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Trabantenstadt

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Vorlage:Hinweisbaustein{{#ifeq: 0| 0 | }} {{#if: behandelt die Vororte einer größeren Stadt. Zum 17. Band der Asterix-Comic-Reihe siehe Die Trabantenstadt.

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}} Vorlage:Hinweisbaustein Trabantenstädte (auch Trabantensiedlung) sind wirtschaftlich relativ selbständige Vorortsiedlungen in der Umgebung einer größeren Stadt.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Sie zeichnen sich im Gegensatz zur Satellitenstadt, die überwiegend von der Wohnfunktion dominiert wird, durch eine höhere Arbeitsplatzdichte und eine eigene Infrastruktur aus. Im Gegensatz zu Satellitenstädten ist der Pendlersaldo aufgrund des eigenen Arbeitsplatzangebots geringer.

Die unterschiedlichen Definitionen der Begriffe Trabantenstadt und Satellitenstadt sind umstritten. Nach Burkhard Hofmeister, Autor des Werkes Stadtgeographie, ist eine Trabantenstadt eine Mittelstadt im Umfeld einer großen Stadt. Währenddessen ist die Satellitenstadt eher eine Schlafstadt, die sehr viele Einwohner täglich zwischen Arbeit und Wohnung pendeln. Beide Stadtformen sind somit im Umfeld einer größeren Stadt angesiedelt, stellen von dieser Grundidee her aber unterschiedliche Konzepte dar.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Rudolf Hillebrecht und Heineberg, der Autor des Werkes Grundriß Allgemeine Geographie: Stadtgeographie, benutzen die beiden Begriffe genau in der umgekehrten Weise. Auch im Englischen bezeichnet satellite city eine wirtschaftlich eigenständige städtische Siedlung, von der die commuter/bedroom/dormitory town als Schlafstadt abgegrenzt wird.

Satelliten- aber auch Trabantenstädte entstehen oft auf Flächen, die zuvor nicht zum Siedlungsbereich der Stadt gehörten. Dazu sind baurechtliche Umwidmungen von zuvor meist landwirtschaftlich genutzten Bodenflächen in Bauland notwendig; solche Vorgänge und die dadurch meistens eintretende und teils enorme Wertsteigerung der betroffenen Bodenflächen bzw. Grundstücke werden oft mit der ironischen Redewendungfünfte Fruchtfolge“ umschrieben.

Beispiele für Trabantenstädte

Datei:Praia da Barra e Montanhas do Parque Nacional da Tijuca.jpg
Barra da Tijuca

Europa

Datei:DJI 0242 Plac Centralny, Nowa Huta.jpg
Nowa Huta
  • Vorstadt Hässelby-Vällingby im Nordwesten und Skarpnäck im Süden von Stockholm<ref>Ewald Gläßer, Rolf Lindemann, Jörg-Friedhelm Venzke: Nordeuropa. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2003, S. 40.</ref>
  • Viele Städte der Pariser Banlieue wie etwa Sarcelles<ref>Konrad H. Jarausch: Aus der Asche. Eine neue Geschichte Europas im 20. Jahrhundert. Reclam, Ditzingen 2015.</ref>, Marne-la-Vallée, Évry, Cergy-Pontoise<ref>Werner Zettelmeier: Hochschulentwicklung und Hochschulpolitik in Frankreich seit 1988. In: Frankreich-Jahrbuch 1992. Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Geschichte, Kultur. Leske + Budrich, Opladen 1992, S. 169–184, auf S. 175.</ref> (siehe auch ville nouvelle)
  • Stadtteil Petržalka im Süden von Bratislava, angeblich die größte Plattenbausiedlung Europas<ref>Wenzel Müller: Ein Sonntag im Plattenbaugebiet. 60 km von Wien entfernt: eine fremde Welt. In: Augustin, 30. März 2016.</ref>
  • Jižní Město (Südstadt), die größte Plattenbausiedlung Prags mit etwa 80.000 Einwohnern<ref> Katharina Wiegmann: Stadt der Träume. In: Prager Zeitung, 12. Oktober 2016.</ref>
  • Tychy im Oberschlesischen Industriegebiet südlich von Katowice<ref>Ekkehard Buchhofer: Strukturwandel des oberschlesischen Industriereviers unter den Bedingungen einer sozialistischen Wirtschaftsordnung. Kieler geographische Schriften, Band 46. Geographisches Institut der Universität Kiel, 1976, S. 199.</ref>
  • Nowa Huta im Osten von Krakau<ref>Gerhard Hanak, Inge Karazman-Morawetz, Krzysztof Krajewski: Globale Ängste, Kriminalitätsfurcht und die Unordnung der Stadt. Unsicherheit in Krakau und Wien. In: Klaus Sessar u. a.: Großstadtängste – Anxious cities. Lit Verlag, Wien/Berlin 2007, S. 69–98, auf S. 78.</ref>

Deutschland

Datei:Luftbild Berlin-Marzahn 02.jpg
Luftbild von Berlin-Marzahn
Ostdeutsche Großwohnsiedlungen
Westdeutsche Großwohnsiedlungen

Der Bau westdeutscher Großwohnsiedlungen erfolgte meist in der Zeit der Wohnungsnot nach dem Zweiten Weltkrieg in den 1950er bis 1970er Jahren. Teilweise dauerte die Bebauung, wie zum Beispiel in Nürnberg-Langwasser, mehrere Jahrzehnte.

Siehe auch

Weblinks

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Einzelnachweise

<references />

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