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Tracer (Nuklearmedizin)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:HD.6D.758 (13471503475).jpg
Beispielhafte Nutzung des radioaktiven Kohlenstoff-14-Isotops als Tracer bei einer Pflanze

Ein Tracer (englisch trace = Spur oder geringe Menge) ist eine künstliche, oft radioaktiv markierte körpereigene oder körperfremde Substanz, die nach Einbringung in den lebenden Körper am Stoffwechsel teilnimmt und darüber unterschiedlichste Untersuchungen ermöglicht oder erleichtert.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Wegen der minimalen Stoffmenge werden dabei die Körperfunktionen nicht gestört. Erfinder der Methode war der Ungar George de Hevesy.

Die Tracermethode findet heute neben der nuklearmedizinischen Diagnostik auch in der Forschung in Chemie, Biologie und Biochemie Anwendung.

Historisch wurde der Begriff „Tracer“ für jede radioaktive Substanz verwendet, die nur in kleinsten Mengen (Spur) vorliegt, also Mikrocurie oder bis zu wenigen Millicurie. Diese Tatsache spielte zusammen mit der Mikrochemie eine wichtige Rolle bei der Entwicklung der Radiochemie.

Siehe auch

Einzelnachweise

<references />