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Thomas Kreuzer (Politiker)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Thomas Kreuzer (Foto: Judith Haeusler)
Thomas Kreuzer (2022)

Thomas Kreuzer (* 23. Mai 1959 in Kempten (Allgäu)) ist ein deutscher Politiker (CSU) und Richter. Von 1994 bis 2023 war er Abgeordneter im Bayerischen Landtag und dort ab 2013 Fraktionsvorsitzender der CSU.

Biografie

Nach dem Besuch der Volksschule in Lauben legte Kreuzer 1978 das Abitur am Allgäu-Gymnasium Kempten ab. Nach dem Grundwehrdienst (später zum Oberleutnant der Reserve befördert) studierte er ab 1979 im sogenannten einstufigen Modell Rechtswissenschaften an der Universität Augsburg. 1986 schloss er dieses mit dem Zweiten Staatsexamen ab. Nach seinem Rechtsreferendariat war er zunächst Staatsanwalt, dann wurde er Richter am Landgericht Kempten. Dieses Amt übte er bis zu seiner Wahl als Landtagsabgeordneter aus.

Kreuzer trat 1979 in die Junge Union ein und war zwei Jahre JU-Kreisvorsitzender. 1980 wurde er Mitglied der CSU und ist seit 1993 Vorsitzender des Kreisverbandes Kempten. Er ist seit 2001 außerdem Landesvorsitzender des „Arbeitskreises Juristen in der CSU“.

Seit 1984 gehört Kreuzer dem Stadtrat in Kempten an, in den er mit 24 Jahren als jüngstes Mitglied gewählt wurde. Dort ist er Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses.<ref>Stadt Kempten (Allgäu), Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung: Stadt Kempten – Bürgerinfoportal. Abgerufen am 3. September 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Im Oktober 1994 zog er als direkt gewählter Abgeordneter des Stimmkreises Kempten-Oberallgäu in den Bayerischen Landtag ein. Er war dort Mitglied des Ausschusses für Kommunale Fragen und Innere Sicherheit, Mitglied des Ältestenrats, Mitglied der Richter-Wahl-Kommission und Vorsitzender des Untersuchungsausschusses „Wildfleisch und Verbraucherschutz“.

Von Februar bis Dezember 2010 leitete er als Vorsitzender den Untersuchungsausschuss des Bayerischen Landtags zu den Milliardenverlusten der BayernLB, insbesondere durch den Kauf der österreichischen Hypo Group Alpe Adria (HGAA); den Abschlussbericht legte er am 10. Februar 2011 vor.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Die Mitschuld der CSU-Größen.] Süddeutsche Zeitung, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 1. Oktober 2015.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Von Oktober 2003 bis 2011 war er stellvertretender Vorsitzender der CSU-Landtagsfraktion, ab 2008 Parlamentarischer Geschäftsführer der CSU-Landtagsfraktion. Seit 2009 ist er Mitglied des Parteipräsidiums. Im März 2011 wurde er Staatssekretär im Bayerischen Kultusministerium, am 4. November 2011 Staatsminister und Leiter der Bayerischen Staatskanzlei. Im Oktober 2013 wurde er zum Fraktionsvorsitzenden gewählt, dieses Amt hatte er bis zu seinem Ausscheiden aus dem Landtag im Oktober 2023 inne.

Zur Landtagswahl 2023 trat Kreuzer nicht erneut an und schied dementsprechend im Oktober 2023 nach 29 Jahren als Abgeordneter aus dem Bayerischen Landtag aus.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Abschied nach fast 30 Jahren: Laut nach innen, loyal nach außen.] Süddeutsche Zeitung, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 11. Oktober 2023.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Vom 17. November 2011 bis zu seiner Wahl zum CSU-Fraktionsvorsitzenden war Kreuzer Vorstandsvorsitzender des MedienCampus Bayern.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Seehofer bildet sein Kabinett um – Söder neuer Finanzminister.] Hamburger Abendblatt, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 1. Oktober 2015.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Kreuzer war Initiator und Gründer des MedienNetzwerk Bayern als Nachfolgeeinrichtung des Clusters für audiovisuelle Medien (CaM).<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Was ist das MedienNetzwerk Bayern?] MedienNetzwerk Bayern, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 1. Oktober 2015.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Er ist Mitglied im Rundfunkrat des Bayerischen Rundfunks,<ref>Mitglieder des Rundfunkrats. Bayerischer Rundfunk, abgerufen am 23. Mai 2014.</ref> im Bayerischen Richterverein, in mehreren Sport- und Schützenvereinen, kulturellen und karitativen Vereinigungen sowie im Verwaltungsrat der Sparkasse Allgäu. Er ist Vorsitzender des Kuratoriums der Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten und seit Oktober 2018 Ehrensenator der Hochschule. Seit 2012 ist Kreuzer Vorsitzender des Stiftungskuratoriums der Stiftung Medienpädagogik Bayern. Im Januar 2024 wählte der Bayerische Landtag Kreuzer zum ehrenamtlichen Richter am Bayerischen Verfassungsgerichtshof.<ref>Bayerischer Landtag: Drucksache 19/285: Wahl der nichtberufsrichterlichen Mitglieder und stellvertretenden Mitglieder des Bayerischen Verfassungsgerichtshofs, 24. Januar 2024.</ref>

Positionen

In der Flüchtlingskrise in Europa 2015 fordert Kreuzer eine Obergrenze für Flüchtlinge in Deutschland. Zudem verlangt er einen besseren Schutz der EU-Außengrenzen und verstärkte Hilfe für Flüchtlingslager um Syrien.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig CSU-Fraktionschef fordert Obergrenze für Flüchtlinge in Deutschland.] Augsburger Allgemeine, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 15. Oktober 2015.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Anfang 2016 forderte er eine „Kaskade von Grenzschließungen“ von Mazedonien über Serbien und Österreich bis zur deutschen Grenze. Dies würde sich unter Flüchtlingen schnell bis nach Nordafrika herumsprechen, so dass sie sich gar nicht erst auf den Weg begäben.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig „Höchste Zeit, die Notbremse zu ziehen“.] Frankfurter Allgemeine Zeitung, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 9. Februar 2017.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Auszeichnung

2009 wurde Kreuzer vom bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer mit dem Bayerischen Verdienstorden für sein Wirken als Landtagsabgeordneter für Kempten und das Allgäu geehrt.

Privates

Kreuzer wohnt in Kempten, ist römisch-katholischen Bekenntnisses, Vater eines Sohnes und geschieden.<ref>Thomas Kreuzer und CSU-Abgeordnete Mechthilde Wittmann sind ein Paar. Augsburger Allgemeine, 23. September 2016, abgerufen am 2. August 2021.</ref> Thomas Kreuzer ist der Bruder der Sportjournalistin und Fernsehmoderatorin Marianne Kreuzer und der Vetter des Fußballspielers Karl-Heinz Riedle.<ref>Großtante durfte es nicht mehr erleben. Allgäuer Zeitung, 29. Mai 2002, abgerufen am 17. November 2019.</ref>

Weblinks

Commons: Thomas Kreuzer – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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