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Thomas Siepmann

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Thomas Siepmann
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Thomas Siepmann erhält den Preis der FAG-Kugelfischer-Stiftung aus den Händen von Staatssekretär Alfons Zeller und Georg Schäfer, dem Vorsitzenden des Stiftungsrates
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Computeranimation (1987) der Schmierspaltverhältnisse in einem allgemein beschleunigten Wälzlager

Thomas Siepmann (* 1958 in Essen) ist ein deutscher Informatiker und Professor an der FH Aachen mit den Forschungsschwerpunkten Application Lifecycle Management (ALM) und Organisation der Softwareentwicklung.

Leistungen

Thomas Siepmann studierte an der Ruhr-Universität Bochum Maschinenbau und promovierte zum Dr.-Ing. am Institut für Konstruktionstechnik als Mitarbeiter von Friedrich Jarchow. Für seine Dissertation mit dem Thema Reibmomente in Zylinderrollenlagern für Planetenräder<ref name="RLSI">Reibmomente in Zylinderrollenlagern für Planetenräder (PDF; 8,7 MB), Ruhr-Universität Bochum, Lehrstuhl für Maschinenelemente, Getriebe und Kraftfahrzeuge</ref> wurde ihm 1988 der hochdotierte FAG Kugelfischer-Preis verliehen. Durch seine Forschungsarbeit wurde es möglich, auf Basis der instationären elastohydrodynamischen Schmiertheorie die Reibungsverhältnisse beliebig beschleunigter Wälzlager theoretisch zu beschreiben und damit numerisch auswertbar zu machen. Das dafür entwickelte Softwaresystem RLSI machte erstmals die komplexen Wechselwirkungen in den Schmierspalten zwischen Wälzkörpern, Laufbahnen und Käfig sichtbar. Eine in das System integrierte Computeranimation veranschaulichte, bestätigte und erklärte viele in der industriellen Praxis bisher ausschließlich empirisch gewonnene Erkenntnisse und zeigte deren Ursachen auf.

Industrietätigkeit

Nach seiner Promotion realisierte er als Software-Entwickler, Unternehmensberater und IT-Dienstleister Lösungen für Firmen unterschiedlicher Branchen in Industrie und Handel. Dabei durchlief er alle Managementebenen vom Projektleiter bis zum Geschäftsführer. Am Krupp Forschungsinstitut in Essen war er ab 1987 als Mitglied des Forschungsteams Künstliche Intelligenz und Expertensysteme verantwortlich für die Entwicklung und Einsatz wissensbasierter Systeme in der industriellen Praxis. Zwischen 1994 und 2003 leitete er die Standardsoftware-Entwicklung in einem Softwareunternehmen, den Bereich Service-Management bei einem großen IT-Dienstleister und war Geschäftsführer einer IT-Unternehmensberatung.

Forschungstätigkeit zur Künstlichen Intelligenz

Von 1987 bis 1994 war Siepmann am Krupp Forschungsinstitut (KFI) in Essen tätig, wo er einer spezialisierten Forschungsgruppe für Künstliche Intelligenz (KI) und Expertensysteme angehörte und später leitete. In dieser Phase verfolgte der Krupp-Konzern eine weitreichende KI-Strategie, die computergestützte Wissensverarbeitung als entscheidende „strategische Waffe“ zur Sicherung der industriellen Wettbewerbsfähigkeit definierte. Angesichts des globalen technologischen Wettbewerbs stellte der Konzernvorstand hierfür umfangreiche Budgets zur Verfügung, wobei der Fokus insbesondere auf massiven Investitionen Pedrsonal und Sachmittel die KI-Forschung lag.

Das Arbeitsspektrum der Forschungsgruppe umfasste die zentralen Teildisziplinen der Künstlichen Intelligenz: die Verarbeitung natürlicher Sprache, Bild- und Mustererkennung, Expertensysteme sowie Robotik. Siepmann war in diesem Umfeld an der Entwicklung von Expertensystemen für die industrielle Praxis beteiligt, unter anderem für die automatisierte Arbeitsplanung und NC-Code-Generierung in der Zerspanungstechnik. Die technologische Umsetzung basierte auf modernen KI-Methoden wie der symbolischen Wissensrepräsentation, Inferenzmechanismen (Deduktion) sowie heuristischen Suchverfahren. Dabei kamen spezialisierte Programmiersprachen wie Lisp und Prolog sowie hybride Systemarchitekturen zum Einsatz, die deklaratives Faktenwissen in Frames mit prozeduralem Wissen in Produktionsregeln verknüpften.

Ein Forschungsschwerpunkt lag zudem auf der Integration von Lernfähigkeiten in Softwaresysteme. Hierbei wurden bereits frühzeitig Konzepte des Maschinellen Lernens und die Simulation biologisch-organischer Problemlösungsprozesse mittels Parallelrechnern und Neuronalen Netzen verfolgt, um über die reine Reproduktion von Expertenwissen hinaus zu einer autonomen Wissensadaptation zu gelangen. Ziel war die tiefe Einbindung dieser Systeme in CIM-Konzepte, um etwa die Fehlerdiagnose an Dieselmotoren oder die Konfigurierung von Kunststoff-Blasformmaschinen zu automatisieren.

Trotz der Tragweite dieser Entwicklungen liegen über die konkreten Projektergebnisse der Arbeitsgruppe keine weiteren öffentlichen Publikationen vor. Der Konzern begründete dies mit der hohen strategischen Bedeutung der Systeme: Um firmenspezifisches Know-how als Wettbewerbsvorteil zu sichern und einen sogenannten „Methodenschutz“ des Expertenwissens zu gewährleisten, wurden die Ergebnisse als vertraulich eingestuft.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>

Forschung und Lehre

Seit 2003 ist er Professor an der FH Aachen. Dort lehrt und forscht er auf dem Gebiet des Application Lifecycle Management mit dem Schwerpunkt „Führen im IT-Umfeld“. Der Untersuchungsgegenstand ist dabei das Software-Entwicklerteam als kybernetisches System.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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