Teufelssee (Böhmerwald)
| Teufelssee Čertovo jezero | ||||||
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| Datei:Motivační-foto-Čertovo-jezero.jpg | ||||||
| Teufelssee (Čertovo jezero) vom Osten gesehen | ||||||
| Geographische Lage | Böhmerwald | |||||
| Abfluss | Jezerní potok/Seebach → Großer Regen → Schwarzer Regen → Regen → Donau → Schwarzes Meer | |||||
| Daten | ||||||
| Koordinaten | 49° 9′ 54″ N, 13° 11′ 52″ O
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| Höhe über Meeresspiegel | 1030 m n.m. | |||||
| Fläche | 10,33 ha | |||||
| Länge | 445 m | |||||
| Breite | 300 m | |||||
| Volumen | 1,85 Mio. m³ | |||||
| Maximale Tiefe | 36,5 m | |||||
| Mittlere Tiefe | 17,9 m | |||||
| Einzugsgebiet | 85,7 ha | |||||
Der Teufelssee (tschechisch Čertovo jezero) ist ein Gletschersee im Böhmerwald. Er liegt auf tschechischem Staatsgebiet unterhalb der 1343 Meter hohen Seewand in 1030 m Seehöhe. Das Grundgestein ist Glimmerschiefer.
Der See gehört zur Stadt Železná Ruda (Markt Eisenstein) und zur Katastralgemeinde Železná Ruda II. Das Gebiet war der Öffentlichkeit bis zum Fall des Eisernen Vorhangs wegen seiner geringen Entfernung von nur 1200 Metern bis zur Staatsgrenze kaum zugänglich.
Das 175 Hektar große Naturschutzgebiet Schwarzer See und Teufelssee (Černé a Čertovo jezero) wurde 1911 eingerichtet, als das Gebiet zu Österreich-Ungarn gehörte. In der Seewand hat der Gletscherschliff Schrammen und Rundhöcker hinterlassen. Die dortige Flora weist Eiszeitrelikte auf. Parallel zum Seeufer liegen links drei Wälle von Seitenmoränen. Die breite rechte Seitenmoräne wird in zwei Parallelzüge zerlegt. Die beiden Wälle der Endmoränen verlaufen bis 200 Meter seeabwärts.
Zwischen dem Čertovo jezero und dem nur 1,5 km nordwestlich gelegenen Černé jezero (Schwarzer See) verläuft die Europäische Hauptwasserscheide. Der Teufelssee ist der huminsäurereichste Böhmerwaldsee und der einzige auf tschechischer Seite, der über den Seebach und schließlich den Regen zur Donau abfließt.<ref>Sepp Skalitzky: Vom Böhmerwald ins Schwabenland. Martin Verlag / Walter Berger, Buxheim/Allgäu 1980, ISBN 3-7865-0077-0, S. 9–10.</ref><ref>Schwarzer See. In: https://www.bayerischer-wald.de. Tourismusverband Ostbayern e.V., abgerufen am 27. August 2025.</ref> In der Wildnis zwischen diesen beiden Seen soll Der Freischütz von Carl Maria von Weber seine Freikugeln gegossen haben.<ref>Karl Stankiewitz: Gezähmte Wildnis - Der Bayerische Wald in Reportagen aus fünfzig Jahren. 1. Auflage. Bayerland, Dachau 2006, ISBN 3-89251-368-6, S. 87.</ref><ref>Marita Haller / Petr Mazný: Der Freischütz. In: Marita Haller / Petr Mazný / Jaroslav Vogeltanz (Hrsg.): 77 mystische Ausflugsziele. Ohetaler Verlag, Grafenau 2015, ISBN 978-3-95511-053-6, S. 12–13.</ref>
Literatur
- Karel Klostermann: Böhmerwaldskizzen. Rütten&Loening, Berlin 1987, ISBN 3-352-00111-1, S. 8
- August Sieghardt: Bayerischer Wald - Landschaft-Geschichte-Kultur-Kunst. Glock und Lutz. Nürnberg 1974 (3. Auflage). S. 243–247
Weblinks
- Seite des Nationalparks Böhmerwald (tschechisch)
Einzelnachweise
<references />
Bayerischer Wald: Großer Arbersee | Kleiner Arbersee | Rachelsee
Böhmerwald: Černé jezero (Schwarzer See) | Čertovo jezero (Teufelssee) | Jezero Laka (Lackensee) | Prášilské jezero (Stubenbacher See) | Plešné jezero (Plöckensteinsee)
Fünf weitere ehemalige Karseen, teils auf deutscher, teils auf tschechischer Seite, sind bereits völlig verlandet und vermoort.