Phorbol-12-myristat-13-acetat
Phorbol-12-myristat-13-acetat (PMA), alternativ auch 12-O-tetradecanoylphorbol-13-acetat oder Tetradecanoylphorbol-acetat (TPA) bezeichnet, gehört zur Gruppe der Phorbolester. Das Molekül wird in der biochemischen Forschung genutzt, um die Proteinkinase C (PKC) als Strukturanalogon des Diacylglycerins zu aktivieren.<ref>Vorlage:Literatur</ref><ref>Vorlage:Literatur</ref><ref>Vorlage:Literatur</ref> Die Wirkung von PMA resultiert aus der strukturellen Ähnlichkeit zu einem der natürlichen Aktivatoren der PKC-Isoformen, dem Diacylglycerol.
PMA ist ein Studienobjekt in der Behandlung von Leukämien. Es hat einen besonderen Nutzen zur Krebsdiagnostik, da es als B-Zell-spezifisches Mitogen in einem zytogenetischen Test dienen kann.<ref>Vorlage:Literatur</ref> Im ELISPOT werden Phorbolester wie PMA als Positivkontrolle eingesetzt, um die Zellviabilität und die Sekretion von Zytokinen in den verwendeten Zellen nachzuweisen.<ref>S. Palzer, T. Bailey, C. Hartnett, A. Grant, M. Tsang, A. E. Kalyuzhny: Simultaneous detection of multiple cytokines in ELISPOT assays. In: Methods in Molecular Biology (2005), Band 302, S. 273–288. PMID 15937361.</ref>
PMA wurde zuerst in einer südostasiatischen Pflanze der Gattung Croton gefunden, die bei Berührung ähnlich wie der Giftsumach einen Hautausschlag hervorruft.<ref>X. L. Zhang, L. Wang, F. Li, K. Yu, M. K. Wang: Cytotoxic Phorbol Esters of Croton tiglium. In: J Nat Prod. (2013), Band 76, Ausgabe 5, S. 858–864. doi:10.1021/np300832n. PMID 23701597.</ref> Pflanzen mit höheren Gehalten an Phorbolestern sind problematische Futtermittel in der Tiermast von Pflanzenfressern.<ref>G. Goel, H. P. Makkar, G. Francis, K. Becker: Phorbol esters: structure, biological activity, and toxicity in animals. In: Int J Toxicol. (2007), Band 26, Ausgabe 4, S. 279–288. PMID 17661218.</ref>
Einzelnachweise
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