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Teufelssee (Berlin-Köpenick)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Teufelssee
Datei:Teufelssee1 Koepenick.JPG
Geographische Lage Berlin-Köpenick
Inseln keine
Daten
Koordinaten 52° 25′ 10,6″ N, 13° 37′ 47,6″ O
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Teufelssee (Berlin-Köpenick) (Berlin)
Teufelssee (Berlin-Köpenick) (Berlin)
Fläche 1,2 ha
Länge 150 m
Breite 100 m
Umfang 410 m

Besonderheiten

Hochmoor

Der Teufelssee ist eine eiszeitliches Relikt und liegt im Ortsteil Köpenick des Berliner Bezirks Treptow-Köpenick rund 750 m südlich des Großen Müggelsees am Fuße des Kleinen Müggelbergs in der Köpenicker Bürgerheide.

Beschreibung und Weiteres

Der See misst von Nordost nach Südwest knapp 150 m und ist maximal 100 m breit. Seine Fläche beträgt rund 1,2 ha. Der flache und nährstoffreiche See ist ein in der Eiszeit entstandenes Hochmoor, das vom Schmelzwasser des Eises als Senke ausgestrudelt wurde. Am See unterhält die Waldschule Teufelssee einen drei Kilometer langen Naturlehrpfad, der rund um den See, vorbei an seltenen Pflanzen wie Teichrosen, Wasserschierling und Sonnentau, führt. Da der Untergrund teilweise morastig ist, führt ein Großteil des Pfads über Holzbretterwege. Einige hundert Meter südwestlich des Sees befindet sich der Müggelturm am westlichen Hang des Kleinen Müggelbergs. In der Nähe des Teufelssees endet die Rodelbahn der Müggelberge, die im Volksmund Todesbahn genannt wird (gesperrt).

Mit dem Teufelssee im Grunewald liegt ein zweiter See gleichen Namens im Stadtgebiet von Berlin. Ein dritter, deutlich kleinerer Teufelssee befindet sich in Spandau.

Geschichte

Zu DDR-Zeiten erholten sich Kinder in einem Ferienlager, das am Teufelssee betrieben wurde. Der Magistrat hatte zusammen mit dem Bezirksamt Köpenick im Jahr 1965 einen Naturlehrpfad anlegen hatten, der am Ufer des Sees entlang führte und teilweise auf Holzbohlen verlegt war.

Nach dem Mauerfall und weitere Jahre später, als der Naturpfad nicht mehr gepflegt worden war, veranlassten die nun zuständigen Berliner Forsten eine erste Erneuerung. Im Dezember 2015 wurde eine neue, etwa 300 m lange Steganlage zwischen Moor und Teufelssee eingeweiht, die im Rahmen des UEP-II-Projektes Naturschutzmaßnahmen zur Aufwertung und Entwicklung im FFH-Gebiet Teufelsseemoor und Umgebung (Umweltentlastungsprogramm) errichtet wurde.<ref>News, umweltruf.de.</ref>

Als dann auch diese nicht mehr den „heutigen Anforderungen an Umweltbildung und Besucherführung“ entsprach, wurde im April 2026 der neue Lehr- und Erlebnisweg Müggelberge–Teufelssee eröffnet. Der 3,3 Kilometer lange Rundweg mit zahlreichen interaktiven Stationen und einer begleitenden Smartphone-App (Wald-Zeit-Reise) umfasst vier thematische Schwerpunkte: Wald, Wasser, Klima und Geschichte des Gebietes rund um Müggelberge und Teufelssee.<ref>Interaktives Naturerlebnis: Neuer Lehr- und Erlebnisweg am Teufelssee eröffnet. In: Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt. 24. April 2026, abgerufen am 24. April 2026.</ref> Die Neuerungen bieten vor allem Interaktivitäten wie eine Baumpumpe und digitale Elemente, die die Natur-Zusammenhänge verständlich machen. Für dieses Projekt sind 1,05 Millionen Euro investiert worden.<ref>Philipp Hartmann: Entdeckertour am Teufelssee, Berliner Woche, 1./2. Mai 2026, Seite Berlin aktuell.</ref>

Sagen

Um das Gewässer ranken sich verschiedene Sagen. Nach einer von diesen Geschichten soll dort ein Teufelsaltar gestanden haben. Der Beginn einer anderen Sage über ein im See verschwundenes Schloss lautet wie folgt:

„In dem dichten Schilfgürtel am Rande des Teufelssees lag früher ein Großer Stein. Man nannte ihn den Prinzessinnenstein, denn er zeigte die Stelle an, an der einmal ein prächtiges Schloß gestanden hatte, das eine Prinzessin bewohnte. Sie wurde verwünscht und ist samt ihrem Palast im Moor versunken. Zuweilen aber kam sie zum Vorschein.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Inge Kiessig: Berliner Sagen<ref>Inge Kiessig (1990): Berliner Sagen. ISBN 978-3744200561.</ref>

Literatur

Weblinks

Commons: Teufelssee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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