Thomas Reis (Fußballspieler)
| Thomas Reis | ||
| Datei:Thomas-Reis-2025-05-01.jpg Thomas Reis, 2025
| ||
| Personalia | ||
|---|---|---|
| Geburtstag | 4. Oktober 1973 | |
| Geburtsort | Wertheim, Deutschland | |
| Größe | 183 cm | |
| Position | Abwehr, Mittelfeld | |
| Junioren | ||
| Jahre | Station | |
| 1978–1989 | FC Wertheim-Eichel | |
| 1989–1990 | VfB Stuttgart | |
| 1990–1992 | Eintracht Frankfurt | |
| Herren | ||
| Jahre | Station | Spiele (Tore)1 |
| 1992–1995 | Eintracht Frankfurt | 16 (2) |
| 1995–2003 | VfL Bochum | 176 (16) |
| 2003–2004 | FC Augsburg | 27 (3) |
| 2004–2005 | Eintracht Trier | 23 (1) |
| 2005–2006 | SV Waldhof Mannheim | 4 (1) |
| Nationalmannschaft | ||
| Jahre | Auswahl | Spiele (Tore) |
| 1988–1989 | Deutschland U15 | 7 (6) |
| 1989–1990 | Deutschland U16 | 17 (7) |
| 1990–1991 | Deutschland U17 | 2 (0) |
| 1991–1992 | Deutschland U18 | 10 (4) |
| 1989–1990 | Deutschland U20 | 5 (0) |
| 1993–1995 | Deutschland U21 | 7 (0) |
| Stationen als Trainer | ||
| Jahre | Station | |
| 2011 | VfL Bochum Frauen | |
| 2011–2012 | VfL Bochum II (Co-Trainer) | |
| 2012–2013 | VfL Bochum (Co-Trainer) | |
| 2013 | VfL Bochum U19 | |
| 2014–2015 | VfL Bochum II | |
| 2015 | VfL Bochum (Co-Trainer) | |
| 2015–2016 | VfL Bochum U19 | |
| 2016–2019 | VfL Wolfsburg U19 | |
| 2019–2022 | VfL Bochum | |
| 2022–2023 | FC Schalke 04 | |
| 2024–2026 | Samsunspor | |
| 1 Angegeben sind nur Ligaspiele. | ||
Thomas Reis (* 4. Oktober 1973 in Wertheim) ist ein deutscher Fußballtrainer und ehemaliger -spieler.
Spielerkarriere
Thomas Reis spielte als Jugendspieler für seinen Heimatverein FC Wertheim-Eichel, den VfB Stuttgart (mit dem er 1989/90 ins Finale der B-Jugendmeisterschaft kam und das Stuttgarter Tor bei der 1:2-Niederlage gegen den 1. FC Köln schoss) und Eintracht Frankfurt. In der Saison 1992/93 stand er erstmals im Profikader der Eintracht und gab sein Bundesligadebüt am 4. Oktober 1992 gegen den VfB Stuttgart (4:0), als er in der 83. Minute für Axel Kruse eingewechselt wurde. In dieser Zeit (von 1993 bis 1995) spielte er auch für die deutsche U-21-Nationalmannschaft. Er konnte sich allerdings keinen Stammplatz in Frankfurt erkämpfen. Nach sechzehn Bundesliga-Einsätzen in drei Jahren wechselte er 1995 zum Zweitligisten VfL Bochum.
Gleich in seiner ersten Saison im Ruhrgebiet stieg er mit dem VfL in die Bundesliga auf, woran Reis mit 31 Einsätzen seinen Anteil hatte. Im darauffolgenden Jahr sprang ein fünfter Tabellenplatz in der ersten Liga heraus. Reis verpasste in dieser Spielzeit keine Partie. Bochum vermochte sich indes nicht in den oberen Tabellenregionen festzusetzen und stieg 1999 und 2001 mit Thomas Reis als Spieler in die 2. Liga ab. 2000 und 2002 konnte er jeweils den Wiederaufstieg feiern. Nach einem weiteren Bundesligajahr in Bochum verließ er den Verein nach der Saison 2002/03 und ging zum Süd-Regionalligisten FC Augsburg.
Mit den Schwaben verpasste er erst am letzten Spieltag den Aufstieg (4. Platz in der Endtabelle) und wechselte nach 27 Einsätzen (drei Tore) zu Eintracht Trier und damit zurück in die 2. Bundesliga. Am Ende stand der unglückliche Abstieg in die Drittklassigkeit. Trier hatte eine um ein Tor schlechtere Tordifferenz als der FC Energie Cottbus auf dem rettenden 14. Platz und befand sich zuvor auch erst einmal auf einem Abstiegsplatz.
Zur Saison 2005/06 ging er in die Oberliga Baden-Württemberg zum SV Waldhof Mannheim, wo er allerdings nur auf vier Einsätze mit einem Torerfolg kam.
Trainerkarriere
Von Februar 2009 bis Februar 2012 war Reis in der Nachwuchsabteilung des VfL Bochum tätig, zunächst als Scout, später als Trainer und Assistent der Leitung der Nachwuchsabteilung.<ref>Nachwuchsabteilung. In: vfl-bochum.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 14. Oktober 2012; abgerufen am 15. Februar 2026.</ref> Von Februar 2012 bis zum 9. April 2013 war er Co-Trainer der Bochumer Profimannschaft unter Karsten Neitzel.<ref>Thomas Reis. In: transfermarkt.de. Abgerufen am 15. Februar 2026.</ref> Nachdem er anschließend das Traineramt bei der U-19-Mannschaft<ref>Wosz und Reis erhalten neue Aufgaben. In: spox.com. 28. Mai 2013, abgerufen am 15. Februar 2026.</ref> und im Januar 2014 die U-23-Mannschaft übernommen hatte,<ref>Reis übernimmt Bochumer U 23 – Wosz wieder U 19-Trainer. In: wflv.de. 28. Januar 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 28. Juli 2021; abgerufen am 15. Februar 2026.</ref> war er seit Januar 2015 wieder Co-Trainer der ersten Mannschaft.<ref>Bochum: Thomas Reis zu den Profis – Grammozis übernimmt U 23. In: dfb.de. 6. Januar 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 24. September 2015; abgerufen am 15. Februar 2026.</ref> Am 30. März 2015 erhielt Thomas Reis als einer von 24 Teilnehmern die Fußball-Lehrer-Lizenz des DFB.<ref>Frings und Co.: Lizenz für 24 Fußball-Lehrer. In: dfb.de. 30. März 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 3. April 2015; abgerufen am 15. Februar 2026.</ref>
Am 6. September 2019 übernahm Reis als neuer Cheftrainer und in Nachfolge von Robin Dutt die Zweitligamannschaft des VfL Bochum, die zu diesem Zeitpunkt nach fünf Spieltagen mit 2 Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz stand.<ref>Thomas Reis wird neuer VfL-Cheftrainer. In: vfl-bochum.de. 6. September 2019, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 24. Januar 2022; abgerufen am 6. September 2019.</ref> Es gelang ihm, die Mannschaft zu stabilisieren und die Saison 2019/20 wurde auf dem achten Platz beendet.
Im Februar 2021 verlängerte der VfL Bochum den Kontrakt von Reis aufgrund des anhaltenden sportlichen Erfolges vorzeitig bis 2023.<ref>Marco Schweigert: Cheftrainer Thomas Reis verlängert beim VfL Bochum. In: kicker.de. Abgerufen am 2. Februar 2021.</ref> In der Saison 2020/21 führte Reis den VfL Bochum zur Zweitligameisterschaft und damit nach elf Jahren Zweitklassigkeit zum Aufstieg in die Bundesliga. In der Bundesliga 2021/22 hielt Bochum mit 42 Punkten und Tabellenplatz 13 souverän die Klasse. Unter anderem gewann man 4:2 gegen Bayern München und 4:3 gegen Borussia Dortmund. In der Saison 2022/23 verlor die Mannschaft jedoch die ersten sechs Spiele (darunter ein 0:7 gegen den FC Bayern und eine Derbyniederlage mit 1:3 gegen den FC Schalke 04) und hatte eine Tordifferenz von −14, womit man den 1. FSV Mainz 05 (2020/21 sechs Niederlagen, −13 Tore) beim Negativrekord um den schlechtesten Saisonstart der Bundesligageschichte ablöste.<ref>Christian Brausch: Schalke-Pleite bedeutet einen historischen Negativ-Rekord. In: reviersport.de. 10. September 2022, abgerufen am 12. September 2022.</ref> Daraufhin wurde Reis im September 2022 nach dreijähriger Amtszeit freigestellt.<ref>VfL stellt Thomas Reis frei. In: vfl-bochum.de. 12. September 2022, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 12. September 2022; abgerufen am 15. Februar 2026.</ref>
Ende Oktober 2022 übernahm Reis den Ligakonkurrenten FC Schalke 04 als Nachfolger von Frank Kramer.<ref>Schalke 04 geht mit Thomas Reis die Mission Klassenerhalt an. In: schalke04.de. 27. Oktober 2022, abgerufen am 27. Oktober 2022.</ref> Die Schalker hatten nach dem 11. Spieltag sechs Punkte auf dem Konto und die Bochumer als Tabellenletzter abgelöst. Unter Reis verbesserten sich die Leistungen der Gelsenkirchener deutlich, in der Rückrundentabelle wurde Schalke Achter. Trotzdem stieg Schalke am Saisonende mit 31 Punkten als Tabellenvorletzter in die 2. Bundesliga ab. Als Schalke nach dem 7. Spieltag der Saison 2023/24 mit sieben Punkten auf dem 16. Platz stand, wurde Reis freigestellt.<ref>Schalke 04 stellt Chef-Trainer Thomas Reis mit sofortiger Wirkung frei. In: schalke04.de. 27. September 2023, abgerufen am 27. September 2023.</ref>
Zur Saison 2024/25 wurde er als Nachfolger von Markus Gisdol Cheftrainer beim türkischen Erstligisten Samsunspor.<ref>Kilian Marx: Der Erbe Gisdols: Reis wird Trainer bei Samsunspor. In: kicker.de. 12. Juni 2024, abgerufen am 12. Juni 2024.</ref> Gleich in seiner ersten Saison qualifizierte sich Samsunspor als Ligadritter überraschend für die Playoffs der UEFA Europa League. Am 14. Februar 2026 wurde Reis entlassen; die Mannschaft lag zu diesem Zeitpunkt in der Liga auf Platz 7.<ref>Christopher Mallmann: Aus für deutschen Coach in der Türkei. In: sport1.de. 14. Februar 2026, abgerufen am 14. Februar 2026.</ref>
Erfolge
- Meister der 2. Bundesliga und Aufstieg in die Bundesliga: 2021
Weblinks
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Einzelnachweise
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Reis, Thomas |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Fußballspieler und -trainer |
| GEBURTSDATUM | 4. Oktober 1973 |
| GEBURTSORT | Wertheim |
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