und dem Gattungswort Wald und bedeutet damit «Drechsler-Wald».<ref name="lsg" /> Erstmals urkundlich erwähnt wird der Ort um 1131 als Trahselwalt.

Die ältesten Teile des Schlosses Trachselwald stammen noch aus dem späten 12. Jahrhundert. Die Burg und das Dorf gehörten damals den Freiherren von Trachselwald. 1241 ist ein Freiherr von Trachselwald als kyburgischer Dienstmann belegt. Später im 13. Jahrhundert verkaufte dann ein offenbar verarmter Junker Thüring von Trachselwald seine Ansprüche. Trachselwald fiel an die Freiherren von Rüti bei Lyssach und schliesslich an die von Sumiswald, bis die Herrschaft 1408 an die Stadt Bern verkauft wurde. Das Schloss wurde daraufhin als Sitz der Landvogtei Trachselwald verwendet. Das Wappen der Vogtei wurde ab etwa 1500 auf Berner Ämterscheiben dargestellt, im frühen 16. Jahrhundert war es ein goldener (manchmal silberner) Baum, der anstelle eines Wurzelstocks in einen Stern mündet. Seit der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts wird der Baum mit Wurzelstock dargestellt, und der Stern steht im Eck. Dieses Wappen wurde (mit einer grünen Tanne anstelle des goldenen Baums) zur Grundlage des modernen Gemeindewappens.

1574 wurde das Dorf durch einen Brand vernichtet. Im Zuge des Schweizer Bauernkrieges fand am 3. April 1653 im Gasthof «Tanne» eine Versammlung statt, bei welcher der Bauernführer Niklaus Leuenberger seinen ersten öffentlichen Auftritt hatte. Am 19. Juni wurde er verhaftet und bis zu seiner Hinrichtung am 27. August im Bergfried des Schlosses gefangen gehalten.

Die zur Gemeinde Trachselwald gehörige Talschaft Heimisbach hiess bis 1967 «Dürrgraben». Am 1. Januar 1968 erhielt sie zum 100. Geburtstag des Mundartschriftstellers Simon Gfeller, nach dem Titel seines Erstlingswerks von 1910, ihren heutigen Namen.

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1900 1950 1970 1980 1990 2002 2009 2012 2015 2023
Einwohner 1473 1393 1199 1054 1046 1078 1047 995 977 912

Politik

Die Stimmenanteile der Parteien anlässlich der Nationalratswahl 2023 betrugen: SVP 54,9 % (+1,9 %), EDU 8,5 % (+2,9 %), GPS 7,5 % (−0,5 %), Mitte 6,5 % (−6,5 %), SP 6,4 % (+0,6 %), glp 3,9 % (+0,6 %), EVP 3,5 % (+0,2 %), FDP 3,1 % (−0,3 %).<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Kunst und Kultur

{{#invoke:Vorlage:Siehe auch|f}} Der barocke Neubau der reformierten Kirche Trachselwald erfolgte 1685 nach Plänen von Abraham Dünz.

Die ältesten Teile des Schlosses stammen aus der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts; bis Ende 2009 befand sich hier der Sitz des Regierungsstatthalters des Amtes Trachselwald (seit dem 1. Januar 2010 gehört die Gemeinde Trachselwald zum Verwaltungskreis Emmental).

Seit März 2003 logiert in den Räumen der 1614 erbauten ehemaligen Amtsschaffnerei das Schweizer Zither-Kultur-Zentrum, das seit Februar 1999 existiert und zunächst in Konolfingen beheimatet war.

Im alten Schulhaus Thal in Heimisbach, wo Simon Gfeller von 1875 bis 1884 zur Schule gegangen war, besteht seit 1970 für ihn eine Gedenkstube.

Persönlichkeiten

Bilder

Literatur

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  • Alice Leibundgut-Mosimann: Die wirtschaftlichen Verhältnisse im heutigen Amt Trachselwald am Ende des 18. Jahrhunderts. In: Berner Zeitschrift für Geschichte und Heimatkunde. Bd. 49, 1987, Heft 1, S. 4–56 (Digitalisat).
  • Hans Minder: Die Bürger der Gemeinde Trachselwald. Lauperswil 2009.
  • Hans Minder: Heimatbuch von Trachselwald – Historisches Lexikon. Trachselwald 2018.
  • Jürg Schweizer: Trachselwald. Dorf, Schloss, Gemeinde (= Schweizerische Kunstführer. Nr. 154). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Bern 1992, ISBN 978-3-85782-154-7.

Quellen

  • Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen. II. Abteilung: Die Rechtsquellen des Kantons Bern. Zweiter Teil: Rechte der Landschaft. Band 8: Das Recht der Landschaft Emmental (seit 1803 Amtsbezirke Signau und Trachselwald). Bearb. von Anne-Marie Dubler. Aarau 1991 (Online-Version).

Weblinks

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Einzelnachweise

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