Thomas Dekker (Radsportler)
| Thomas Dekker (2006) | |
| Thomas Dekker (2006) | |
| Zur Person | |
|---|---|
| Geburtsdatum | 6. September 1984 |
| Nation | Datei:Flag of the Netherlands.svg Niederlande |
| Disziplin | Straße |
| Karriereende | 2014 |
| Doping | |
| Juli 2009 bis-Juni 2011 | DynEpo |
| Letzte Aktualisierung: 27. Dezember 2016 | |
Thomas Dekker (* 6. September 1984 in Dirkshorn) ist ein ehemaliger niederländischer Radrennfahrer.
Dekker galt als eines der größten Talente des niederländischen Radsports. Bis zu einer Sperre wegen Dopings ab Juli 2009 galt er als die größte Hoffnung auf den nächsten niederländischen Tour-de-France-Sieg nach Jan Janssen 1968 und Joop Zoetemelk 1980.<ref>Thomas Dekker, van supertalent naar nachtkaars. In: nos.nl. 20. März 2015, abgerufen am 27. Dezember 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Beginn der Profikarriere
2005 erhielt Dekker einen Vertrag bei Rabobank, nachdem er vorher zwei Jahre für dessen Nachwuchs-Mannschaft gefahren war. 2004 errang er bei den Weltmeisterschaften im Straßenrennen und im Zeitfahren der U23-Klasse jeweils Silber. 2003 wurde er Dritter im Straßenrennen der U23.
2005 gewann Dekker beim Critérium International die Bergetappe und wurde Zweiter im Gesamtklassement. Bei den ProTour-Rennen Eneco Tour und Polen-Rundfahrt wurde er Vierter bzw. Dritter in der Gesamtwertung und gewann bei letzterer Rundfahrt die achte Etappe, ein 19 Kilometer langes Bergzeitfahren. Bei seiner ersten großen Rundfahrt, dem Giro d’Italia 2005 erreichte er den 75. Gesamtrang.
Sein bis dahin größter Erfolg gelang ihm im März 2006, als er die einwöchige italienische Pro-Tour-Rundfahrt Tirreno–Adriatico gewann. Bei dieser übernahm er auf der fünften Etappe die Führung in der Gesamtwertung und konnte sie bis zum Ende verteidigen.<ref>Tim Maloney: Cancellara takes stormy weather time test. In: Cycling News. Abgerufen am 27. Dezember 2016.</ref> Im Jahr darauf gewann er Anfang Mai die Gesamtwertung der Tour de Romandie, nachdem er das Einzelzeitfahren für sich entschieden hatte. Auf der sechsten Etappe der Tour de Suisse, bewies er seine Kletterqualitäten und entschied die Bergankunft für sich.
Im August 2008 wurde die vertragliche Bindung (bis 2009) zu seinem Arbeitgeber Rabobank vorzeitig beendet.<ref>rad-net.de: Trennung: Thomas Dekker nicht mehr bei Rabobank, vom 15. August 2008</ref> Zuvor hatte es Gerüchte gegeben, dass Dekker mit der Teamleitung unzufrieden sei – er wurde nicht für die Tour de France 2008 nominiert – und mit dieser nur noch über seine Anwälte kommuniziere.<ref>Khairunnisa Schebella: Dekker to fall out with Rabobank? In: Cycling News. 3. Juli 2008, abgerufen am 27. Dezember 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Zudem zog er sich aus der Auswahl für die Olympischen Spiele in Peking zurück, da er nicht in guter Form sei.<ref>Cycling News: Dekker pulls out of Olympic squad. In: – Cyclingnews. 24. Juli 2008, abgerufen am 27. Dezember 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Ab Beginn der Saison 2009 fuhr er im Team von Silence-Lotto.
Doping und Comeback
Bei Urin-Nachkontrollen aus dem Jahr 2007 wurde Thomas Dekker am 30. Juni 2009 nach langen Verdächtigungen des Dopings mit Erythropoetin (EPO) überführt. Sofort wurde er aus dem Tour-de-France-Kader des Teams Silence Lotto gestrichen und suspendiert.<ref>radsport-news.com vom 1. Juli 2009: Dekker: Alter Verdacht mit neuen Methoden bestätigt</ref> Schon im Frühjahr 2009 hatte das Nachrichtenmagazin Focus Dekker als mutmaßlichen Kunden des Dopinghändlers Stefan Matschiner benannt.<ref>Focus: Radsport: Niederlande droht Doping-Skandal. 20. April 2009</ref>
Anfang März 2010 wurde bekannt, dass Thomas Dekker bis 1. Juli 2011 gesperrt wurde.<ref>Radsport-News.com: Thomas Dekker bis Juli 2011 gesperrt</ref> Nach Ablauf seiner Sperre wurde Dekker vom Chipotle Development Team verpflichtet,<ref>cyclingnews.com vom 26. Juli 2011: Dekker to make Chipotle debut at Tour of Portugal</ref> einem Farmteam von Team Garmin-Cervélo.
Mit einem Wechsel 2012 zu Garmin-Sharp fuhr er wieder in einem Team der höchsten Kategorie UCI ProTeam. Nennenswerte Siege bei bekannten Rennen konnte er allerdings dort nicht einfahren. Zur Saison 2015 fusionierte sein Team mit dem Cannondale und sein Vertrag wurde von der neu entstandenen Mannschaft nicht verlängert.
Im Februar 2015 machte Thomas Dekker den Versuch, den wenige Wochen zuvor vom Australier Rohan Dennis aufgestellten Stundenweltrekord in Aguascalientes zu verbessern, verpasste aber eine neue Bestmarke um 270 Meter.<ref>Niederländer Dekker verpasst Stundenweltrekord. In: rad-net.de. 25. März 2013, abgerufen am 20. März 2015.</ref> Nachdem sein Versuch, durch einen neuen Stundenweltrekord einen Vertrag bei einem Team zu bekommen, gescheitert war, gab Dekker rund vier Wochen später seinen Rücktritt vom aktiven Radsport bekannt.<ref name="ende">Thomas Dekker beendet seine Laufbahn – Radsport bei rad-net.de. In: rad-net.de. 25. März 2013, abgerufen am 20. März 2015.</ref><ref>Karriereende: Nach erfolglosem Rekordversuch zieht Thomas Dekker sich aus dem Radsport zurück. live-radsport.ch, 20. März 2015, abgerufen am 24. Mai 2015.</ref>
In der Erklärung zu seinem Rücktritt im März 2015 schrieb Dekker: „Als Jung-Profi wolle ich nur eines: Rennen gewinnen. Und am besten so viele wie möglich. Ich wollte um jeden Preis gewinnen. Das war meine Stärke, und zur gleichen Zeit hat es mich in die Falle gelockt. Es hat mich sehr tief sinken lassen.“<ref name="ende" />
Privates und Berufliches
2016 machte Thomas Dekker zunächst private Schlagzeilen in der Boulevardpresse. Es wurde bekannt, dass er der Lebensgefährte von Nathalie Marciano ist, der geschiedenen Ehefrau von Maurice Marciano, einem der Gründer des Modeunternehmens Guess. Er sei „in die Butter gefallen“ und führe jetzt ein Jetset-Leben in Los Angeles, so eine der Zeitungen.<ref>Glenn Bogaert: Ooit uitgespuwd als dopingzondaar, nu bakt hij in Beverly Hills zoete broodjes met zijn steenrijke cougar. In: hln.be. 12. August 2016, abgerufen am 27. Dezember 2016.</ref>
Im November 2016 erschien Dekkers Autobiographie Mijn Gevecht. In dem Buch beschuldigt er unter anderen den einstigen Sportlichen Leiter des Teams Bianchi, Jacques Hanegraaf, dieser habe ihn an den spanischen Dopingarzt Eufemiano Fuentes vermittelt. Der Mitautor, der ehemalige Radprofi und Journalist Thijs Zonneveld, berichtete von Klage- und Gewaltandrohungen gegen Dekker.<ref>Ex-Radprofi Thomas Dekker droht Klagewelle nach Buch-Veröffentlichung. In: eurosport.de. 17. November 2016, abgerufen am 27. Dezember 2016.</ref> Im Juni 2017 erschien das Buch unter dem Titel Thomas Dekker: Unter Profis auf Deutsch im Covadonga Verlag.
Erfolge
2004
- Gesamtwertung Olympia’s Tour
- Niederlande Niederländischer Meister – Zeitfahren
- GP Eddy Merckx (mit Koen de Kort)
- Gesamtwertung Tour de Normandie
- Gesamtwertung Internationale Thüringen Rundfahrt
2005
- Niederlande Niederländischer Meister – Zeitfahren
- GP Stad Zottegem
- eine Etappe Polen-Rundfahrt
2006
- Gesamtwertung Tirreno–Adriatico
2007
- Trofeo Pollença
- Gesamtwertung und eine Etappe Tour de Romandie
- eine Etappe Tour de Suisse
- Gesamtwertung und zwei Etappen 3-Länder Tour
2011
- 2012
- Mannschaftszeitfahren Tour of Qatar
- eine Etappe Circuit Cycliste Sarthe
Grand-Tour-Platzierungen
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Teams
- 2003–2004 Rabobank TT3
- 2004–2008 Lua-Fehler: expandTemplate: template "Radsportteam/TLJ" does not exist (bis 15. August)
- 2009 Silence-Lotto
- 2011 Chipotle Development Team (ab 1. August)
- 2012–2014 Garmin Sharp
Weblinks
- Thomas Dekker in der Datenbank von Radsportseiten.com
- [[[:Vorlage:ProCyclingStats/URL]]/rider.php?id=140643 Thomas Dekker] in der Datenbank von ProCyclingStats.com (englisch)
- Vorlage:FirstCycling
Einzelnachweise
<references />
1962 Ab Geldermans | 1991, 1999, 2001 Bart Voskamp | 1992 Arnold Stam | 1993 Jos Wolfkamp | 1994 Mario Gutte | 1995, 1997 Erik Breukink | 1996, 2000, 2002 Erik Dekker | 1998 Patrick Jonker | 2003 Maarten den Bakker | 2004, 2005 Thomas Dekker | 2006, 2007, 2009, 2011 Stef Clement | 2008 Lars Boom | 2010, 2019, 2023 Jos van Emden | 2012, 2013 Lieuwe Westra | 2014, 2016, 2017, 2021 Tom Dumoulin | 2015 Wilco Kelderman | 2018 Dylan van Baarle | 2022 Bauke Mollema | 2024, 2025 Daan Hoole
Die Resultate sind nicht vollständig.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Dekker, Thomas |
| KURZBESCHREIBUNG | niederländischer Radrennfahrer |
| GEBURTSDATUM | 6. September 1984 |
| GEBURTSORT | Dirkshorn, Provinz Nordholland, Niederlande |
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