Tischtennisweltmeisterschaft 2011
Vorlage:Infobox Tischtennisturnier Die 56. Tischtennisweltmeisterschaft fand vom 8. bis 15. Mai 2011 in Rotterdam im Veranstaltungszentrum Ahoy statt. Es wurden nur die Individualwettbewerbe ausgetragen. Die niederländische Stadt erhielt im Februar 2008 von den Teilnehmern des Annual General Meeting der International Table Tennis Federation (ITTF) den Zuschlag. Nach 1955 und 1999 waren die Niederlande zum dritten Mal Ausrichter der Tischtennisweltmeisterschaft.
Übersicht
Erneut dominierten die chinesischen Teilnehmer die Veranstaltung und holten alle Gold- und Silbermedaillen. Im Herreneinzel holte Zhang Jike den vierten Titel für China in Folge seit 2005. Mit Ma Long/Xu Xin ging der zehnte Titel in Folge seit 1993 an China. Noch ausdauernder waren die Erfolge der Damen: Ding Ning im Einzel (neunter Titel in Folge seit 1995) und Guo Yue/Li Xiaoxia im Doppel (zwölfter Titel in Folge seit 1989). Im Mixed gewannen Zhang Chao/Cao Zhen Gold (elfter Titel in Folge seit 1991).
In den Halbfinalen standen als einzige Nicht-Chinesen Timo Boll (Deutschland) im Herreneinzel, Jung Young-sik/Kim Min-seok (Japan) im Herrendoppel, Kim Kyung-ah/Park Mi-young (Korea) sowie Jiang Huajun/Tie Yana (Hongkong) im Damendoppel und Seiya Kishikawa/Ai Fukuhara (Japan) im Mixed.
Insgesamt traten 801 Spieler aus 143 Ländern im Einzelwettbewerb an.<ref name="tt-2011-7">Zeitschrift tischtennis, 2011/7 regional Nord S. 1–2</ref>
Ergebnisse
Medaillenspiegel
| Rang | Land | Gold | Silber | Bronze | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Datei:Flag of the People's Republic of China.svg Volksrepublik China | 5 | 5 | 4 | 14 |
| 2 | Datei:Flag of South Korea.svg Südkorea | 0 | 0 | 2 | 2 |
| 2 | Datei:Flag of Hong Kong.svg Hongkong | 0 | 0 | 2 | 2 |
| 4 | Datei:Flag of Germany.svg Deutschland | 0 | 0 | 1 | 1 |
| 4 | Datei:Flag of Japan.svg Japan | 0 | 0 | 1 | 1 |
| Total | 5 | 5 | 10 | 20 | |
Herreneinzel
Halbfinale und Finale
Erste Runde bis Viertelfinale
Dameneinzel
Halbfinale und Finale
Erste Runde bis Viertelfinale
Herrendoppel
<templatestyles src="Turnierplan/styles.css" />
Damendoppel
<templatestyles src="Turnierplan/styles.css" />
Mixed Doppel
<templatestyles src="Turnierplan/styles.css" />
Abschneiden der deutschen Teilnehmer
Einzel Herren
- Timo Boll hatte bewusst auf die Teilnahme am Doppelwettbewerb und auch – wie schon bei den vorherigen Weltmeisterschaften – auf dem Mixedwettbewerb verzichtet, um sich ausschließlich auf die Einzelwettkämpfe zu konzentrieren. Nach Siegen über Kenji Matsudaira (Japan), Yang Zi (Singapur), Robert Svensson (Schweden), Dimitrij Ovtcharov (Deutschland) und Chen Qi (China) erreichte er – als einziger Nicht-Chinese – das Halbfinale; Bronze war ihm nun sicher. Hier zeigte sich der spätere Weltmeister Zhang Jike (China) jedoch überlegen und siegte mit 4:1. Es war Bolls erste Weltmeisterschaftsmedaille im Einzel.
- Dimitrij Ovtcharov scheiterte im Achtelfinale mit 2:4 an Timo Boll. Zuvor hatte er gegen Espen Rønneberg (Norwegen), Stefan Fegerl (Österreich) und Seiya Kishikawa (Japan) gewonnen.
- Bastian Steger erreichte ebenfalls das Achtelfinale. Nach Siegen über Kim Nam Chol (Nordkorea), Seo Hyun-deok (Südkorea) und Leung Chu Yan (Hongkong) unterlag er dem Chinesen Ma Lin.
- Zoltan Fejer-Konnerth gewann gegen Mattias Karlsson (Schweden) und Adrian Crișan (Rumänien), scheiterte in der dritten Runde jedoch an dem Japaner Jun Mizutani.
- Patrick Baum kam ebenfalls in Runde drei, indem er Jewhen Pryschtschepa (Ukraine) und Zoran Primorac (Kroatien) aus dem Rennen warf. Der Südkoreaner Joo Se Hyuk war dann zu stark.
- Ruwen Filus kam bei seiner ersten WM-Teilnahme gegen den Tschechen Petr Korbel eine Runde weiter. Danach verlor er gegen Wang Liqin (China) mit 0:4.
- Christian Süß schied in der ersten Runde unerwartet gegen Jang Song-man (Nordkorea) aus.
- Der aus Deutschland stammende Thomas Keinath startete für die Slowakei und erreichte die zweite Runde, wo er gegen Joo Se Hyuk (Südkorea) verlor.
Einzel Damen
- Wu Jiaduo kam am weitesten. Sie schaltete Linda Creemers (Niederlande), Song Ma Eum (Südkorea) und Li Qiangbing (Österreich) aus. Im Achtelfinale verlor sie gegen die Chinesin Guo Yue.
- Zhenqi Barthel erreichte durch einen Sieg über Nanthana Komwong (Thailand) die zweite Runde, wo sie an Wu Yang (China) scheiterte.
- Kristin Silbereisen verlor in der ersten Runde unerwartet gegen die Spanierin Galia Dvorak.
- Auch Sabine Winter – sie nahm erstmals an einer Weltmeisterschaft teil – unterlag in der ersten Runde gegen Li Jiao (Niederlande).
- Kathrin Mühlbach war erstmals bei einer Weltmeisterschaft dabei. Dabei wurde sie in der Eingangsrunde von Wu Xue (Dominikanische Republik) geschlagen.
Doppel Herren
- Baum/Steger unterlagen im Viertelfinale den Chinesen Ma Long/Xu Xin. Vorher hatten sie sich gegen Jesús Cantero/He Zhiwen (Spanien), Kou Lei/Jewhen Pryschtschepa (Ukraine) und Kenta Matsudaira/Koki Niwa (Japan) durchgesetzt.
- Filus/Fejer-Konnerth gewannen gegen Adrian Crișan/Andrei Filimon (Rumänien). In der zweiten Runde schieden sie gegen Chen Qi/Ma Lin (China) aus.
- Für Ovtcharov/Süß war in der Eingangsrunde gegen Alfredo Carneros/Carlos Machado (Spanien) Endstation. Kritisiert wurde der auffallend lustlose Auftritt der Deutschen in diesem Match.
Doppel Damen
Beide deutschen Doppel kamen über die zweite Runde nicht hinaus.
- Barthel/Silbereisen besiegten Beh Lee Wei/Chiu Soo Jiin (Malaysia) und verloren gegen Feng Yalan/Mu Zi (China).
- Wu Jiaduo/Winter schlugen Ariel Hsing/Liliy Zhang (USA) und unterlagen Jiang Huajun/Tie Yana (Hongkong)
Mixed
- Fejer-Konnerth/Barthel überstanden zwei Runden durch Siege über Soumyadeep Roy/Poulomi Ghatak (Indien) und Ri Chol-guk/Kim Hye-song (Nordkorea). Danach verloren sie 1:4 gegen die Chinesen Yan An/Feng Yalan
- Filus/Mühlbach gewannen gegen Daniel Reed/Hannah Hicks (England). In der zweiten Runde schieden sie gegen Adrian Crișan/Daniela Dodean (Rumänien) aus.
Deutsche Schiedsrichter
Insgesamt waren 145 Schiedsrichter aus 51 Ländern im Einsatz. Mit 17 Schiedsrichtern stellte Deutschland das größte Kontingent: Lars Czichun (Düsseldorf), Karl-Josef Flühr (Bad Kreuznach), Anja Gersdorf (Düsseldorf), Corinna Haugwitz (Rotenburg / Wümme), Bernhard Karau (Paderborn), Michael Keil (Grevenbroich), Torsten Küneth (Weilheim), Stephan Lödige (Paderborn), Maria Lücke (Hameln), Claudia Möller (Preetz), Heike Mucha (Schwäbisch Gmünd), Klaus Seipold (v), Gert Selig (Hannover), Georg Vaaßen (Bergheim), Hans-Peter Wörner (Steinheim), Michael Zwipp (Langen).<ref name="tt-2011-7"/>
Wissenswertes
- Von 98 Spielen gegen Nicht-Chinesen gewannen die chinesischen Teilnehmer 96 Spiele. Nur Timo Boll im Einzel gegen Chen Qi und Seo Hyun-deok/Seok Ha-jung (Südkorea) im Mixed gegen Yan An/Feng Yalan konnten gegen Chinesen punkten. Zwar gewann auch das südkoreanische Damendoppel Lee Eun Hee/Park Young-sook gegen die Chinesinnen Feng Yalan/Mu Zi, aber das Ergebnis wurde annulliert, weil Lee Eun Hee mit einem zu dicken Schlägerbelag spielte.
- Etwa 10 Spieler wurden wegen der Benutzung unzulässiger Schläger disqualifiziert.<ref>Zeitschrift tischtennis, 2011/5 regional Süd S. 5</ref>
- Der Russe Kirill Skatschkow wurde disqualifiziert, weil er mehrfach ausrastete und zuletzt die Umrandung zerstörte.
Literatur
- WM-Vorschau, Zeitschrift tischtennis, 2011/5, S. 10–19
- Ausführlicher Bericht: Zeitschrift tischtennis, 2011/6, S. 8–42
Einzelnachweise
<references />
Weblinks
- Offizielle Seite der Veranstalter
- Turnierseite des ITTF (engl.) (abgerufen am 4. Juni 2011)
- ITTF-Datenbank (abgerufen am 4. Juni 2011)
Vorlage:Klappleiste/Anfang
London 1926 |
Stockholm 1928 |
Budapest 1929 |
Berlin 1930 |
Budapest 1931 |
Prag 1932 |
Baden 1933 |
Paris 1934 |
Wembley 1935 |
Prag 1936 |
Baden 1937 |
Wembley 1938 |
Kairo 1939 |
Paris 1947 |
Wembley 1948 |
Stockholm 1949 |
Budapest 1950 |
Wien 1951 |
Bombay 1952 |
Bukarest 1953 |
Wembley 1954 |
Utrecht 1955 |
Tokio 1956 |
Stockholm 1957 |
Dortmund 1959 |
Peking 1961 |
Prag 1963 |
Ljubljana 1965 |
Stockholm 1967 |
München 1969 |
Nagoya 1971 |
Sarajevo 1973 |
Kalkutta 1975 |
Birmingham 1977 |
Pjöngjang 1979 |
Novi Sad 1981 |
Tokio 1983 |
Göteborg 1985 |
Neu-Delhi 1987 |
Dortmund 1989 |
Chiba 1991 |
Göteborg 1993 |
Tianjin 1995 |
Manchester 1997 |
Eindhoven 1999 |
Kuala Lumpur 2000 |
Osaka 2001 |
Paris 2003 |
Doha 2004 |
Shanghai 2005 |
Bremen 2006 |
Zagreb 2007 |
Guangzhou 2008 |
Yokohama 2009 |
Moskau 2010 |
Rotterdam 2011 |
Dortmund 2012 |
Paris 2013 |
Tokio 2014 |
Suzhou 2015 |
Kuala Lumpur 2016 |
Düsseldorf 2017 |
Halmstad 2018 |
Budapest 2019 |
Busan 2020 |
Houston 2021 |
Chengdu 2022 |
Durban 2023 |
Busan 2024 |
Doha 2025 |
London 2026 |
Astana 2027 |
Fukuoka 2028
Vorlage:Klappleiste/Ende