Textuelles Verhalten
Das textuelle Verhalten ({{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=en|SCRIPTING=Latn|SERVICE=englisch}}) ist eine nicht-streng-terminologische Bezeichnung<ref>Es findet sich kein Artikel in den gängigen Lexika, wird aber in der Regel terminologisch verwendet.</ref> für die autoritative Kraft eines Textes über die Realität.<ref>Laila Abdallah: Islamischer Fundamentalismus – eine fundamentale Fehlwahrnehmung? S. 21. Bei Google-Books abrufbar.</ref> Der Begriff wurde maßgeblich vom Orientalismuskritiker Edward Said geprägt.<ref>Bill Ashcroft, D. Pal S. Ahluwalia: Edward Said. Google-Books, S. 64.</ref>
Beispielsweise kann die verfremdende Darstellung einer Ethnie oder Kultur in Reiseberichten als ein „textuelles Verhalten“ bezeichnet werden: Dabei wird „das Fremde“ aus mitgebrachten fiktionalen Vorkenntnissen verstanden. Edward Said erläutert diese Verhalten am Beispiel des „wilden Löwen“:<ref>Edward Said: Orientalismus. Frankfurt am Main: Ullstein 1981, S. 108.</ref> ein Mensch, welcher schon viel über literarisch dramatisierte „wilde Löwen“ gelesen hat, wird bei der realen Begegnung mit einem Löwen diesen in erster Linie mit seiner vorgängigen literarischen Erfahrung – also als ein „wildes“ und gefährliches Tier – interpretieren. Analog dazu kann die – realistisch eigentlich unbegründete, aber durch moderne Literatur und Film geprägte – Angst vor dem weißen Hai gelten.<ref>Vgl. dazu Kulturelle Rezeption des Weißen Hai.</ref> (Gemeint sind mit dem Begriff aber meist nicht die Beziehung Mensch–Tier, sondern Mensch–Mensch.)
{{#ifeq: {{{vor}}}@@-@@{{{nach}}} | -@@-@@-
| {{#if:trim|Zwei Situationen begünstigen ein textuelles Verhalten. Eine davon ist die, bei der ein Mensch mit etwas relativ Unbekanntem aus der Nähe konfrontiert wird; mit etwas Bedrohlichem, das zuvor entfernt war. In einem solchen Fall nimmt man nicht nur darauf Rücksicht, was in einer früheren Erfahrung der Neuigkeit gleicht, sondern auch auf das, was man darüber gelesen hat. Reisebücher oder Reiseführer sind eine ebenso "natürliche" Textart, so logisch in ihrer Komposition und ihrem Gebrauch, wie jedes Buch, an das man denken mag, gerade weil diese menschliche Tendenz besteht, auf einen Text zurückzufallen, wenn die Unsicherheiten einer Reise in fremde Gebiete das Gleichgewicht zu bedrohen scheinen.}}
| {{#ifeq: {{#if:|{{{vor}}}|@#@}}{{#if:|{{{nach}}}|@#@}} | @#@@#@
| {{#ifeq: de | de
| „{{#if:trim|Zwei Situationen begünstigen ein textuelles Verhalten. Eine davon ist die, bei der ein Mensch mit etwas relativ Unbekanntem aus der Nähe konfrontiert wird; mit etwas Bedrohlichem, das zuvor entfernt war. In einem solchen Fall nimmt man nicht nur darauf Rücksicht, was in einer früheren Erfahrung der Neuigkeit gleicht, sondern auch auf das, was man darüber gelesen hat. Reisebücher oder Reiseführer sind eine ebenso "natürliche" Textart, so logisch in ihrer Komposition und ihrem Gebrauch, wie jedes Buch, an das man denken mag, gerade weil diese menschliche Tendenz besteht, auf einen Text zurückzufallen, wenn die Unsicherheiten einer Reise in fremde Gebiete das Gleichgewicht zu bedrohen scheinen.}}“
| {{#invoke:Text|quoteUnquoted| Zwei Situationen begünstigen ein textuelles Verhalten. Eine davon ist die, bei der ein Mensch mit etwas relativ Unbekanntem aus der Nähe konfrontiert wird; mit etwas Bedrohlichem, das zuvor entfernt war. In einem solchen Fall nimmt man nicht nur darauf Rücksicht, was in einer früheren Erfahrung der Neuigkeit gleicht, sondern auch auf das, was man darüber gelesen hat. Reisebücher oder Reiseführer sind eine ebenso "natürliche" Textart, so logisch in ihrer Komposition und ihrem Gebrauch, wie jedes Buch, an das man denken mag, gerade weil diese menschliche Tendenz besteht, auf einen Text zurückzufallen, wenn die Unsicherheiten einer Reise in fremde Gebiete das Gleichgewicht zu bedrohen scheinen. | {{{lang}}} }} }}
| {{#ifeq: {{#if:|{{{vor}}}|-}} | -
| „
| {{{vor}}} }}{{#if:trim|Zwei Situationen begünstigen ein textuelles Verhalten. Eine davon ist die, bei der ein Mensch mit etwas relativ Unbekanntem aus der Nähe konfrontiert wird; mit etwas Bedrohlichem, das zuvor entfernt war. In einem solchen Fall nimmt man nicht nur darauf Rücksicht, was in einer früheren Erfahrung der Neuigkeit gleicht, sondern auch auf das, was man darüber gelesen hat. Reisebücher oder Reiseführer sind eine ebenso "natürliche" Textart, so logisch in ihrer Komposition und ihrem Gebrauch, wie jedes Buch, an das man denken mag, gerade weil diese menschliche Tendenz besteht, auf einen Text zurückzufallen, wenn die Unsicherheiten einer Reise in fremde Gebiete das Gleichgewicht zu bedrohen scheinen.}}{{
#ifeq: {{#if:|{{{nach}}}|-}} | -
| “
| {{{nach}}} }} }} }}{{
#if: Edward Said || <ref>Edward Said: Orientalismus. Frankfurt am Main: Ullstein 1981, S. 108. Die zweite begünstigende Situation ist Aussicht auf Erfolg des literarischen Bildes. Hier führt Said das Löwen-Beispiel an.</ref> }}
{{#if:
|
„{{{Latn}}}“{{#if: Edward Said || <ref>Edward Said: Orientalismus. Frankfurt am Main: Ullstein 1981, S. 108. Die zweite begünstigende Situation ist Aussicht auf Erfolg des literarischen Bildes. Hier führt Said das Löwen-Beispiel an.</ref> }}
}}{{#if:
|
„{{{de}}}“{{#if: Edward Said || <ref>Edward Said: Orientalismus. Frankfurt am Main: Ullstein 1981, S. 108. Die zweite begünstigende Situation ist Aussicht auf Erfolg des literarischen Bildes. Hier führt Said das Löwen-Beispiel an.</ref> }}
}}|{{#if:
|}}}}
{{#if: <ref>Edward Said: Orientalismus. Frankfurt am Main: Ullstein 1981, S. 108. Die zweite begünstigende Situation ist Aussicht auf Erfolg des literarischen Bildes. Hier führt Said das Löwen-Beispiel an.</ref> |
{{#if: {{#invoke:Text|unstrip|<ref>Edward Said: Orientalismus. Frankfurt am Main: Ullstein 1981, S. 108. Die zweite begünstigende Situation ist Aussicht auf Erfolg des literarischen Bildes. Hier führt Said das Löwen-Beispiel an.</ref>}}
| }} }}{{#if: Zwei Situationen begünstigen ein textuelles Verhalten. Eine davon ist die, bei der ein Mensch mit etwas relativ Unbekanntem aus der Nähe konfrontiert wird; mit etwas Bedrohlichem, das zuvor entfernt war. In einem solchen Fall nimmt man nicht nur darauf Rücksicht, was in einer früheren Erfahrung der Neuigkeit gleicht, sondern auch auf das, was man darüber gelesen hat. Reisebücher oder Reiseführer sind eine ebenso "natürliche" Textart, so logisch in ihrer Komposition und ihrem Gebrauch, wie jedes Buch, an das man denken mag, gerade weil diese menschliche Tendenz besteht, auf einen Text zurückzufallen, wenn die Unsicherheiten einer Reise in fremde Gebiete das Gleichgewicht zu bedrohen scheinen. | {{
#if: | {{#if: Zwei Situationen begünstigen ein textuelles Verhalten. Eine davon ist die, bei der ein Mensch mit etwas relativ Unbekanntem aus der Nähe konfrontiert wird; mit etwas Bedrohlichem, das zuvor entfernt war. In einem solchen Fall nimmt man nicht nur darauf Rücksicht, was in einer früheren Erfahrung der Neuigkeit gleicht, sondern auch auf das, was man darüber gelesen hat. Reisebücher oder Reiseführer sind eine ebenso "natürliche" Textart, so logisch in ihrer Komposition und ihrem Gebrauch, wie jedes Buch, an das man denken mag, gerade weil diese menschliche Tendenz besteht, auf einen Text zurückzufallen, wenn die Unsicherheiten einer Reise in fremde Gebiete das Gleichgewicht zu bedrohen scheinen. |
Vorlage:Zitat: Doppelangabe 1=Text=}}
}}| }}{{#if: | {{#if: Edward Said |
Vorlage:Zitat: Doppelangabe 2=Autor=}}
}}{{#if: | {{#if: |
Vorlage:Zitat: Doppelangabe 3=Quelle=}}
}}{{#if: | {{#if: |
Vorlage:Zitat: Doppelangabe Umschrift=Latn=}}
}}{{#if: | {{#if: |
Vorlage:Zitat: Doppelangabe Sprache=lang=}}
}}{{#if: | {{#if: |
Vorlage:Zitat: Doppelangabe Übersetzung=de=}}
}}
Einzelnachweise
<references />