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Tetraamminkupfersulfat

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Strukturformel
Datei:Tetraamminkupfer Kation.svg[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Punkt Hydrat
Allgemeines
Name Tetraamminkupfersulfat
Andere Namen

Tetramminkupfer(II)-sulfat

Summenformel [Cu(NH3)4]SO4 · H2O
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer (Listennummer) 626-953-8
ECHA-InfoCard 100.155.305
PubChem 61513
ChemSpider 55433
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 245,75 g·mol−1
Aggregatzustand

fest<ref name="Sigma" />

Dichte

1,81 g·cm−3<ref name="Sigma" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="Sigma">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 315​‐​319​‐​335​‐​410
P: 273​‐​302+352​‐​305+351+338<ref name="Sigma" />
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Tetraamminkupfer(II)-sulfat [Cu(NH3)4]SO4, (frühere Namen: Cuprum sulfuricum ammoniatum, schwefelsaures Kupferoxydammoniak, Kupfersalmiak, Kupriammoniumsulfat, Tetramminkupfer(II)-sulfat) ist ein Komplexsalz des zweiwertigen Kupfers und der Schwefelsäure. Als Feststoff liegt es als Monohydrat [Cu(NH3)4]SO4 · H2O vor. Die tiefblaue Farbe der Salzkristalle entsteht durch den Tetraamminkomplex [Cu(NH3)4]2+ des Kupfers, der in wässriger Lösung durch zwei weitere Wassermoleküle komplexiert wird. Das an Luft langsam zu einem grünen Pulver verwitternde Salz hat einen Zersetzungspunkt von ca. 150 °C.

Datei:Tetramminkupfer(II)-sulfat-Monohydrat Kristalle.png
Tetraamminkupfer(II)-sulfat-Monohydrat [Cu(NH3)4]SO4·H2O

Geschichte

Tetraamminkupfersulfat wurde zum ersten Mal 1644 von Johan Baptista van Helmont synthetisiert.

Die wässrige Lösung wurde als „Flüchtige Kupferoxydtinctur“ (Tinctura veneris volatilis) von Herman Boerhaave (1668–1738) als Arznei eingeführt, jedoch nicht mehr verwendet.

Darstellung

Tetraamminkupfer(II)-sulfat entsteht durch Versetzen einer wässrigen Kupfer(II)-sulfat-Lösung mit Ammoniakwasser im Überschuss:

<math>\mathrm{CuSO_4 + 4 \ NH_3 + H_2O \longrightarrow \ {[Cu(NH_3)}_{4}]SO_4 \cdot \ H_2O}</math>

Verwendung

Der Farbumschlag von blassblau zu tiefblau kann zum Nachweis der Kupferionen dienen. Auf Bildung des Tetraamminkupferkomplexes beruht auch die Verwendung von Kupfersalzen als Geheimtinte.

Eigenschaften

Obwohl die Tetraammin-kupfer(II)-salze stabile Komplexsalze sind, ist eine Reaktion mit Schwefelwasserstoff (H2S) möglich: Bei der Zugabe von Schwefelwasserstoff (H2S) wird schwarzes Kupfer(II)-sulfid ausgefällt. Die aus dem Gleichgewicht des Komplexes resultierende Kupfer(II)-ionenkonzentration<ref>Jander-Wendt: Lehrbuch der analytischen und präparativen anorganischen Chemie, 3. Auflage, S. Hirzel Verlag, Sttg., 1959, S. 243.</ref> entsprechend der Gleichung

<math>\mathrm{[Cu(NH_3)_4]^{\,2+}\rightleftharpoons\ Cu^{\,2+} + 4 \ NH_3}</math>

ist höher als die max. Lösungskonzentration des Kupfer(II)-sulfids. Deshalb wird trotz der Komplexverbindung Kupfer(II)-sulfid ausgefällt.

Bei der Zugabe von Kalkmilch zu einer Lösung von Tetraamminkupfer(II)-sulfat bildet sich ein blaugrüner Niederschlag. Dieses Farbpigment, auch als Kalkblau oder Neuwieder Blau<ref>Brockhaus der Naturwissenschaften und der Technik, 4. Auflage, F.A. Brockhaus Verlag, Wiesbaden, 1958, S. 325.</ref> bezeichnet, wird für Malerfarben verwendet.

Einzelnachweise

<references />