Tetrakis(dimethylamino)titan
| Strukturformel | |||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Struktur von TDMAT | |||||||||||||||||||
| Allgemeines | |||||||||||||||||||
| Name | Tetrakis(dimethylamino)titan | ||||||||||||||||||
| Andere Namen |
TDMAT | ||||||||||||||||||
| Summenformel | C8H24N4Ti | ||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
hellgelbe Flüssigkeit<ref name="alfa">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Alfa AesarVorlage:Abrufdatum (Seite nicht mehr abrufbar).</ref> mit fischigem Geruch<ref name=gelest>gelest.com: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Sicherheitsdatenblatt (MSDS) ( vom 4. März 2016 im Internet Archive) (PDF; 82 kB)</ref> | ||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||||||||||||||
| |||||||||||||||||||
| Eigenschaften | |||||||||||||||||||
| Molare Masse | 224,17 g·mol−1 | ||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
flüssig | ||||||||||||||||||
| Dichte |
0,96 g·cm−3 (bei 20 °C)<ref name="alfa"/> | ||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
<4 °C<ref name="alfa"/> | ||||||||||||||||||
| Siedepunkt |
50 °C (38 hPa)<ref name="alfa"/> | ||||||||||||||||||
| Dampfdruck |
13 Pa (25 °C)<ref name=gelest/> | ||||||||||||||||||
| Löslichkeit |
reagiert mit Wasser<ref name="alfa"/> | ||||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||||||||||||||
| |||||||||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | |||||||||||||||||||
Tetrakis(dimethylamino)titan (TDMAT) ist eine chemische Verbindung, die z. B. bei der Halbleiterherstellung mit der metallorganischen chemische Gasphasenabscheidung ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), MOCVD) eingesetzt wird. Formal ist es das Tetrakis(dimethylamid) der Orthotitansäure mit der Konstitutionsformel [(CH3)2N]4Ti. Es lässt sich durch Umsetzung von Titan(IV)-chlorid mit Lithiumdimethylamid herstellen.<ref name ="Hefner">Patent EP0476671: Homogeneous catalysts and olefin polymerization process. Veröffentlicht am 25. März 1992, Erfinder: J. G. Hefner, B. W. Kolthammer, D. R. Gifford.</ref>
Eigenschaften und Sicherheitshinweise
Die brennbare Substanz besitzt einen fischartigen Geruch<ref name=gelest/> und ist wegen des niedrigen Flammpunktes (je nach Quelle zwischen −30 °C<ref name="Sigma"/> und 87 °C<ref name=gelest/>) leicht entzündlich. Mit Wasser – schon aus der Luft – zersetzt sich TDMAT unter heftiger Reaktion.<ref name="alfa"/>
Beim Einatmen der Substanz wirkt diese extrem schädigend auf Atemwege, beim Kontakt mit Haut und Augen ätzend. Daneben können Symptome wie Husten, Atemnot, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen auftreten.<ref name="Sigma"/><ref>Sicherheitsdatenblatt (MSDS). Praxair (PDF, englisch; 52 kB).</ref>
Verwendung
TDMAT wird in der Methode der chemischen Gasphasenabscheidung (CVD) als gasförmiges Edukt eingesetzt. Während der Reaktion bildet sich auf einem Substrat der gewünschte, extrem harte Überzug aus Titannitrid (TiN). Der Vorteil gegenüber anderen Edukten wie Titan(IV)-chlorid (TiCl4) liegt in der Möglichkeit, die Reaktionstemperatur auf ~ 450 °C zu reduzieren, während bei TiCl4 Temperaturen > 900 °C benötigt werden.<ref>M. Meyyappan, D. J. Economou, S. Watts Butler: Proceedings of the Symposium Om Process Control, Diagnostics, and Modeling in Semiconductor Manufacturing. The Electrochemical Society, 1995, ISBN 978-1-56677-096-5, S. 399ff.</ref>
Einzelnachweise
<references />
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:EG-Nummer abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:ECHA-InfoCard-ID abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:PubChem abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:ChemSpider abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:DrugBank fehlt lokal
- Feuergefährlicher Stoff
- Beschränkter Stoff nach REACH-Anhang XVII, Eintrag 40
- Ätzender Stoff
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:CAS-Nummer fehlt lokal
- Titanverbindung
- Dimethylamin