Titan(IV)-sulfid
| Kristallstruktur | ||||||||||||||||
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| Kristallstruktur von Titan(IV)-sulfid | ||||||||||||||||
| Vorlage:Farbe Ti4+ Vorlage:Farbe S2− | ||||||||||||||||
| Allgemeines | ||||||||||||||||
| Name | Titan(IV)-sulfid | |||||||||||||||
| Verhältnisformel | TiS2 | |||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
grünes Pulver mit Geruch nach faulen Eiern<ref name="Alfa" /> | |||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||||||||
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| Eigenschaften | ||||||||||||||||
| Molare Masse | 112,01 g·mol−1 | |||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest | |||||||||||||||
| Dichte |
3,22 g·cm−3 <ref name="Alfa" /> | |||||||||||||||
| Löslichkeit |
reagiert mit Wasser unter Freisetzung von Schwefelwasserstoff<ref name="Alfa" /> | |||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||||||||
Titan(IV)-sulfid oder Titandisulfid ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Sulfide mit der Formel TiS2.
Darstellung
Titandisulfid kann aus Titantetrachlorid TiCl4 und Schwefelwasserstoff H2S hergestellt werden.<ref name="Holleman">A. F. Holleman, E. Wiberg, N. Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 91.–100., verbesserte und stark erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin 1985, ISBN 3-11-007511-3, S. 1065.</ref>
- <math>\mathrm{TiCl_4 + 2 \ H_2S \longrightarrow TiS_2 + 4 \ HCl}</math>
Ebenfalls möglich ist die Synthese aus den Elementen.<ref name="brauer">Georg Brauer (Hrsg.), unter Mitarbeit von Marianne Baudler u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band II, Ferdinand Enke, Stuttgart 1978, ISBN 3-432-87813-3, S. 1371.</ref>
- <math>\mathrm{Ti + 2 \ S \longrightarrow TiS_2}</math>
Eigenschaften
Titandisulfid ist ein bronzefarbenes, diamagnetisches kristallines Pulver.<ref name="Holleman" /> Die Kristalle weisen eine Schichtstruktur auf, nämlich die Cadmiumiodid-Struktur.<ref name="Holleman" /> Dabei sind die Schwefelatome in einer hexagonal dichtesten Kugelpackung angeordnet. Die Titanionen besetzen die Oktaederlücken zwischen jeder übernächsten Anionenschicht.
Der Stoff ist aufgrund des Sulfidgehaltes brennbar, wobei Schwefeldioxid-Gas entsteht. Bei Raumtemperatur ist es luftbeständig, geht jedoch bei Erhitzen an Luft in Titandioxid über. Durch Salpetersäure sowie heiße konzentrierte Schwefelsäure wird es unter Schwefelabscheidung zersetzt. Von siedender Natron- und Kalilauge wird es unter Bildung von Alkalititanat und Alkalisulfid gelöst.<ref name="brauer" />
Titandisulfid hat eine elektrische Leitfähigkeit, die einem Halbmetall entspricht, was bei der Verwendung in Batterien den Vorteil hat, dass keine Stoffe wie z. B. Ruß zur Erhöhung der Leitfähigkeit zugesetzt werden müssen.<ref>M. S. Whittingham: Lithium Batteries and Cathode Materials, Chem. Rev. 104 (2004) 4273</ref>
Titandisulfid kann (wie z. B. auch Graphit) in seine Schichtstruktur reversibel Lithium einlagern (Interkalation), wobei LixTiS2 entsteht, mit x zwischen 0 und 1. Es können auch N-Basen, wie NH3, N2H4, Säureamide eingelagert werden.<ref name="brauer" />
Verwendung
Titandisulfid wird als festes Schmiermittel benutzt. Außerdem kann es als Elektrodenmaterial in Lithiumbatterien oder Lithium-Ionen-Akkumulatoren verwendet werden, wobei das niedrige Atomgewicht von Titan von Vorteil ist.
Einzelnachweise
<references />
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
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- Wikipedia:Wikidata-Wartung:ECHA-InfoCard-ID abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:PubChem abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:DrugBank fehlt lokal
- Feuergefährlicher Stoff
- Beschränkter Stoff nach REACH-Anhang XVII, Eintrag 40
- Hautreizender Stoff
- Augenreizender Stoff
- Atemwegsreizender Stoff
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:CAS-Nummer fehlt lokal
- Sulfid
- Titanverbindung