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Trägheitsradius

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Der Trägheitsradius <math>i</math> ist derjenige Abstand von der gegebenen Drehachse, in dem man die punktförmig gedachte Masse m des Körpers anbringen muss, um das Trägheitsmoment J zu erhalten.<ref name="Boege" />

<math>\begin{align}
                 J & = m \cdot i^2\\

\Leftrightarrow i^2 & = \frac J m\\ \Leftrightarrow i & = \sqrt{\frac J m} \end{align}</math>

Für eine gute Materialausnutzung z. B. bei Schwungrädern wird ein Trägheitsradius angestrebt, der im Vergleich zur Außenabmessung groß ist, d. h. möglichst weit außen liegt.

In der Festigkeitslehre gilt ein analoger Zusammenhang zwischen der Fläche A und dem Flächenmoment zweiten Grades I:

<math>\begin{align}
                 I & = A \cdot i^2\\

\Leftrightarrow i^2 & = \frac I A\\ \Leftrightarrow i & = \sqrt{\frac I A} \end{align}</math>

Der Trägheitsradius geht hier als Berechnungsgröße in den Nachweis von Knicklasten ein.

Berechnung des Trägheitsradiuses bei bekannter Geometrie

Datei:Zylinder traegheitsradius skizze.jpg
Trägheitsradius bei einem Zylinderquerschnitt

Zylinder: <math>{r_i}=0</math>, <math>i=?</math>, <math>{r_a} \, \text{bekannt}</math>

<math>\begin{align}
                     A_1 & = A_2\\

\Leftrightarrow {i^2\cdot\pi} & = {r_a}^2\cdot\pi-i^2\cdot\pi \\ \Leftrightarrow i & = \sqrt{\frac {{r_a}^2} 2} \\ \end{align}</math>

Datei:Traegheitsradius beliebiger Querschnitt.jpg
Trägheitsradius bei beliebigem Querschnitt und zentraler Rotationsachse

beliebiger Querschnitt:
<math>A_1 = A_2</math> → Aus dieser Gleichung lässt sich jeweils der Trägheitsradius errechnen.

Polymerchemie

In der Polymerchemie wird der mittlere quadratische Abstand der Molekülketten vom Schwerpunkt des Moleküls als Streumassenradius bezeichnet, teilweise auch als Trägheitsradius.<ref name="Schwarzl" />

Literatur

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Einzelnachweise

<references> <ref name="Boege"> {{#invoke:Vorlage:Literatur|f}} </ref> <ref name="Schwarzl"> {{#invoke:Vorlage:Literatur|f}} </ref> </references>

Weblinks