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Tetrachlorogoldsäure

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Strukturformel
Struktur des Tetrachloroaurat-Ions H+
Allgemeines
Name Tetrachlorogold(III)-säure
Andere Namen
  • Chlorogoldsäure
  • Hydrogentetrachloroaurat(III)
  • Tetrachlorogoldsäure
Summenformel H[AuCl4]
Kurzbeschreibung

zitronengelbe, hygroskopische Nadeln<ref name="GESTIS" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
EG-Nummer 240-948-4
ECHA-InfoCard 100.037.211
PubChem 28133
Wikidata [[:d:Skriptfehler: Ein solches Modul „Wikidata“ ist nicht vorhanden.|Skriptfehler: Ein solches Modul „Wikidata“ ist nicht vorhanden.]]
Eigenschaften
Molare Masse 339,786 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

3,9 g·cm−3 (Trihydrat)<ref name="GESTIS" />

Schmelzpunkt

ca. 30 °C (Trihydrat)<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>

Löslichkeit

leicht in Wasser (150 g·l−1 bei 20 °C, Trihydrat)<ref name="GESTIS" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="GESTIS" />

Trihydrat

Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 290​‐​302​‐​314​‐​373​‐​411
P: 260​‐​273​‐​280​‐​303+361+353​‐​305+351+338​‐​314<ref name="GESTIS" />
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

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Tetrachlorogoldsäure, HAuCl4 ist eine chemische Verbindung von Gold und Chlor und ein wichtiger Ausgangsstoff für andere Goldverbindungen.

Gewinnung und Darstellung

Die einfachste und wichtigste Gewinnungsart von Tetrachlorogoldsäure ist die Auflösung von elementarem Gold in Königswasser, einer Mischung aus Salz- und Salpetersäure. Nitrosylchlorid – das aktive Reagens in Königswasser – muss durch Abrauchen mit Salzsäure entfernt werden, wobei Nitrose Gase bzw. Stickstoffdioxid entweichen:<ref name="roempp">Eintrag zu Gold-Verbindungen. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref>

<math>\mathrm{2\ Au + 2\ NOCl + 3\ Cl_2 + 2\ HNO_3 \rightarrow}</math> <math>\mathrm{2\ HAuCl_4 + 4\ NO_2}</math>

Eine weitere Möglichkeit, Tetrachlorogoldsäure darzustellen, ist die Reaktion von Gold(III)-chlorid und Salzsäure.<ref name="roempp" />

<math>\mathrm{AuCl_3 + HCl \longrightarrow HAuCl_4}</math>

Eigenschaften

Datei:Chloroauric acid.jpg
Tetrachlorogoldsäure, kristallin

Tetrachlorogoldsäure kristallisiert in langen, hellgelben Nadeln, die in feuchter Umgebung leicht zerfließen. In Wasser und Ethanol löst sie sich leicht.<ref name="roempp" /> Sie besitzt eine monokline Kristallstruktur mit der Vorlage:Raumgruppe (a = 6,57, b = 11,6, c = 15,0 Å, β = 104°).<ref name="brauer">Georg Brauer (Hrsg.), unter Mitarbeit von Marianne Baudler u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band II, Ferdinand Enke, Stuttgart 1978, ISBN 3-432-87813-3, S. 1014.</ref>

Verwendung

Da sich Tetrachlorogoldsäure leicht gewinnen lässt, dient sie als Ausgangssubstanz zur Herstellung anderer Goldverbindungen, oder von Gold-Nanopartikeln. In der Photographie wird sie für Tonbäder verwendet, um einen purpurnen Farbton des Fotos zu erhalten. Auch für die Vergoldung kann Tetrachlorogoldsäure eingesetzt werden.<ref name="roempp" />

Sicherheit

Gelangt Tetrachlorogoldsäure auf die Haut, wird diese unter Blasenbildung verätzt. Lichteinstrahlung auf die betroffene Stelle verfärbt diese violett.<ref name="roempp" />

Einzelnachweise

<references />