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Tichon (Patriarch von Moskau)

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Datei:Tikhon of Moscow.jpg
Patriarch Tichon
Datei:Патриарх Тихон в 1918 году (официальный портрет).jpg
Patriarch Tichon
Datei:Petr (Polyansky) and patriarh Tikhon.jpg
Peter von Krutizy und Tichon

Tichon ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), alternative Schreibweise Tychon; * 19. Januarjul. / 31. Januar 1865greg. als Wassili Iwanowitsch Bellawin ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), wiss. Transliteration {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) in Toropez, Gouvernement Pskow; † 7. April 1925 in Moskau) war der erste Patriarch der Russisch-Orthodoxen Kirche nach dem Untergang des Zarenreiches.

Leben

Tichon, Sohn eines Geistlichen, besuchte in Pskow das Seminar und in Sankt Petersburg die Geistliche Akademie.

1888 beschritt er eine Schullaufbahn. Er unterrichtete zuerst Französisch, später Moraltheologie und Dogmatik. 1892 wurde er zum Mönch geweiht.

Am 19. Oktober 1897 erfolgte in der Dreifaltigkeitskirche des Alexander-Newski-Klosters die Bischofsweihe durch den Metropoliten von St. Petersburg Palladius unter der Mitwirkung der Erzbischöfe Arsenius von Kasan und Antonin von Finnland sowie der Bischöfe Johannes von Narva und Gurias von Samara. Er wirkte zunächst ein Jahr lang als Bischof von Lublin in der Diözese Chełm-Warschau, 1898 wurde er Bischof der Aleuten und von Alaska, die bis 1867 dem russischen Staatsverband angehört hatten; als solcher war er Oberhaupt aller russischen Orthodoxen auf dem nordamerikanischen Kontinent. 1907 bestieg er den Stuhl des Erzbischofs von Jaroslawl. Nach Problemen mit den lokalen Behörden wurde er 1914 Erzbischof von Vilnius. Nach dem Sturz von Zar Nikolaus II. während der Februarrevolution 1917 wurde er, im Bemühen der Kirche um Unabhängigkeit vom russischen Staat, am 5. November 1917 von einem Konzil der Landeskirche zum ersten Patriarchen der Russisch-Orthodoxen Kirche seit der Zeit Zar Peter I. ernannt. Seine Reformversuche wurden jedoch einerseits durch innerkirchlichen Widerstand und andererseits durch die kommunistische Machtübernahme nach der Oktoberrevolution erstickt.

Tichon schloss die Möglichkeit aus, dass ein Christ sich am Bürgerkrieg beteilige: „Nein, lieber sollen sie uns blutige Wunden zufügen, als dass wir uns der Vergeltung zuwenden, am Ende noch Vergeltung in Form von Massakern, an unseren Feinden oder an denen, die uns der Quell unseres Unglücks zu sein scheinen.“<ref>Gregor Benewitsch: Die jüdische Frage in der Russisch-Orthodoxen Kirche (auf engl. <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />The Jewish Question In The Russian Orthodox Church (Memento des Vorlage:IconExternal vom 13. Januar 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ocf.org, auf Deutsch Kapitel 1, Kapitel 2, Kapitel 3, Schlußfolgerung)</ref>

Wegen seiner Kontakte zur inzwischen entstandenen Karlowitzer Auslandskirche und der Weigerung, geweihte Kultgegenstände zur Linderung der Not zum Verkauf zur Verfügung zu stellen, wodurch er die Rettung Verhungernder angeblich verhindert habe, wurde Tichon 1922 verhaftet und in die Lubjanka verbracht. Danach wurde er im Moskauer Donskoi-Kloster interniert. Eine bolschewistisch dominierte allrussische Kirchenversammlung setzte ihn ab und enthob ihn aller geistlichen Ämter. Vermutlich durch englische Intervention kam er aber bereits 1923 wieder frei.

Sein Tod im Jahr 1925 gab zu Vermutungen über eine Vergiftung Anlass.

Nach dem Zerfall der Sowjetunion wurde Tichon im Jahre 1991 von der Russisch-Orthodoxen Kirche heiliggesprochen. Seine Gebeine befinden sich im Donskoi-Kloster.

Literatur

Weblinks

Commons: Tichon (Patriarch von Moskau) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

VorgängerAmtNachfolger
Macarius II.Patriarch von Moskau
1917–1925
Sergius I.

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